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Batteriesymbol in einem gezeichneten Haus, Glühbirne auf dem Schornstein. Symbolbild für Stromspeicher und Hausbatterie

Kosten für Fotovoltaik-Stromspeicher

Letzte Aktualisierung am 22. Juni 2022 von M. Lehmann

Bild von Stockwerk-Fotodesign – stock.adobe.com

Wenn Sie den produzierten Solarstrom aus Ihrer Fotovoltaikanlage nicht verbrauchen, wird dieser ins öffentliche Netz eingespeist. Allerdings hat die Einspeisevergütung für Solarstrom über die letzten Jahre immer weiter abgenommen. Hinzu kommt, dass der benötigte Strom beispielsweise bei schlechtem Wetter oder abends, wenn mit der eigenen Fotovoltaikanlage kaum Strom erzeugt wird, meist teuer vom öffentlichen Energieversorger bezogen werden muss. Daher wird es für Fotovoltaik-Anlagenbesitzer immer rentabler, einen Fotovoltaik-Stromspeicher zu nutzen. Denn mit einem solchen Stromspeicher kann nicht nur der Verbrauch des eigenen Solarstroms gesteigert, sondern im Umkehrschluss auch der Bedarf des teuren Netzstroms verringert werden. Somit macht Sie die Nutzung eines Fotovoltaik-Stromspeichers vom jeweiligen Wetter, der aktuellen Tageszeit und den Preisen der öffentlichen Energieversorger größtenteils unabhängig. Denn in der Spitze können Sie mit einem Stromspeicher eine Stromautarkie von bis zu 80 % erzielen.

Kosten nach Speicherkapazität

Die Kosten für einen Fotovoltaik-Stromspeicher variieren in Abhängigkeit der Größe des Speichers, seiner Leistung und Kapazität sowie der jeweiligen Speichertechnologie. In Anbetracht der Technologie kommen bei Heimspeichern insbesondere Lithium-Ionen-Akkus sowie Blei-Ionen-Akkus zum Einsatz. Blei-Ionen-Akkus erhalten Sie bereits ab 200-300 € pro Kilowattstunde. Für einen Lithium-Ionen-Akku müssen Sie mit Kosten von 800 bis 1.200 € pro Kilowattstunde rechnen. Nach Angaben des Bundesverbands für Solarwirtschaft liegt die durchschnittlich benötigte Größe für Heimspeicher bei etwa 7-8 Kilowattstunden. Folglich belaufen sich die Anschaffungskosten für einen Fotovoltaik-Stromspeicher auf 1.400 bis 2.400 € für Blei-Ionen-Akkus und auf 5.600 bis 9.600 € für Lithium-Ionen-Akku. Lithium-Ionen-Akkus sind deshalb etwas teurer, da es sich im Vergleich zu den bewehrten Blei-Ionen-Akkus um eine noch recht neue Speichertechnologie handelt. Allerdings sind auch deren Preise über die letzten Jahre deutlich gesunken.

Erwägen Sie den Kauf eines Speichers in Kombination mit einer Fotovoltaikanlage, so müssen Sie hierfür mit Kosten von rund 16.000 bis 28.000 € für ein Einfamilienhaus rechnen. Die Kosten für einen fachkundigen Einbau sind hierbei bereits inbegriffen.

Kosten pro insgesamt gespeicherter Kilowattstunde

Ohne die Verwendung eines Fotovoltaik-Stromspeichers haben Sie die Möglichkeit, Ihren produzierten Solarstrom entweder direkt selbst zu verbrauchen oder diesen ins öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Um den erzeugten Strom jedoch jederzeit selbst verbrauchen zu können und diesen nicht ins öffentliche Stromnetz einspeisen zu müssen, ist ein Stromspeicher von Vorteil. Dieser kann Ihre überschüssige Solarenergie, die nach der Produktion nicht direkt von Ihnen verbraucht wird, so lange speichern, bis Sie diese benötigen. Daher ist es im Rahmen eines Speicherkaufs von besonderem Interesse, den Vorteil einer Stromspeicherung im Vergleich zu einer Stromeinspeisung ins öffentliche Netz abzuwägen. Als aussagekräftige Bezugsgröße wird hierfür der Preis pro gespeicherter kWh verwendet. Um den Preis pro gespeicherter kWh berechnen zu können, müssen Sie die Investitionskosten Ihres Speichers durch die speicherbare Energiemenge über die gesamte Lebenszeit der Batterie teilen. Die Preise pro kWh liegen für günstige Fotovoltaik-Stromspeicher aktuell bei etwa 15 bis 30 Cent. Je nach Stromspeicher können sich die Kosten pro kWh allerdings auch auf bis zu 50 bis 60 Cent belaufen. Da es sich bei Stromspeichern um noch relativ neue Technologien handelt, ist in Zukunft mit einer weiteren Preissenkung zu rechnen. Dadurch würden dann auch die Preise pro gespeicherter kWh deutlich sinken, was eine Anschaffung eines Fotovoltaik-Stromspeichers immer attraktiver macht.

Wie findet man die nötige Kapazität heraus?

Welche Kapazität Sie bei einem Stromspeicher konkret benötigen, ist von verschiedenen Faktoren abhängig.

Gewünschter Autarkiegrad

Grundsätzlich gilt bei der Wahl des Stromspeichers: Je mehr Eigenverbrauch Sie mit diesem abdecken wollen, desto größer sollten Sie diesen auch wählen. Demnach hat unter anderem der gewünschte Autarkiegrad, der mit der Speichernutzung erreicht werden soll, einen Einfluss auf die nötige Kapazität des Speichers.

