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Bei einer Bauendreinigung wird die Baustelle abschließend gereinigt.

Bauendreinigung: Definition, Umfang & Kosten

Wo gearbeitet wird, entsteht unvermeidbar Schmutz. So auch bei einem Neubau, einem Anbau, einem Umbau oder bei Renovierungsarbeiten in und an Wohnungen oder Häusern. Um die Wohnung oder das Haus nach diesen Bauarbeiten wieder vom Schmutz zu befreien und bewohnbar zu machen, bietet sich eine Bauendreinigung an.

Bauendreinigung – Definition und Leistungsspektrum

Die Bauendreinigung wird nach Fertigstellung aller geplanten Bau-, Renovierungs- oder Sanierungsarbeiten durchgeführt. Je nach Reinigungsanbieter wird diese spezifische Art der Baureinigung auch mit den Begriffen der Bauabschlussreinigung oder Baufeinreinigung bezeichnet.

Ziel der Bauendreinigung ist es, Ihr Gebäude oder Ihre Wohnung nach den erfolgten Bauarbeiten wieder in einen nutzbaren und bezugsfertigen Zustand zu versetzen. Es werden dabei Verschmutzungen aller Art entfernt, die während der Bauarbeiten im und am Gebäude entstanden sind. So werden beispielsweise alle Oberflächen, Fenster, Wände und Böden vom entstandenen Handwerksschmutz befreit. Hierzu zählt die Entfernung von Bohrstaub, Lack- und Farbspritzern sowie Mörtel- und Zementresten. Außerdem werden Wasserflecken sowie Schlieren entfernt und die Flächen staubfrei gemacht. Des Weiteren werden überschüssige Fugendichtmassen sowie sämtliche Baureste wie Etiketten, Klebebänder oder Schutzfolien entfernt. Hinzu kommt die Reinigung von allen im Haus oder in der Wohnung befindlichen Türen, Leisten, Steckdosen und Lichtschalter sowie sämtlicher Sanitäranlagen. Diese fallen ebenfalls unter das vielseitige Leistungsspektrum der Bauendreinigung.

Neben diesen umfassenden Reinigungsleistungen werden im Zuge der Bauendreinigung auch die Heizkörper und Lampen sowie die neu verlegten Bodenbeläge mit Imprägnierungsmitteln oder Pflegemitteln gepflegt. Bei Bedarf werden im Rahmen der Bauendreinigung auch die verschiedenen Oberflächen auf entstandene Mängel untersucht. So haben Sie die Möglichkeit, vor der schlussendlichen Bauabnahme korrigierende Arbeiten vornehmen zu lassen.

Was ist der Unterschied zwischen Baugrobreinigung, Baufeinreinigung und Grundreinigung?

Im Rahmen der Reinigungsleistungen, die von professionellen Unternehmen angeboten werden, wird unter anderem zwischen der Baufeinreinigung, der Baugrobreinigung sowie der Grundreinigung differenziert:

Baugrobreinigung

Die Baugrobreinigung, die auch als Bauzwischenreinigung bekannt ist, erfolgt noch während der Bauphase. Die Baugrobreinigung wird somit parallel zu den stattfindenden Bauarbeiten vorgenommen. In den meisten Fällen wird eine Baugrobreinigung immer dann durchgeführt, wenn ein Bauabschnitt der Bauphase abgeschlossen wurde und die Baustelle anderen HandwerkerInnen für den nächsten Bauabschnitt übergeben werden soll. Dabei verfolgt die Bauzwischenreinigung das Ziel, die Baustelle für die Tätigkeiten der nächsten HandwerkerInnen vorzubereiten. Das soll ihnen folglich die Arbeit erleichtern. Zudem können mithilfe der Baugrobreinigung auch mögliche Baumängel bereits während des Bauprozesses sichtbar gemacht werden. Konkret umfasst die Baugrobreinigung die umweltschonende und fachgerechte Entfernung von herumliegendem Bauschutt und allen Restwerkstoffen, die sich noch in den Räumlichkeiten und gegebenenfalls auch rund um das Haus befinden. Demnach werden im Rahmen der Baugrobreinigung beispielsweise herumliegende Steine sowie Holz-, Gips- und Mörtelreste aufgeräumt. Auch herumliegende Verpackungsmaterialien und Folien sowie Chemikalien und grobe Bauverschmutzungen werden im Zuge dessen fachgerecht entsorgt.

Baufeinreinigung

Im Gegensatz zur Baugrobreinigung findet die Baufeinreinigung nicht während, sondern nach der Fertigstellung der Bauarbeiten statt. Daher ist die Baufeinreinigung auch unter dem klassischen Begriff der bereits beschriebenen Bauendreinigung oder der Bauschlussreinigung bekannt.

Grundreinigung

Nachdem die Bauarbeiten abgeschlossen sind und Ihre Wohnung oder Ihr Haus mithilfe der Baufeinreinigung wieder staubfrei und bezugsfertig gemacht wurde, rückt eine Grundreinigung in den Fokus der Betrachtung. Denn eine Grundreinigung, die auch als Frühjahrsputz oder Intensivreinigung bezeichnet wird, wird in der Regel einmal bis zweimal pro Jahr durchgeführt. Sie umfasst vielseitige und umfassende Reinigungsleistungen, die bei sonstigen Putzarbeiten meist missachtet oder vergessen werden. Demnach handelt es sich bei der Grundreinigung um eine deutlich umfassendere Reinigung, als es vergleichsweise bei der regelmäßig stattfindenden Unterhaltsreinigung der Fall ist. Konkret umfasst die Grundreinigung die gründliche Reinigung aller in der Wohnung oder im Haus befindlichen Bodenbeläge, Türen und Fenster. Zudem werden sämtliche Heizkörper und Lampen sowie alle Leisten, Steckdosen und Lichtschalter vom Schmutz befreit. Ebenfalls zur Grundreinigung zählen die Säuberung aller Sanitärräume, Polster, Möbel und Schränke sowie das Waschen sämtlicher Gardinen.

