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Buchenholz – ein echter Klassiker

Letzte Aktualisierung am 12. Februar 2021 von M. Lehmann

Bei den heimischen Holzarten gehört die Buche zu den Favoriten. Im Vordergrund steht dabei die Rotbuche. Im Vergleich dazu hat die Hainbuche bzw. Weißbuche andere Eigenschaften, daher gehört sie nicht zum typischen Buchenholz. Hainbuche kommt wegen ihrer Härte vorwiegend im Werkzeug- und Instrumentenbau zum Einsatz. Sie ist allerdings seltener zu finden als die Rotbuche.

Maserung und Farbe von Buchenholz

Bei allen Buchen handelt es sich um Reifholzbäume. Große Unterschiede zwischen Kern- und Splintholz sind nicht festzustellen. Die Maserung der Holzstrahlen kann feiner oder breiter sein. Die Jahresringe heben sich deutlich hervor und können einen welligen Verlauf haben.
Die Rotbuche hat eine weißlich-graue, blassgelbe oder rötliche Färbung. Bei gedämpftem Buchenholz zeigt sich eine rötliche Farbe.

Typische Eigenschaften

Die Rotbuche hat einen hohen Härtegrad und ist extrem zäh. Entsprechend schwer und tragfähig ist das Buchenholz. Dafür ist es nicht sehr elastisch. Die Schwindung ist relativ stark. Im Anschluss an die Dämpfung hat das Holz eine gute Biegefähigkeit, da es bei dieser Behandlung seine Formstabilität verliert. Beim zu schnellen Trocknen kann das Buchenholz leichter reißen.
Durch die nicht wetterfesten Eigenschaften ist Buche relativ anfällig für Pilze und Insektenbefall. Bei ungedämpfter Buche erhöht sich außerdem die Gefahr von Verstockung, wenn keine trockene Lagerung gewährleistet ist.

Anwendungsmöglichkeiten

Buchenholz eignet sich hervorragend als Furnierholz und ist deshalb in der Möbelherstellung stark nachgefragt. Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Sperrholzproduktion. Im gebogenen Zustand bietet sich Buche für Sitzmöbel an. Gerade Holzelemente kommen in Form von Bodenbelägen oder Treppen zum Einsatz. Neben diesen typischen Verwendungen für Rotbuche eignet sich diese Holzart für kleine Geräte und Objekte, beispielsweise für:

  • Küchenutensilien wie Nudelholz,
  • Schneid- und Frühstücksbrettchen,
  • Werkzeuggriffe,
  • Kinderspielzeug.

Die Industrie setzt Buchenholz für Kisten, Paletten und Sperrholzplatten ein. Damit ist Rotbuche vor allem für Lager und Logistik ein wichtiger Werkstoff.

Als Brenn- bzw. Räucherholz eignet sich die Rotbuche ebenfalls. Die Hainbuche hat sogar einen noch größeren Heizwert, allerdings ist sie nur in geringen Mengen verfügbar und kommt deshalb kaum als Brennholz zum Einsatz.
Rotbuche gehört hingegen zu den häufigsten Kaminhölzern. Dieses Buchenholz verfügt über einen hohen Brennwert. Aus einem Raummeter lassen sich 2.100 kWh Wärmeenergie gewinnen. Im Vergleich zu den anderen europäischen Holzarten ist dieser Wert sehr hoch. Durch die heiße Glut eignet sich das Buchenholz nicht nur für den Kamin, sondern auch zum Grillen. Hier kommt die Rotbuche als Holzkohle zum Einsatz.
Auch die Gastronomie weiß die Vorteile von Buchenholz zu schätzen. Fisch, Schinken und Würste bekommen beim Räuchern über Buchenholz ein angenehm würziges Aroma.

Preise und Bearbeitung

Buchenholz kostet als ungedämpftes Schnittholz zwischen 550 und 650 Euro pro Kubikmeter. Wenn es sich um gedämpftes Buchenholz handelt, steigen die Preise auf 750 Euro und teilweise noch höher.
Das trockene Buchenholz lässt sich mit verschiedenen Methoden behandeln. Wichtig ist, dass die Produkte zur homogenen Oberfläche passen. Beim Beizen erhält das Buchenholz einen veränderten Farbton. Das Dämpfen intensiviert die Farbe noch. Je nachdem, ob Sie eine glänzende oder matte Holzoberfläche vorziehen, stehen mehrere Behandlungsmöglichkeiten zur Auswahl:

  • Lasieren
  • Mattieren
  • Wachsen
  • Ölen
  • Lackieren

Durch die gleichmäßige Oberflächenstruktur lässt sich das harte Buchenholz sehr gut bearbeiten. Lediglich bei starken Faserabweichungen und Astlöchern kann es zu Problemen kommen. Für den Erhalt der natürlichen Farbausprägung können Sie spezielle Produkte für die UV-Stabilität der Oberfläche verwenden.

Bild: Axel Bueckert / stock.adobe.com

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