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Elektroniker bei der Arbeit mit Kabeln

Der Elektroniker– installieren, warten, reparieren

Letzte Aktualisierung am 2. November 2020 von Max Lehmann

Elektroniker ist ein Beruf aus den Bereichen der Elektronik und der Elektrotechnik. Hier gibt es sehr viele verschiedene Fachrichtungen, sowohl in Industrie und Handel als auch im Handwerk. Folgende Spezialisierungen können in den entsprechenden Fachrichtungen gewählt werden:

  • Gebäude- und Infrastruktursysteme
  • Informationselektroniker
  • Gebäude- und Energietechnik
  • Betriebstechnik
  • Automatisierungstechnik
  • Telekommunikations- und Informationstechnik
  • Systemelektroniker

In den nächsten Abschnitten wird der Job des Elektronikers etwas genauer unter die Lupe genommen. Wie hoch beläuft sich die Ausbildungsvergütung und mit welchem Gehalt kann danach gerechnet werden? Welche Aufgaben hat man als Elektroniker und welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es? 

Was macht ein Elektroniker?

Als Elektroniker arbeitet man, wie im Begriff schon erhalten, mit Elektronik. Das heißt, man ist dafür zuständig, elektrische Anlagen zu erstellen und installieren. Des Weiteren gehören zu dem Aufgabenfeld die Montage und Verkabelung von elektropneumatischen und teilweise mechanischen Teilen. Auch der Aufbau von Schaltschränken kann eine Aufgabe darstellen. Wie sich die Arbeit aber genau zusammensetzt, entscheidet die Fachrichtung. So kümmert sich ein Elektroniker in der Haustechnik zum Beispiel um Klimaanlagen, Beleuchtungssysteme oder Haushaltsgeräte, während ein Elektroniker in der Industrie sich mehr um automatisierte Anlagen oder industrielle Schaltanlagen kümmert. Zusammenfassend kann man sagen, dass der Elektroniker stets ein Fachmann für elektrische Systeme ist, eine gute Handfertigkeit und Geschick aufweist und fundierte Kenntnisse in der Elektronik hat. Außerdem kennt er sich in der Handhabung von Werkzeugen für die Wartung, Prüfung und Installation von elektrischen Systemen aus.

Wie wird man Elektroniker? Voraussetzung und Gehalt

Um Elektroniker werden zu können, braucht man einen Realschulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss. Vor allem technisches Verständnis und handwerkliches Geschick sind in diesem Berufsfeld von Bedeutung. Die Ausbildung zum Elektroniker dauert um die 3,5 Jahre. Je nach Lernfähigkeit und Leistung kann diese Zeit aber auch verkürzt werden. In der Ausbildungszeit erhalten Elektroniker im Durchschnitt eine Vergütung von 700 bis 900 €. Die Vergütung steigt entsprechend dem Ausbildungsjahr. Wenn man die Höhe des Gehalts mit anderen Ausbildungsberufen im Handwerk vergleicht, ist sie sehr hoch. Nachdem die Ausbildung erfolgreich absolviert wurde, kann mit folgenden Gehältern gerechnet werden:

Berufserfahrung Durchschnittliches
Bruttogehalt

0-3 Jahre

2.906 €

3-6 Jahre

2.995 €

7-9 Jahre

3.108 €

ab 9 Jahren

3.401 €

Bruttogehalt gestaffelt nach Berufserfahrung

In dieser Tabelle handelt es sich um das durchschnittliche Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Tabelle gibt lediglich eine grobe Idee von der Gehaltshöhe eines Elektronikers. Natürlich kann das Gehalt je nach Arbeitgeber, Region und Fachbereich variieren.

Während der Ausbildung zum Elektroniker die Auszubildenden bereits in handwerkliche Arbeitsprozesse mit eingebunden. Es kann neben der Unterstützung erfahrener Kollegen sogar schon zu selbstständigen Arbeiten kommen. Da die Leistungen somit wirtschaftlich verwertbar sind, können diese in der Rechnung berücksichtigt werden. In der folgenden Tabelle werden die Richtwerte hierfür aufgelistet.

Ausbildungsjahr % des Stundenverrechnungssatzes der Gesellen
1

45 

2

55

3

65

4

75

Stundenlohn eines Elektronikers– Zusammensetzung und Überblick

Es gibt einen tariflich festgelegten Mindestlohn für Elektroniker, der nicht unterschritten werden darf. Dieser liegt bei 11,90 € die Stunde. Dieser Lohn soll 2021 auf 12,40 € ansteigen.

Wenn Sie zu Hause einen Elektroniker benötigen, kann dieser für eine Stunde schon einmal 50 € – 60 € berechnen. Auch wenn der hier eben aufgeführte Stundenlohn weitaus niedriger ist, wurden dabei die ganzen Abgaben noch nicht miteinbezogen. So setzt sich der zu zahlende Betrag folgendermaßen zusammen:

  • Mehrwertsteuer
  • Gemeinkosten – Versicherungen, Abschreibung, Kfz
  • Lohnzusatzkosten
  • Gewinn
  • Miete, Unternehmerlohn
  • Stundenlohn

Weiterbildungsmöglichkeiten

Ausgebildete Elektroniker haben zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese reichen von der Meisterprüfung bis hin zum berufsbegleitenden Studium. Weiterbildungen sind sehr lukrativ, da sie die Chance auf eine enorme Gehaltserhöhung bieten. Jeder Fachbereich bietet spezifische Weiterbildungsmöglichkeiten. Als ausgebildeter Elektroniker im Fachbereich Betriebstechnik kann man beispielsweise über eine Weiterbildung in den Bereichen Montagemechanik, Betriebstechnik, Anlagenmontage oder Kesselwartung nachdenken. 

Allgemein, unabhängig von der Fachrichtung, kann über eine Weiterbildung zum Fachwirt oder zum Meister nachgedacht werden. Fachwirte können Führungsaufgaben übernehmen und bekommen ein besseres Gehalt. Der Meister kann in den folgenden zwei Bereichen absolviert werden: Industriemeister Elektrotechnik oder Elektrotechnikmeister. Das durchschnittliche Jahresgehalt eines Elektrotechnikmeisters beträgt in Deutschland 45.300 €. Das ist fast das Doppelte von dem, was ein Elektroniker direkt nach seiner Ausbildung verdient. Weiterbilden lohnt sich also immer!

Warum einen Elektroniker zur Hilfe nehmen?

Elektroniker haben nicht nur eine intensive Ausbildung in dem was sie tun, sondern oft auch schon einiges an Erfahrung in ihrem Bereich sammeln dürfen. Wenn es um Elektronik geht, spielt Strom immer eine Rolle. Es ist ratsam, wenn man nicht genügend Wissen und Erfahrung in diesem Bereich hat, hier nicht selbst Hand anzulegen. Denn Arbeiten mit Strom sind immer mit Gefahren verbunden. Selbst wenn Verkabelungen und Installationen auf den ersten Blick einfach erscheinen, besitzt man als Laie nicht genügend Wissen und Erfahrung um diese ohne Risiko vorzunehmen. Kabelbrände, Überspannungsschäden und Stromschläge sind nicht zu unterschätzende Gefahren. Wenn Elektriker zur Hilfe geholt werden, kann man sich auf die Richtigkeit und Gründlichkeit der Arbeit verlassen und erhält zusätzlich eine Versicherung über die Leistung und eine Herstellergarantie.

Bild: wip-studio / stock.adobe.com

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