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Was man beim Polygonalplatten verlegen beachten sollte

Polygonalplatten verlegen: Rustikales Flair und gemütliche Atmosphäre

Letzte Aktualisierung am 17. Mai 2019 von Max Lehmann

Materialien

  • Frostschutzkies
  • Magerbeton
  • Randsteine (optional)
  • Bettungsmörtel
  • Polygonalsteine
  • Trasszement
  • Zementschleierentferner

Werkzeuge

  • Arbeitshandschuhe
  • Spaten
  • Wasserwaage
  • Rüttelplatte
  • Krallenbrett (bei Basaltplatten)
  • Diamantsäge (optional)
  • Winkelschleifer (optional)
  • Richtschnur
  • Gummihammer
  • Maurerkelle
  • Scheuerbürste

Die Terrasse spielt eine wichtige Rolle bei der Gartengestaltung – wer eine rustikale und gemütliche Atmosphäre schätzt, könnte Polygonalplatten verlegen. Die Pflastersteine mit der natürlichen Optik bestehen entweder aus Naturstein oder Kunststein. Anders als anderes Natursteinpflaster fallen Polygonalplatten jedoch durch ihre unregelmäßigen Formen auf. Polygonal bedeutet mehreckig und so unterschiedlich wie die einzelnen Platten sind, so vielfältig sind auch die Gestaltungsmöglichkeiten. Bauen Sie also eine neue Terrasse in Ihrem Garten, könnten diese Pflastersteine für einen natürlichen, mediterranen Flair sorgen. Wir zeigen Ihnen warum sie sich so gut für die Terrasse eignen und was Sie dabei beachten sollten.

Fundament anlegen

Planen Sie hier ein Gefälle ein, das vom Wohnhaus wegführt. Es sollte bei 1,5 bis 2 % liegen, damit Regenwasser abfließen kann. Die örtliche Frosttiefe können Sie beim Bauamt Ihrer Stadt erfragen.

  • Machen Sie einen Aushub bis auf Frosttiefe an der gewünschten Stelle
  • Füllen Sie den Aushub mit Kies auf
  • Verdichten Sie den Kies anschließend mit einer Rüttelplatte

Polygonalplatten vorbereiten

Sortieren Sie die Natursteine nach Farbe und Größe. Reinigen Sie dann die Quarzit- und Porphyr-Polygonalplatten gründlich mit Wasser. Schmutz oder Staub könnten die Mörtelverbindung zur Polygonalplatte schwächen.

Bei Basalt-Polygonalplatten sollten Sie die Rückseite mit einem Krallenbrett aufrauen und anschließend mit Wasser reinigen. Haft- oder Kontaktschlämme geben Basalt-Polygonalplatten zusätzlichen Halt.

Der Rand des Pflasters nennt sich Abschluss. Für den Abschluss brauchen Sie flachkantige Randsteine. Falls Sie diese nicht vorgefertigt gekauft haben, müssen Sie Steine mit Winkelschleifer oder Diamantsäge zuschneiden.

Randsteine verlegen

  • Magerbeton erdfeucht anrühren
  • Magerbeton im Fundament verteilen
  • Randsteine in das Magerbeton-Fundament einsetzen und mit einem Gummihammer einklopfen

Randsteine sollten als erstes verlegt werden. Sie sind zwar nicht zwingend nötig, aber helfen bei der optischen Abgrenzung von Terrasse oder Gartenweg. Die Steine müssen in einer Linie und Höhe verlaufen. Eine gespannte Richtschnur hilft dabei.

Polygonalplatten verlegen

Die Polygonalplatten verlegen Sie jetzt Schritt für Schritt vom Abschluss zur Mitte hin. Kleine Platten können Sie zwischen den größeren Platten zum Aufüllen von Lücken verwenden. Es empfiehlt sich, die kleinen Platten mit einem Gummihammer leicht einzuklopfen, um Hohlräume darunter zu schließen.

Tragen Sie so viel Bettungsmörtel auf das Kiesbett auf, wie Sie für das Verlegen von zwei bis drei Polygonalplatten brauchen und glätten Sie den Mörtel. Die Schicht aus Bettungsmörtel sollte etwa 5cm dick sein.

