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Eschenholz ist vergleichsweise günstig und vielseitig einsetzbar.

Eschenholz – Preise, Eigenschaften und Verwendung

Bild: Kenjo / stock.adobe.com

Das sogenannte Eschenholz stammt in der Regel von der Gemeinen Esche, manchmal auch Gewöhnliche Esche genannt. Es gehört zu den Laubnutzhölzern, die in Europa weit verbreitet sind – bevorzugt anzutreffen ist die Esche unter anderem im Vorland der Alpen sowie in den östlichen Ländern Europas. Auf trockenen Kalkböden und in feuchten Wäldern fühlen sich Eschen im Übrigen besonders wohl. Das Spektrum an Anwendungsmöglichkeiten, die diese Holzart mit sich bringt, ist vielfältig. Pro Kubikmeter Holz müssen rund 1200 Euro bezahlt werden. Damit handelt es sich bei Esche um ein vergleichsweise günstiges Holz. Natürlich gibt es Preisunterschiede, die unter anderem auf die Unterschiede im Hinblick auf die Qualität zurückzuführen sind.

Das Aussehen von Eschenholz

Die Gemeine Esche kann bis zu 40 Meter hoch werden. Im Normalfall werden die Bäume, die manchmal sogar mehrere Jahrhunderte alt sind, rund 20 Meter hoch. Jahresringe sind deutlich zu erkennen. Die Rinde des Baumes ist dick ausgeprägt. Es handelt sich bei der Esche um ein eher helles Holz, das mit leichten Grau- und Rotakzenten aufwartet. Das Kernholz des Baums kann allerdings auch sehr dunkle Töne aufweisen. Im Gegensatz dazu geben sich die äußeren Schichten durch ihre besonders hellen Farben zu erkennen. Das Holz der Esche wirkt sehr dekorativ, da es eine markante Maserung und Textur hat – eine Marmorierung ist deutlich zu erkennen. 

Die technischen Eigenschaften der Esche

Die Esche ist ein relativ hartes und abriebfestes Holz mit einem Elastizitätsmodul von rund 14000 N/mm² und einer Rohdichte, die bei rund 675 kg/m³ liegt. Die Druckfestigkeit beträgt ungefähr 50 N/mm², während die Biegefestigkeit bei ungefähr 100 N/mm² ausfindig gemacht werden kann. Die Brinellhärte in Längsrichtung liegt bei etwa 60 N/mm² und in Querrichtung rund 40 N/mm².

Zusammengefasst kann gesagt werden, dass das Holz in puncto Festigkeit, Elastizität und Zähigkeit auch höhere Ansprüche befriedigen kann. Allerdings lässt die Witterungsbeständigkeit des Holzes zu wünschen übrig. Es sollte im unbehandelten Zustand daher ausschließlich im Innenbereich zum Einsatz kommen. Unter Anwendung der sogenannten thermischen Modifikation besteht die Möglichkeit, sowohl die Dimensionsstabilität als auch die Dauerhaftigkeit des Holzes zu verbessern. Ob sich die Esche für ein bestimmtes Vorhaben eignet, sollte im konkreten Fall mit einem Fachmann abgeklärt werden – ein Handwerker lässt sich über Blauarbeit ausfindig machen.

Die Verarbeitung von Eschenholz in Kürze erläutert

Das Holz der Esche bietet sich für die händische und auch für die maschinelle Verarbeitung an. Es gilt als relativ zäh und lässt sich gut biegen – das ist vor allem der Fall, wenn es gedämpft wird. Aufgrund der ausgeprägten Maserung eignet sich das Holz weniger gut für Schnitzarbeiten. Auch das Imprägnieren von Esche ist kein einfaches Unterfangen. Wird in Eschenholz geschraubt, sollte im Vorfeld vorgebohrt werden. Die Verleimung des Holzes lässt sich in aller Regel problemlos bewerkstelligen. Das Gleiche gilt für Beizarbeiten. Werden die Oberflächen gehobelt, kommt ein matter Glanz zum Vorschein. Esche findet im Übrigen nicht nur als Holz fürs Handwerk und fürs Bauwesen, auch als Brennholz Verwendung – der Brennwert liegt auf einem typischen Hartholzniveau. Allerdings sollte darauf geachtet werden, dass es im frischen Zustand gespalten wird.

Die Verwendung des Holzes im Handwerk und im Bauwesen

Eschenholz wird im Bereich des Möbelbaus sehr gerne als Furnier eingesetzt, da es eine schöne Maserung aufweist. Auch für die Herstellung von Möbeln mit gebogenen Formen und Strukturen eignet sich das Holz – die Ursache ist die gute Biegbarkeit. Im Werkzeugbau ist das Holz ebenfalls weit verbreitet – denn Stiele für Beile, Schaufeln und mehr sind nicht selten aus diesem Material. Weitere Verwendungsgebiete der Esche sind der Musikinstrumentenbau sowie die Welt der Sport- und Turngeräte. Im Bauwesen ist das Holz aufgrund der vergleichsweise schlechteren Dauerhaftigkeit für den Innenbereich prädestiniert. Hier kommt es zum Beispiel im Zuge des Parkett- und Dielenbaus zum Einsatz. Aber auch für die Verkleidung von Decken und Wänden ist das Holz natürlich eine Option. 

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