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Pufferspeicher – Kosten und richtige Größe

Letzte Aktualisierung am 27. Juni 2022 von Max Lehmann

Bild von caifas – stock.adobe.com

Jede Heizungsanlage, egal, ob es sich hierbei um eine Gas-, Pellet- oder Ölheizung handelt, erzeugt neben der benötigten Heizenergie auch überschüssige Energie. Damit diese nicht verloren geht, bietet sich der Einbau eines Pufferspeichers an. Denn dieser ist in der Lage, ein Großteil der überschüssigen Energie aufzunehmen und dadurch die Differenz zwischen der verbrauchten und der erzeugten Heizenergie auszugleichen. Dank dieses Energieausgleichs erhöhen Sie den Wirkungsgrad Ihrer Heizungsanlage und setzen deutlich weniger Emissionen frei. So schonen Sie nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern zeitgleich auch die Umwelt. Hinzu kommt, dass durch die Speicherung der überschüssigen Energie verhindert wird, dass der Heizbrenner für die Erzeugung eines geringen Wärmebedarfs kurz anspringen muss. Die hierfür benötige Energie kann aus dem Speicher entnommen werden, wodurch Ihre Heizungsanlage geschont und deren Lebensdauer erhöht wird. Dank dieser zahlreichen Vorteile kommt die Technik des Pufferspeichers heutzutage bei den verschiedensten Heizungsarten zum Einsatz und wird bei Ölheizungen ebenso angewandt wie auch bei Solarthermie, bei Wärmepumpen, bei Blockheizkraftwerken oder bei Holzheizungen. Denn bei Heizungen, bei denen die Wärmegewinnung auf nicht-fossilen Energieträgern basiert, kann ein integrierter Pufferspeicher nicht nur für mehr Effizienz, sondern auch für mehr Komfort sorgen.

Funktion

Ein gut gedämmter und mit Heizungswasser befüllter Tank bildet das Herzstück eines Pufferspeichers. Dabei hat insbesondere das Heizungswasser im Tank die zentrale Aufgabe, die überschüssige thermische Energie, die von der Heizungsanlage erzeugt wird, aufzunehmen, wenn diese im Haushalt gerade nicht benötigt wird. Wird durch den Brenner Ihrer Heizungsanlage also Energie erzeugt, die Sie zu diesem Zeitpunkt nicht benötigen, wird durch die überschüssige Heizenergie das Wasser im Inneren des Pufferspeichers erwärmt. Denn Wasser besitzt die einzigartige Eigenschaft, Wärme speichern und diese dann über einen längeren Zeitraum wieder langsam abgeben zu können. Was also im Kleineren auch bei einer Wärmflasche super funktioniert, können Sie sich auch für Ihre Heizung zunutze machen.

Demnach stellt das im Pufferspeicher enthaltene Wasser sicher, dass von der erzeugten Energie des Brenners Ihrer Heizung so wenig wie möglich verpufft. Die so bevorratete Energie kann bei Bedarf wieder sukzessive in den Heizkreislauf zurückgeführt und zum Heizen verwendet werden. Im Zuge dessen strömt das im Puffer enthaltene, heiße Wasser über die Wärmeübertrager oder Heizflächen des Haushalts ab. Dabei nimmt die Temperatur des Wassers langsam ab und fließt abgekühlt wieder zurück in den Speicher. Durch diesen Vorgang gehen die Speichertemperatur sowie der Energievorrat langsam wieder zurück.  Erst, wenn Ihre Heizungsanlage wieder überschüssige Energie erzeugt, wird das Wasser im Pufferspeicher erneut erwärmt.

Es besteht hierbei auch die Möglichkeit, die im Pufferspeicher bevorratete Energie mithilfe eines Wärmetauschers nicht nur zum Heizen, sondern auch zur Warmwassererzeugung einzusetzen. In diesem Fall fließt das Heizungswasser nicht nur durch den Pufferspeicher, sondern zusätzlich auch über einen Wärmetauscher. Daher ist im Zuge dessen auch von einem Kombispeicher die Rede. Dieser speichert nicht nur die überschüssige Heizwärme, sondern sorgt zudem auch für die Warmwassererzeugung in Ihrem Haushalt. 

Kosten und Fördermittel

Wie viel ein Pufferspeicher konkret kostet, ist insbesondere von der Größe des Speichers sowie dessen Verwendung abhängig. Denn ein Pufferspeicher, der als Kombispeicher auch zur Warmwassererzeugung angewandt werden soll, kostet deutlich mehr als nur ein einfacher Speicher. Gleiches gilt auch für die Größe des Speichers, wobei die Kosten mit zunehmendem Fassungsvolumen ebenfalls ansteigen. Die Kosten für einen normalen Pufferspeicher mit einer Füllmenge von 500 Litern liegen im Schnitt inklusive der Montage bei etwa 500 Euro. Da Heizungssysteme mit integriertem Pufferspeicher deutlich energieeffizienter arbeiten und sparsamer betrieben werden können, amortisieren sich diese bereits mittelfristig wieder. Kombispeicher in einer Größe von 500 bis 1.000 Liter erhalten Sie je nach Ausstattung für 1.000 bis 3.000 Euro.