Kann eine Bauendreinigung selbst vorgenommen werden?

Grundsätzlich kann eine Bauendreinigung von Ihnen selbst vorgenommen werden. Allerdings erfordert diese nicht nur die richtigen Reinigungsmittel, sondern auch ein grundlegendes Fachwissen bezüglich des Einsatzes und des Umgangs mit verschiedenen Pflegemitteln und Reinigungsmethoden. Denn um den hartnäckigen Bauschmutz und Baustaub sowie festsitzende Lack- und Farbspritzer sowie Zement- und Mörtelreste zu entfernen, sind passende und adäquate Reinigungsmittel, Reinigungsmaterialien sowie Reinigungsmethoden erforderlich. Kommen hierbei die falschen Methoden, Mittel oder Materialien zum Einsatz, können diese unter Umständen unschöne und irreparable Schäden an den Oberflächen hinterlassen.

Sollten Sie daher über dieses fachmännische Wissen verfügen und sich mit Reinigungsmitteln, Reinigungsmethoden und Reinigungsmaterialien auskennen, so kann eine Baureinigung auch von Ihnen selbst durchgeführt werden. Allerdings sollten Sie hierbei stets den Nutzen und die Einsparungen sowie alle entstehenden Mehrkosten in Betracht ziehen, die eine selbst durchgeführte Baureinigung gegenüber einer professionellen Baureinigung mit sich bringt.

Ist dieses Wissen bei Ihnen jedoch nicht vorhanden, ist es ratsam, auf eine professionelle Bauendreinigung zurückzugreifen. Denn diese spart Ihnen am Ende nicht nur Nerven, sondern auch Kosten ein. Eine professionelle Reinigung durch den Fachbetrieb beugt außerdem der Entstehung von irreparablen Schäden vor. Hinzu kommt, dass Sie sich als BauherrIn meist mit vielen verschiedenen Entscheidungen und anderen organisatorischen Aufgaben während der Baustelle konfrontiert sehen. Und das selbst dann, wenn die meisten Bauarbeiten am Haus bereits erledigt sind.

Aufgrund dieser vielseitigen, umfassenden und zeitintensiven Aufgaben, bleibt Ihnen am Ende meist nicht mehr viel Zeit fürs Putzen übrig. Allerdings kommt gerade dem regelmäßigen Putzen auf einer Baustelle eine große Bedeutung zu. Denn entstandene Baumängel, lassen sich in einer staubigen und verschmutzen Umgebung deutlich schlechter erkennen, als vergleichsweise in einer Sauberen. So bleiben auf einer staubigen Baustelle mögliche Baumängel oftmals unbemerkt. Um dies zu vermeiden und Baumängel bereits frühzeitig erkennen zu können, ist der Rückgriff auf eine professionelle Unterstützung bei der Bauendreinigung ebenfalls Gold wert.

Bauendreinigung – Preise

Mit welchen Kosten Sie bei einer Bauendreinigung rechnen müssen, ist unter anderem von der jeweiligen Verrechnungsart abhängig. Dabei wird grundsätzlich zwischen der Abrechnung nach Stunden beziehungsweise der Abrechnung nach der Quadratmeterzahl unterschieden. Die Kosten für eine Bauendreinigung belaufen sich dabei je nach Anbieter auf etwa 30 bis 40 Euro pro Stunde beziehungsweise auf etwa 3 bis 5 Euro pro Quadratmeter. Ob Sie bei der Verrechnungsart auf einen Stundenpreis oder eine Berechnung pro Quadratmeter zurückgreifen sollten, ist grundsätzlich von der zu reinigenden Fläche abhängig. Bei kleineren Flächen unter 100 m² ist es dabei lohnenswert auf einen Stundenpreis zurückzugreifen. Denn bei einer Berechnung über die Quadratmeterzahl würde hierfür meist ein Zuschlag berechnet werden. Bei Flächen über 100 m² ist hingegen eine Berechnung über die Quadratmeterzahl lohnenswert. In der Regel werden die Kosten pro Quadratmeter mit zunehmender Grundfläche oftmals günstiger.

So belaufen sich die Kosten für die Bauendreinigung einer 135 m² großen Fläche über die Quadratmeterberechnung beispielsweise auf etwa 843 Euro. Dies entspricht einem Quadratmeterpreis von 6,25 Euro. Soll hingegen eine Fläche von etwa 100 m² gereinigt werden, werden je nach Aufwand etwa 20 Stunden benötigt. Bei einem durchschnittlichen Stundenlohn von 25 Euro pro Stunde würden sich die Kosten bei einer Stundenabrechnung hierbei auf 700 Euro belaufen. Da die schlussendlichen Kosten jedoch stark von den Umständen der Bauendreinigung abhängig sind, sind der benötigte Zeitaufwand sowie die entstehenden Kosten für Laien meist schwer einzuschätzen. Denn je nach Verschmutzungsmenge, benötigter technischer Geräte oder einer möglichen Gefahrenzulage können die Kosten unterschiedlich hoch ausfallen. Hinzu kommen Anfahrtskosten des Unternehmens, welche die schlussendlichen Kosten zusätzlich beeinflussen können. Demnach sollten Sie sich vorab stets ein Angebot über die anfallenden Kosten der Bauendreinigung einholen.

Bild: lulu / stock.adobe.com

 

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