Durchschnittlicher Jahresstromverbrauch

Einen weiteren Anhaltspunkt für die nötige Kapazität Ihres Stromspeichers stellt Ihr persönlicher Jahresstromverbrauch dar. Ihren exakten Stromverbrauch zur Kalkulation ermitteln Sie über den Durchschnittswert, der sich aus Ihren Stromabrechnungen der letzten Jahre ergibt.

Persönliches Verbrauchsverhalten

Neben dem Jahresverbrauch stellt auch Ihr persönliches Verbrauchsverhalten bei der nötigen Kapazität eine wichtige Rolle. Denn wird in Ihrem Haushalt der Strom überwiegend abends benötigt, da Sie tagsüber beispielsweise auf der Arbeit sind, werden Sie einen größeren Stromspeicher benötigen, als wenn Sie den Strom vor allem mittags verbrauchen. Grund hierfür ist die Tatsache, dass Ihre Fotovoltaikanlage tagsüber deutlich mehr Strom produziert als vergleichsweise abends. Nur mit einem ausreichend großen Speicher kann die erzeugte Energie der Mittagsspitze zwischengespeichert und für den Abend bereitgehalten werden. Demnach hat auch das Verbrauchsverhalten auf die Auswahl des passenden Stromspeichers einen nicht unbeachtlichen Einfluss.

Größe der Fotovoltaikanlage

Einen weiteren wichtigen Faktor stellt die Größe Ihrer Fotovoltaikanlage in Abhängigkeit Ihres persönlichen Stromverbrauchs dar. Ist die PV-Anlage im Vergleich zu Ihrem durchschnittlichen Stromverbrauch verhältnismäßig groß, so verfügen Sie über hohe überschüssige Strommengen. Um diese hohen Strommengen speichern zu können, benötigen Sie einen großen Stromspeicher. Verfügen Sie hingegen über eine kleine PV-Anlage, so ist die Anschaffung eines kleineren Speichers ratsam.

Ausrichtung der Fotovoltaikanlage

Ebenfalls von Bedeutung für die Bestimmung der nötigen Kapazität des Stromspeichers ist die jeweilige Ausrichtung Ihrer Fotovoltaikanlage. Ist Ihre Fotovoltaikanlage in Richtung Süden ausgerichtet, ist ein größerer Speicher empfehlenswert als vergleichsweise bei einer Ost-West-Ausrichtung. Die Modulausrichtung steht jedoch auch in einem engen Zusammenhang mit Ihrem persönlichen Verbrauchsverhalten. Denn benötigen Sie Ihren Strom hauptsächlich morgens und abends, können diese Verbrauchsspitzen durch eine Ost-West-Ausrichtung besser abgedeckt werden als durch eine südliche Ausrichtung. Verfügt Ihre Anlage bei diesem Verbrauchsverhalten jedoch über eine südliche Ausrichtung, produziert diese vor allem in den Mittagsstunden große Energiemengen. Um diese Energiemengen für den Eigengebrauch am Abend und am Morgen speichern zu können, benötigen Sie wiederum eine größere Speicherkapazität.

Wie viel kostet der Einbau?

Zum eigentlichen Kaufpreis des Fotovoltaik-Stromspeichers kommen noch Kosten für dessen Installation hinzu. Die Installation sollten Sie von einer erfahrenen Fachkraft ausführen lassen, die Sie bequem und schnell auf Blauarbeit finden. Wie hoch die Kosten für die Installation und die Inbetriebnahme durch einen Elektriker ausfallen, ist vom jeweiligen Speichersystem und dem damit verbundenen Aufwand abhängig, der für den Einbau samt Kalibrierung und Verkabelung anfällt. Je nach Stromspeicher werden für dessen Einbau durch einen Elektriker daher zwischen 900 und 4.000 € fällig.

Amortisation

Ein Fotovoltaik-Stromspeicher hat sich dann amortisiert, wenn dieser Ihnen mehr Stromkosten eingespart hat, als Sie für dessen Anschaffung ausgegeben haben. In Anbetracht der Wirtschaftlichkeit rentiert sich ein Stromspeicher aktuell nach etwa 10 bis 15 Jahren. Diese Amortisationsdauer könnte durch die günstiger werdenden Speicher in Zukunft deutlich sinken und somit zu einer immer attraktiveren Option werden. Nach aktuellen Prognosen ist ein Kauf eines Stromspeichers wirtschaftlich dann am günstigsten, wenn Sie für Ihre PV-Anlage keinerlei Einspeisevergütungen mehr erhalten.

Förderungen für Stromspeicher

Die Anschaffungskosten eines Stromspeichers können Sie mithilfe von Förderungen der KfW oder durch verschiedene Förderprogramme der jeweiligen Bundesländer senken. Die KfW fördert aktuell anteilig die Gesamtkosten von Stromspeichern, die im Rahmen einer Sanierung oder eines Neubaus nach KfW-Effizienzhausstandard eingebaut werden. Im Zuge dessen hält Ihnen die KfW mit dem Programm KfW 461 einen Zuschuss von bis zu 75.000 € für geplante Sanierungen zum Effizienzhaus bereit. Hierzu zählt auch der Einbau eines Fotovoltaik-Stromspeichers. Außerdem besteht die Möglichkeit, im Rahmen des KfW Programms 261 einen Kredit bis zu 150.000 € zu beantragen, der einen Tilgungszuschuss bis zu 75.000 € beinhaltet. Fotovoltaik-Stromspeicher als Einzelmaßnahme werden von der KfW jedoch nicht mehr unterstützt und gefördert.

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