Die perfekte Handwerkerwebsite

Als Handwerker muss man auch im Web gut zu finden sein und die Website ist eine wichtige Möglichkeit, sich den Kunden zu präsentieren. Sollten Sie gerade eine Auftragsflaute haben ist jetzt genau der richtige Zeitpunkt, um Ihren Webauftritt zu erstellen oder zu verbessern. Hier finden Sie alle wichtigen Tipps für die Planung.

Unser Tipp für die erste Website: Weniger ist mehr

Als Handwerker geht es nicht darum, eine riesige Website mit vielen Unterseiten zu haben, sondern darum, dass potenzielle Kunden schnell alle Infos über das Unternehmen finden können. Deswegen reicht eine simple, einseitige Website für die meisten kleinen und mittelgroßen Betriebe schon aus. Dabei befinden sich die Informationen nicht auf eigenen Unterseiten, sondern sie sind untereinander alle in mehreren Abschnitten auf der Startseite zu finden. Stellen Sie sich so eine Website ähnlich wie diesen Artikel vor: Jeder Abschnitt widmet sich einem Thema.

Ihre Besucher kommen damit schnell an die wichtigsten Informationen und Sie steigern die Chance auf einen Auftrag. Übrigens hat so ein Aufbau auch bei schlechter Netzabdeckung einen Vorteil, denn die Website wird nur ein einziges Mal geladen. Alle wichtigen Informationen befinden sich auf einer Seite. Selbstverständlich können Sie die Website auch noch nachträglich mit Unterseiten erweitern, zum Beispiel wenn Sie viele Referenzen gesammelt haben. Diese sollten dann nicht alle auf der Startseite stehen, damit sie nicht unübersichtlich wird.

Hauptziel der Website: Aufträge generieren

Als Selbstständiger haben Sie ein Hauptziel: Die Generierung von Aufträgen. Bei der Gestaltung sollte dieses Ziel immer im Hinterkopf behalten werden. Man sollte es Besuchern in jedem der folgenden Aspekte möglichst einfach machen, sich über den Betrieb zu informieren und ein Angebot einzuholen.

Allgemeine Gestaltung der Website

Die Gestaltung der Website sollten Sie gut planen. Allein die Farbwahl hat einen großen Einfluss auf die Reaktion Ihrer Besucher. Haben Sie Ihren Fokus auf Sanitär, Heizung und Klima? Dann können im Bereich der Heizungen vor allem warme Farben helfen. Andererseits könnten Sie auch Grüntöne verwenden, wenn es um Energieeffizienz geht. Dabei sollte man aber auch nicht zu viele verschiedene Farben wild kombinieren, um Besucher nicht von den eigentlichen Inhalten abzulenken. Außerdem sollte die Gestaltung gerade im Handwerk vor allem seriös wirken und Vertrauen vermitteln. Scheuen Sie sich also nicht davor, Geld in die Hand zu nehmen und Unterstützung von einem professionellen Webdesigner einzuholen.

Auch beim Logo sollten Sie entweder Ihre eigene Zeit oder Geld in die Hand nehmen, damit es einen seriösen Eindruck vermittelt und Sie möglichst lange begleiten kann. Im Idealfall haben Sie bereits ein Logo, das auch schon auf Firmenwagen oder der Arbeitskleidung verwendet wird. Für das Logo auf der Website sollten Sie folgende technische Anforderungen erfüllen:

  • Mindestens 112 x 112 Pixel groß
  • Ideales Dateiformat: JPG oder PNG

Aufbau einer guten Handwerker-Website

Kopfleiste und Hauptnavigation

Die Kopfleiste und die Navigation sind in der Regel die ersten Dinge, die Besucher der Website sehen. Ganz links steht in der Regel das Logo. Rechts davon befindet sich die Navigation, in der Besucher die Links zu allen wichtigen Unterseiten finden.

Dabei platziert man die wichtigsten Seiten am besten ganz links und die weniger wichtigen weiter rechts. Wichtig sind alle Seiten, die beim Kunden zu einem Auftrag führen könnten. Dazu gehören im Handwerk vor allem Leistungen, Referenzen und Bewertungen. Auf diesen Seiten sollten Kunden schnell sehen, warum Sie der beste Handwerker für den Auftrag sind. 

