Mann repariert die Gasheizung

Wann werden Gasheizungen verboten?

Letzte Aktualisierung am 20. Juni 2022 von M. Lehmann

Bild von Tomasz Zajda – stock.adobe.com

Ab dem 01. Januar 2025 soll ein generelles Verbot der bisher gängigen Gasheizung in Kraft treten. Laut Gebäudeenergiegesetz und dem Klimaschutzgesetz 2030 müssen ab diesem Tag alle neuen Heizkessel mit einem Minimum von 65 Prozent erneuerbaren Energien gekoppelt sein. Unter bestimmten Bedingungen müssen auch alte ausgetauscht werden.

Ausbau der alten Gasheizung

Dieses Gesetz gilt für Neu- und Altbauten. Ein Ausbau der alten Heizungsanlage ist also, laut der Austauschpflicht des Gebäudeenergiegesetzes, zu erfolgen. Dies bezieht sich auf alle Heizkessel mit dem Baujahr 1992 oder älter. Dennoch gibt es einige Ausnahmen für diese Regelung, so sind Hauseigentümer, die ihr Eigentum vor dem 01. Februar 2002 erworben haben, von der Austauschpflicht befreit. Des Weiteren müssen Festbrennstoffkessel, Warmwasserbereiter und auch Einzelraumheizungen nicht ausgetauscht werden. Auch Konstanttemperaturtechnik-Heizkessel und Heizungen, die eine kW-Leistung dies sich unter den Werten 4 – 400 kW befinden, sind von diesem Gesetz nicht betroffen und können weiter betrieben werden.

Alternative Heizungsformen

Es gibt sechs mögliche Alternativen:

Bei Fernwärme kann es sich um ein Nebenprodukt unterschiedlicher Vorgänge handeln, beispielsweise die Produktion von Strom oder die Verbrennung von Müll. Auch Wärmepumpen und Solarthermie sind für die Produktion von Fernwärme von Bedeutung. In diesem Heizungstyp ist Wasser das Hauptmedium, das die Energie durch die Leistungen transportiert, da es effizient viel Wärme speichern kann. Allerdings ist die Entfernung, in welcher sie transportiert werden kann, gering. Sie beträgt nur bis zu 30 km. Demnach ist eine Nähe zum Energieproduzenten notwendig. Bei der Solarthermie ist erst einmal der Besitz oder die Anschaffung von Solarzellen vorausgesetzt. Hierbei wird die natürliche Energie der Sonneneinstrahlung über die Solarkollektoren der Anlage verwendet, um die Heizungsanlage zu betreiben. Wärmewellen finden in der Infrarotheizungstechnik ihre Verwendung. Dabei handelt es sich um Infrarotstrahlen, elektromagnetische Wellen, welche angestrahlte Flächen erwärmen. Hierbei wärmt die Heizung nicht den Raum, sondern die Gegenstände, welche sich im Raum befinden, diese wiederum geben diese Wärme dann an ihre Umgebung ab. Eine Wärmepumpe funktioniert nach dem Energieaustauschprinzip, Wärmeenergie wird aus der Umwelt entzogen und in einen Wärmeaustauscher eingeleitet. Hier gibt es drei unterschiedliche Arten von Pumpen: Luft, Wasser und Erde. Die Brennstoffzellenheizung ist eine stromerzeugende Heizungsart, in der Wasserstoff mit Sauerstoff reagiert und so die benötigte Energie produziert. Dabei entsteht nicht nur Wärme, sondern auch andere Energie. In den klassischen Holzheizungen hingegen wird Holz bzw. Pellets verbrannt, um die Wärmeenergie zu erzeugen.

Vorteile und Nachteile eines frühen Umstiegs

Anfang 2020 wurden die staatlichen Abgaben für den Strom gesenkt und ab 2023 sollen sie zur Gänze gestrichen werden. Somit spart man in diesem Bereich zusätzlich bei einem Einbau einer umweltfreundlicheren Alternative. Allerdings sind die Kosten für die Alternativen hoch, im Falle einer Wärmepumpe bis zu 24.000 Euro, manche Arten sind auch nur bedingt für die Modernisierung von Altbauten geeignet. Im Bereich der Kosten ist aber bereits für Entlastung durch den Staat gesorgt. Es werden 35 Prozent der Gesamtkosten bei einem Neueinbau einer Wärmepumpenanlage übernommen, bei einem Tausch von Gas- zu Wärmepumpenheizung 45 Prozent. Auch bei Holzheizungen werden bis zu 45 Prozent der Kosten übernommen. Die Solarthermie wird mit mindestens 1500 Euro für Privatanlagen gefördert, wobei die notwendigen Solaranlagen ebenfalls staatliche Fördermittel erhalten. Zudem werden in den kommenden Jahren aufgrund des langsamen Versiegens der fossilen Brennstoffe die Kosten für diese ansteigen, was einen Kostenmehraufwand bei dem Betrieb von Gas- bzw. Ölheizung zur Folge haben kann.

Unser Fazit

Es lohnt sich definitiv, schon jetzt eine Alternative vom Blauarbeit-Heizungsbauer durchrechnen lassen und einen Umstieg zu planen. Leider sind längere Wartezeiten durch den derzeitigen Fachkräftemangel möglich, daher raten wir Ihnen zu einer möglichst frühen Eingabe Ihres gewünschten Auftrages.

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