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Wie sich der Stundenlohn eines Handwerkers zusammensetzt

Der Stundenlohn eines Handwerkers

Letzte Aktualisierung am 13. Juli 2022 von M. Lehmann

Für so manche Renovierung oder Reparatur im Haushalt sowie beim Hausbau schon gar nicht, kommt man um einen Handwerker nicht herum. Gerade in den letzten Jahren sind Handwerker gefragt wie nie. Gleichzeitig sorgen sich viele Auftraggeber um die Handwerkerpreise. Was sie nicht wissen: Der veranschlagte Stundensatz stellt nicht den tatsächlichen Stundenlohn des Handwerkers dar, denn dieser deckt auch die laufenden Kosten des Betriebs.

Woraus setzt sich der Preis pro Handwerkerstunde zusammen?

Natürlich schwankt der Stundenlohn für Handwerker von Region zu Region und von Betrieb zu Betrieb. In der Regel kann man bei einer Handwerkerstunde mit Kosten von 40 bis 60 Euro rechnen. Für einen Stundenlohn scheint das recht viel zu sein, immerhin liegt der Mindestlohn weit darunter. Auftraggeber werfen Handwerkern da schnell Wucher vor, sobald sie die Handwerkerrechnung erhalten. Allerdings sollte man bedenken, dass diese Handwerkerpreise sich nicht nur durch den Lohn zusammensetzen. Wir zeigen Ihnen, wie Handwerker ihren Stundensatz berechnen.

Der Stundenverrechnungssatz besteht dabei aus:

  • Lohnzusatzkosten
  • Gemeinkosten
  • Stundenlohn

Zu den Lohnzusatzkosten gehören beispielsweise Sozialversicherungsbeiträge, Lohn für Krankheitsfälle oder bezahlte Urlaubstage der Handwerker. Unter Gemeinkosten versteht man hingegen Betriebskosten, die keiner Abteilung beziehungsweise keiner Bezugsgröße speziell zugeordnet werden. Das wäre beispielsweise bei Heizung, Strom oder Wasser der Fall. Es zeigt sich also, dass der eigentliche Verdienst des Handwerksbetriebes deutlich geringer ausfällt als der Preis, der auf der Handwerkerrechnung steht. Sie sollten auch beachten, dass Kosten für Material und Anfahrt ebenfalls als Posten auf der Handwerkerrechnung aufgeführt sind.

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Stundenlohn für Handwerker je nach Beruf und Ausbildungsgrad

Welcher Stundenlohn für einen Handwerker letztendlich angesetzt ist, hängt auch vom jeweiligen Gewerk ab. Auch die Region ist entscheidend, denn auch hier schwanken die Handwerkerpreise und -gehälter, manchmal besteht sogar ein Unterschied zwischen dem Land und der Stadt. In der Regel sind die Stundenlöhne für Handwerker in den Tarifverträgen des jeweiligen Bundeslandes vorgeschrieben. Informationen dazu geben beispielsweise die Handwerkskammern heraus.

Außerdem macht es natürlich einen Unterschied, wer die jeweilige Handwerkertätigkeit schließlich auch ausführt. Ein Auszubildender hat natürlich einen geringeren Stundenlohn als ein Geselle. Führt der Handwerksmeister selbst den Auftrag aus, kann dieser selbstverständlich ebenfalls einen höheren Stundenlohn veranschlagen als der Geselle. Vergessen Sie auch nicht, dass die Kosten auf der Handwerkerrechnung natürlich steigen, wenn mehr Handwerker die Aufgaben ausführen. Natürlich sollte Ihnen bewusst sein, dass für gewisse Tätigkeiten auch einfach mehr als ein Handwerker notwendig sind.

Viele Handwerker-Stundenlöhne tariflich geregelt

Natürlich lässt sich der Handwerker-Stundenlohn nicht pauschalisiert angeben, da er, wie bereits beschrieben, individuell unterschiedlich ist. Allerdings gelten einige Gewerke als teurer als andere, das ist natürlich auch abhängig davon, was erledigt werden muss. Bei Handwerkern, die für eine kleinere Renovierung engagiert werden, wie beispielsweise Malern, ist die Handwerkerstunde meist günstiger als bei Handwerkern, die für ein großes Bauvorhaben benötigt werden, wie Elektro- und Sanitärinstallateuren, Maurern oder Dachdeckern.

Die Stundenlöhne richten sich dabei meist nach den Tariflöhnen, die regelmäßig angepasst werden:

  • Maler- und Lackierer:
    • ab 11,40 € für ungelernte Arbeiter
    • 17,51 € Ecklohn (3. Gesellenjahr)
    • 20,14 € für Vorarbeiter
    • bis 23,14 € für hochqualifizierte Meister
  • Elektriker, Elektrohandwerk:
    • 15,54 € nach der Ausbildung
    • 18,31 € Ecklohn
    • 31,10 € für Hochqualifizierte mit Master Professional oder Studium
  • Dachdecker:
    • 14,80 € für ungelernte Arbeiter
    • 19.52 € Ecklohn
    • 22,45 € für Vorarbeiter
    • 33,82 € für hochqualifizierte Meister
  • Sanitär/Heizung/Klima/Klempner:
    • bis 15,66 € für Montagehelfer
    • 19,61 € Ecklohn (4. Berufsjahr)
    • 20,06 bis 29,60 € für Meister

Was ist der Ecklohn?

Der Ecklohn ist der Normallohn für einen über 21 Jahre alten Facharbeiter der untersten Tarifgruppe. Er wird als Grundlage für die Berechnung der anderen Lohngruppen genutzt.

Niedriger Stundensatz kann Anzeichen für Schwarzarbeit sein

Natürlich sollten Sie bei der Handwerkerwahl verschiedene Betriebe vergleichen, um den richtigen Handwerker zu finden. Lassen Sie sich aber nicht zwangsläufig nur vom Stundensatz der Handwerker beeinflussen, denn nicht immer ist der günstigste Betrieb auch der beste. Gleichzeitig sollten Sie besonders dann aufmerksam werden, wenn der Preis im Angebot auffällig niedrig ist. Denn das kann ein Anzeichen für Schwarzarbeit sein. Sollten Betriebe die gesetzlichen Mindestlöhne bei ihren Mitarbeitern unterschreiten, machen sie sich damit strafbar. Gleichzeitig können auch Auftraggeber sich schuldig machen, sofern sie wussten, dass der Betrieb Schwarzarbeit ausübt. Zuverlässige Dienstleister erkennen Sie an verschiedenen Faktoren. Wichtig ist vor allem, die Handwerkerrechnung nicht bar zu bezahlen, sondern stets zu überweisen.

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