Wenn Sie eine einseitige Website erstellen, verschiebt sich der Bildbereich einfach zum jeweiligen Abschnitt. Genau das passiert übrigens auch, wenn Sie auf eine Überschrift in unserem Inhaltsverzeichnis klicken. Bei Websites mit vielen Unterseiten wird dagegen eine neue Seite geladen.

Wichtige Inhalte für Handwerkerwebsites

Leistungen

In diesem Abschnitt haben Sie die Lizenz zum Angeben. Was können Sie den Kunden alles anbieten? Welche Arbeiten führen Sie aus und welche Qualifikationen haben Sie? Was bieten Sie an, was Konkurrenten aus der Umgebung nicht können?

Referenzen

Hier zeigen Sie Informationen zu Aufträgen, die Sie in der Vergangenheit erledigt haben und zu Ihren Blauarbeit-Bewertungen. So können Besucher direkt sehen, ob Sie schon Erfahrungen mit ähnlichen Aufträgen haben. Fotos sind hier besonders wichtig und Sie können gut mit vorher/nachher-Vergleichen punkten. So sehen die Besucher direkt, was Sie können.

Jede Einzelreferenz sollte folgenden Aufbau haben:

  1. Name des ausgeführten Auftrags mit Auftragsort
  2. Wenn vorhanden: Zwei aussagekräftige vorher/nachher-Bilder
  3. Kurze Beschreibung des Auftrags
    • Was wurde gemacht?
    • Welche Produkte wurden eingebaut?
    • Optional: Welche Teammitglieder waren dabei?
    • Optional: Empfehlung vom Auftraggeber
  4. Wenn vorhanden: Weitere Bilder vom Auftrag

Keine Sorge, Sie müssen nicht bei jedem Auftrag einen Kameramann dabei haben. Es reicht aus, wenn Sie einen Mitarbeiter mit Erlaubnis des Auftraggebers Fotos machen lassen. Außerdem brauchen Sie nur Referenzen zu den wichtigsten Auftragsarten. Welche das sind, unterscheidet sich je nach Handwerk, sollte aber gut an Ihren Umsätzen erkennbar sein.

Team

Hier können Sie Ihr Team vorstellen. Dabei müssen Sie keinen großen Fließtext schreiben, es reicht wenn es pro Person ein qualitativ hochwertiges Fotos gibt und eine kurze Jobbeschreibung. Hier zeigen Sie Ihren Kunden, wer sich um ihre Aufträge kümmert und steigern so das Vertrauen. Das ist sehr wichtig, weil Handwerker auch Wohnräume betreten müssen.

Kontaktdaten

Die Kontaktdaten sind im Handwerk unverzichtbar, denn viele Aufträge haben ihren Anfang in einem Telefonat oder einer E-Mail. Es sollte sich also im oberen Bereich der Website immer irgendwo die Telefonnummer oder E-Mail befinden. Um Platz zu sparen kann man dafür auch einfach Symbole verwenden, zum Beispiel einen Hörer für die Telefonnummer und ein Briefsymbol für die E-Mail-Adresse. Solche kleinen Symbole haben den Vorteil, dass man sie auch auf Mobilgeräten permanent einblenden kann. Ist ein Besucher von den Referenzen oder Leistungen überzeugt, kann er direkt auf eins der Symbole klicken und Sie kontaktieren. Diese Symbole sollten Sie am besten in der Kopfleiste oder auf der rechten Seite verwenden, denn dort sind sie für die Finger auf Mobilgeräten besonders leicht zu erreichen.

Stellenanzeigen

Stellenanzeigen sind für die Kunden eher unwichtig, aber für Ihren Betrieb sehr relevant. Der Link sollte also gut sichtbar sein, hat aber nicht die gleiche Wichtigkeit wie andere Menüpunkte. Sollten Sie gerade keine Unterstützung suchen, brauchen Sie diesen Menüpunkt und Abschnitt nicht. Was genau in einer Stellenanzeige stehen sollte, erfahren Sie hier: Stellenanzeige schreiben

Die Fußleiste

In der Fußleiste platzieren Sie alle Informationen, die nicht unbedingt zu einem Auftrag führen, aber trotzdem wichtig sind. Dazu gehören zum Beispiel Links zum Impressum und zur Datenschutzerklärung. Außerdem können Sie dort auch Adresse, Telefonnummer und E-Mail noch einmal unterbringen. Diese sind im Idealfall zwar auch weiter oben zu finden, aber sie nehmen auch nicht viel Platz ein und können hier ruhig erneut erwähnt werden.

Bild: auremar / stock.adobe.com

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