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Baggerarbeiten im Garten eines Einfamilienhauses.

Baggerarbeiten und anfallende Kosten

Bild: leszekglasner / stock.adobe.com

Ob bei einem Neubau, bei Abrissarbeiten, bei größeren Neugestaltungen im Garten oder für den lange gehegten Traum eines Swimmingpools, viele Hausbauer und -besitzer benötigen Baggerarbeiten. Die großen Baumaschinen können die Arbeit zahlreicher Arbeiter mit Schaufel und Schubkarren innerhalb von Stunden erledigen und kommen je nach Modell auch in schwierig zu erreichende Gebiete. Wie jede Baumaschine kosten dabei auch Baggerstunden Geld. Die Kosten hängen von zahlreichen Faktoren wie etwa der Zugänglichkeit des Arbeitsortes oder der Bodenklasse ab, zusätzlich entstehen Zusatzkosten für Fahrer, Transport und Entsorgung. Hier erhalten Sie einen Überblick über die Kosten, die Sie beim Mieten eines Baggers für Ihr Projekt erwarten können.

Arbeitstempo nach Bodenklasse

Boden ist nicht gleich Boden – auf dieser Aussage basierend werden unterschiedliche Bodenklassen unterschieden. Während manche Böden wie Schöpfboden oder Humus sehr einfach abzubauen sind, ist dies bei bröckligem oder hartem Fels erheblich aufwendiger. Meistens findet sich bei Bauarbeiten ein Boden der Klasse 3 oder 4 (leicht lösbarer beziehungsweise mittelschwer lösbarer Boden). Je schwerer der Boden lösbar ist, desto länger braucht ein Bagger für eine Erdarbeit. In der nachfolgenden Tabelle können Sie ablesen, wie viele Minuten ein Bagger für fünf Kubikmeter Boden dieser Bodenklasse benötigt.

Bodenklasse Arbeitsdauer (für 5 Quadratmeter in Minuten)
1 (Humusboden) 25 – 50
2 (Schöpfboden) 25 – 50
3 (leicht lösbarer Boden) 50 – 100
4 (mittelschwer lösbarer Boden) 100 – 250
5 (felsartiger Boden) 250 – 400
6 (bröckeliger Fels) 350 – 450
7 (Fels) 350 – 450

Bei Boden der Bodenklasse 7 (Fels) werden zusätzlich Sprengarbeiten benötigt, da hier auch ein gut ausgestatteter Bagger nicht mehr effizient arbeiten kann.

Kosten für den Bagger

Ein Bagger wird üblicherweise auf Basis von Stunden oder Tagen gemietet. Dabei hängt der Stundensatz (auch als Baggerstunde bezeichnet) von dem Modell des Baggers ab. Ein relativ kleiner Bagger mit einem Gewicht von bis zu 3,5 Tonnen ist günstiger als ein großer, 20 Tonnen schwerer Bagger. Daneben sind auch Tagessätze oder Wochenmieten und Monatsmieten möglich. Zusätzlich gibt es bei vielen Unternehmen auch in einer Region erhebliche Preisunterschiede. Hier lohnt sich ein Vergleich unterschiedlicher Anbieter, um das für Sie günstigste Angebot mit allen für Ihr Projekt wichtigen Leistungen zu erhalten. Auf blauarbeit.de können Sie mit zahlreichen Baggerunternehmen Kontakt aufnehmen, sich beraten lassen und das für Sie perfekte Unternehmen finden.

Einen kleinen Bagger bekommen Sie häufig für 50 bis 75 Euro in der Stunde. Größere Bagger mit einem Gewicht von bis zu 20 Tonnen sind mit 75 bis 90 Euro pro Stunde deutlich teurer. Diese Kosten verstehen sich inklusive des Stundenlohns eines Fahrers, sollten Sie nur den Bagger mieten und selbst Hand anlegen, können sie etwa 20 Euro in der Stunde abziehen. Einen Bagger einen Tag lang zu mieten ist mit Kosten von 120 bis 300 Euro deutlich günstiger als eine Abrechnung auf Stundenbasis, wenn Sie den Bagger auch tatsächlich so lange benötigen. Bei einer Miete auf Wochen- oder Monatsbasis lässt sich der Tagessatz für den Bagger häufig auf bis zu 80 Euro drücken.

Bagger ohne Fahrer mieten?

Wer Geld sparen will, kommt eventuell auf die Idee, auf einen professionellen Baggerfahrer zu verzichten und selbst in die Kabine des Baggers zu steigen. Dies ist in den meisten Fällen keine kluge Idee, denn ein Bagger sieht vielleicht einfach zu bedienen aus, Bedienungsfehler können aber rasch zu erheblichen Problemen und Schäden führen. Unsachgemäß ausgeführte Baggerarbeiten stellen für weitere Bauarbeiten ein echtes Hindernis dar und lassen sich verspätet bemerkt nur schwer wieder ausbügeln. Außerdem besitzt ein tonnenschweres Baugerät erhebliches Zerstörungspotenzial. Durch ungeschickte Baggerführung eingerissene Gartenzäune oder Wände oder platt gewalzte Büsche oder Werkzeuge zahlt Ihnen später keine Versicherung. Außerdem sparen Sie wenig Geld, wenn Sie durch mangelnde Erfahrung den Bagger für mehrere zusätzliche Stunden oder Tage benötigen.

Weitere Kosten für Baggerarbeiten

Bei Baggerarbeiten fällt eine erhebliche Menge an Abraum an. Dieser muss entsorgt werden, wenn Sie ihn nicht gestalterisch im Garten einsetzen können. Die Entsorgung des Abraums ist häufig kostspieliger als das Baggern selbst. Die Entsorgung von zehn Kubikmeter Abraum kostet etwa 100 Euro für den Transport sowie 300 Euro für die Deponie. Sollten im Abraum Pflanzenreste (Wurzeln und Grasnarbe) sein, erhöhen sich die Kosten für die Entsorgung nochmals zusätzlich. Daneben können Sie mit 100 Euro Kosten für den Transport des Baggers zur Baustelle und dem Abtransport rechnen.

Kosten eines Beispielprojekts

Wenn für einen Swimmingpool 10 Kubikmeter Boden der Bodenklasse 3 ausgehoben werden, so können Sie mit folgenden Kosten rechnen.

Kostenpunkt Kosten (Euro)
Baggermiete (3,5 Tonnen, 3 Stunden, inkl. Fahrer) 180
Anlieferung und Abtransport 100
Entsorgung Abraum 400
Gesamt 680
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