Drücken Sie nun die Polygonalplatten in den erdfeuchten Mörtel. Die Fugenbreite sollte bei 3 bis 5 cm liegen. Überprüfen Sie nach dem Verlegen die Ausrichtung der Steine mit einer Wasserwage. Lassen Sie den Bettungsmörtel aushärten und wiederholen Sie anschließend den Vorgang mit den nächsten zwei bis drei Platten.

Polygonalplatten verfugen

Bringen Sie den Trasszement entweder mit einer Kelle in die Fugen ein oder gießen Sie ihn ein. Dabei müssen die Platten so sauber wie möglich bleiben, denn die nachträgliche Reinigung ist komplizierter. Falls etwas Trasszement daneben geht, wischen Sie ihn direkt mit einem feuchten Lappen ab.

Polygonalplatten reinigen

Beseitigen Sie den leichten Grauschleier auf den verfugten Polygonalplatten mit sauberem Wasser. Wenn jetzt noch Grauschleier zu sehen ist suchen Sie sich einen passenden Zementschleierentferner für Ihre Steinplatten. Die falsche Lösung kann ihre Platten und Fugen beschädigen, also achten Sie auf die Herstellerangaben. Den Zementschleierentferner lassen Sie einfach nach Gebrauchsanweisung einwirken und entfernen ihn danach mit einer Bürste und sauberem Wasser.

Arten von Polygonalplatten

Polygonalplatten sind in vielen verschiedenen Materialien verfügbar. Dementsprechend können Sie ein Pflaster auswählen, das Ihren Bedürfnissen und Ihrem Geschmack entspricht, beziehungsweise zu Ihrem Garten und Haus passt. Da die Platten auf der Terrasse stets im Freien sind, sollte das Material natürlich wetterbeständig sein, dazu eignen sich verschiedenen Arten des Pflasters. Zu den gängigsten Materialien zählen:

  • Porphyr-Polygonalplatten
  • Sandstein-Polygonalplatten
  • Kalkstein-Polygonalplatten
  • Marmor-Polygonalplatten
  • Quarzit-Polygonalplatten
  • Granit-Polygonalplatten
  • Schiefer-Polygonalplatten

Die Materialien sollten in der Regel für den Outdoor-Bereich gut geeignet sein. Außerdem sind die meisten Arten auch in vielen verschiedenen Farben vorhanden und dadurch individuell auswählbar. Sollten Sie auch im Innenbereich Polygonalplatten verlegen wollen, eignen sich vor allem Platten aus Marmor.

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Polygonalplatten sind besonders frostbeständig

Besonders gut eignen sie sich für die Terrasse als Alternative zu frostsicheren Fliesen, weil die meisten der oben genannten Arten als besonders frostbeständig gelten. Granitplatten oder Quarzitplatten besitzen eine geringe Wasseraufnahmefähigkeit und sind dementsprechend kaum anfällig für Frost. Sollten Sie sich für Terrassenplatten aus Marmor, Kalk- oder Sandstein entscheiden, sollten Sie sich vorher noch einmal genau informieren, ob die von Ihnen gewünschte Art auch wirklich als wetterbeständig gilt – denn bei diesen Arten gibt es noch einmal verschiedene Abstufungen der Materialien. Zusätzlich sollten Sie beachten, dass bei manchen Plattenarten im Winter besser auf Streusalze verzichtet werden sollte, da diese die Oberflächenstruktur des Materials angreifen können.

Weitere Einsatzmöglichkeiten für Polygonalplatten

Neben dem Einsatz als Terrassenplatten, eignen sie sich auch noch für andere Einsatzmöglichkeiten in der Grundstück- oder Gartengestaltung. Sie könnten beispielsweise Ihre Einfahrt ebenfalls mit den Platten pflastern, informieren Sie sich hier nur vorher darüber, wie robust das jeweilige Material ist. Das ist wichtig, da es die Last Ihres Fahrzeuges tragen muss, wenn Sie Polygonalplatten auch in Ihrer Einfahrt verlegen möchten.

Alternativ könnten Sie auch einen kleinen Weg durch Ihren Garten oder über Ihr Grundstück mit Polygonalplatten pflastern. So könnten beispielsweise Einfahrt und Terrasse in der selben Optik miteinander verbunden werden. Inzwischen sind sie sogar in Innenräumen beliebt und können als Alternative für Fliesen verlegt werden. Besonders beliebt für das Innere von Häusern sind Polygonalplatten aus Marmor.

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