Um die entstehenden Kosten für die Anschaffung eines Pufferspeichers zu reduzieren, bietet es sich an, sich mit dem Thema der zur Verfügung stehenden staatlichen Fördermittel auseinanderzusetzen. Denn das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) unterstützt die Investition in einen Pufferspeicher mit einem Zuschuss in Höhe von 20 % der förderfähigen Kosten. Damit Sie diesen Zuschuss erhalten, müssen Sie einen hydraulischen Abgleich durchführen lassen. Zudem muss der Pufferspeicher gemäß der EU-Verordnung Nr. 811/2013 eine Energieeffizienzklasse von A oder A+ aufweisen, um die Zuschüsse der BAFA zu erhalten. Zusätzlich zu den Zuschüssen der BAFA, lassen sich die förderfähigen Kosten für einen Pufferspeicher durch den iSFP-Bonus nochmals um weitere fünf Prozent reduzieren. Um diesen Bonus zu erhalten, muss der Einbau des Speichers im Rahmen eines individuellen Sanierungsfahrplans erfolgen. Wichtig ist hierbei jedoch, dass Sie die BAFA-Zuschüsse sowie den iSFP-Bonus vor dem Einbau des geplanten Pufferspeichers beantragen und sich rechtzeitig mit dem Thema Fördermittel auseinandersetzen. Denn nur so können Sie die entstehenden Kosten für Ihren Pufferspeicher durch die zur Verfügung stehenden staatlichen Fördermittel senken.

Wie berechnet man die nötige Größe?

Die Größe des Pufferspeichers muss auf Ihr Gebäude sowie Ihre Heizung abgestimmt sein, um eine bestmögliche Effizienz ermöglichen zu können. Dabei ist die optimale Größe eines Pufferspeichers grundlegend von der Anzahl der Hausbewohner sowie ihren persönlichen Bedürfnissen abhängig. Hinzu kommen die vorhandene Wärmedämmung und das energetische Gesamtkonzept des Hauses, welche ebenfalls einen Einfluss auf die nötige Größe des Speichers haben.

Als Faustregel gilt hierbei, dass Sie pro Kilowatt Heizleistung mit einem Speichervolumen von 60 bis 70 Litern rechnen sollten. Ein 500-Liter-Tank, der in etwa die Größe eines Gefrierschrankes aufweist, reicht nach dieser Berechnung in der Regel für eine vierköpfige Familie gut aus. Gerne ermitteln Ihnen auch erfahrene Experten, welche Sie ganz einfach und schnell bei Blauarbeit finden, die benötigte Größe Ihres Pufferspeichers und kümmern sich anschließend auch um einen fachmännischen Einbau des Speichers.

Besonderheiten bei Solarthermie

Im Rahmen einer Solarthermieanlage muss berücksichtigt werden, dass die Zeiten der höchsten Energieausbeute selten mit den Zeiten des höchsten Wärmebedarfs zusammenfallen. Damit Sie es jedoch auch abseits der höchsten Energieausbeute schön warm haben, muss die erzeugte Wärme für diese Zeiten bereitgehalten werden. Dies kann mithilfe eines Pufferspeichers geschehen, der Sie auch morgens und abends mit der notwendigen Wärme versorgt. Damit ein Pufferspeicher auch Solarwärme aufnehmen kann, muss dieser in den meisten Fällen mit einem zusätzlichen Rohrwärmeübertrager ausgestattet werden. Dieser wird im Inneren des Speichers angebracht und sorgt dafür, dass die heiße Solarflüssigkeit getrennt vom Heizwasser durch den Behälter geleitet wird. So wird eine Vermischung der Solarflüssigkeit mit dem Heizwasser verhindert. Pufferspeicher, die mit einem zusätzlichen Wärmeübertrager für Solarthermie ausgestattet sind, erhalten Sie für 500 bis 1.000 Euro.

Besonderheiten bei Wärmepumpen

Bei Wärmepumpen gilt zu beachten, dass die Energieversorgungsunternehmen die Stromversorgung hierfür jederzeit unterbrechen können. Dies dient zu Zeiten, in denen die Stromnachfrage besonders hoch ist, zur Entlastung des Netzes. Während dieser Sperrzeiten wird die Heizung dann zeitweise vom Netz getrennt, sodass mit der Wärmepumpe keine Heizwärme mehr erzeugt werden kann. Um auch diese Zeit optimal überbrücken zu können, bietet sich der Einsatz eines Pufferspeichers an. Damit der Pufferspeicher die Sperrzeiten auch richtig überbrückt, muss dieser eine geeignete Speichergröße aufweisen. Die minimale Speichergröße zur Überbrückung der Sperrzeiten können Sie mit der Formel (Heizleistung der Wärmepumpe x Überbrückungszeit) / (Temperaturdifferenz zwischen Rücklauf und Vorlauf x 1,163 Wh/kg K) bestimmen. Hieraus errechnet sich die benötigte Masse des Pufferspeichers in Kubikmeter.

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