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Abgedichtete Terrasse aus grauen Steinplatten

Terrasse abdichten Kosten – hiermit solltest du rechnen!

Foto von kitthanes – iStock

Deine Terrasse sollte über viele Jahre hinweg ein gepflegter und einladender Außenbereich sein. Dies gilt jedoch nur, wenn Schimmelbildung, Frostschäden & Co. keine Chance haben. Das Abdichten deiner Terrasse ist eine sinnvolle Schutzmaßnahme, die viele Eigentümer jedoch wegen der gefürchteten Kosten herauszögern. Unser Artikel zeigt dir, mit welchen Kosten du konkret kalkulieren solltest und an welchen Stellen du ohne einen Qualitätsverlust Geld einsparen kannst.

Abdichten der Terrasse – langfristig ein Kostenvorteil

Beim Bau einer modernen Terrasse solltest du je nach Größe ein bis mehrere Tausend Euro einplanen. Gerade beim nachträglichen Anbau der Terrasse an deine Wohnimmobilie wirst du nicht zu viel Geld ausgeben wollen, ohne Einbußen in der Materialqualität hinzunehmen oder auf einen Fachbetrieb beim Verlegen verzichten zu wollen. Ein gründliches Abdichten der Terrasse kann deshalb auf der Strecke bleiben.

Was häufig übersehen wird: Durch das systematische Abdichten der Terrasse entstehen zwar Kosten, langfristig sparst du jedoch Geld. So verhinderst du bei einer gut abgedichteten Terrasse schleichend auftretende Schäden und verlängerst die Lebensdauer erheblich. Denke vor allem an diese Risiken, die du mit einer fachgerechten Abdichtung auf ein Minimum reduzieren kannst:

1. Ohne Abdichtung kann Feuchtigkeit ungehindert in die Terrasse und alle angrenzenden Bauteile eindringen. Hölzerne Bauteile können hierdurch aufschwemmen und metallische Teile zu rosten beginnen. Zudem besteht das Risiko einer Schimmelbildung, die sogar gesundheitliche Folgen für Mensch und Tier haben kann.

2. Dringt Wasser in den Wintermonaten in die Risse deiner Terrasse ein, kann sich dieses nach dem Gefrieren und Auftauen ausdehnen. Mögliche Folgen sind ein Aufsplittern oder Reißen von Terrassendielen, was ihre Struktur und Ästhetik zerstört.

3. Je nach Dichtmaterial trägt die Abdichtung auch zur Wärmedämmung der Terrasse bei. Dies ist gerade bei Hochterrassen von Bedeutung, um keinen unnötigen Wärmeverlust in den Räumen direkt unterhalb der Terrasse zu erleiden und Heizkosten zu verschwenden.

4. Eine gut abgedichtete Terrasse wird dir die Reinigung und Pflege erheblich erleichtern. So werden Staub und Schmutz im Wandel der Jahreszeiten weniger Spuren auf deiner Terrasse hinterlassen und den Verschleiß hinauszögern.

Das Abdichten deiner Terrasse ergibt also aus vielen Gründen Sinn, und muss mit einer klugen Kostenplanung nicht unnötig teuer werden. Hier bereits frühzeitig mit einem Fachbetrieb zusammenzuarbeiten, hilft dir, die Kosten realistisch abzuschätzen und dein Budget mit einem Experten der Branche abzusprechen.

Welche Kosten kommen auf dich zu?

Die konkreten Kosten hängen von der Größe deiner Terrasse, der Wahl des Dichtmaterials und den Arbeitskosten für den ausgewählten Fachbetrieb ab. Grundsätzlich ist die Zusammenarbeit mit einem Profi anzuraten, da alleine so eine wirklich dichte und einwandfreie Terrasse entsteht. Von Laien durchgeführt, können feinste Löcher und Risse verbleiben, durch die Schmutz und Feuchtigkeit weiterhin eindringen können.

Für einen konkreten Überblick über die Kosten ist eine Preisangabe pro Quadratmeter üblich. So kannst du passend zu deiner Terrassengröße nachrechnen, welche Kosten wirklich auf dich zukommen. Hier die wichtigsten Kostenfaktoren:

Materialkosten beim Abdichten der Terrasse

Bei den meisten Materialien wie Bitumen oder Kunststofffolie, die wir unten noch näher beschreiben, sind Kosten zwischen 10 und 30 Euro pro Quadratmeter üblich. Hinzu kommen begleitende Materialkosten, beispielsweise für Dichtband und weiteres Zubehör, wobei du grob mit 25 Euro pro Quadratmeter kalkulieren solltest. Insgesamt würden so 40 bis 50 Euro für den Quadratmeter anfallen.

Wenn du dich für eine Premium-Lösung entscheiden möchtest, die dir maximale Dichtigkeit unabhängig von Art und Material der Terrasse zusichert, ist eine Flüssigabdichtung die richtige Wahl. Bei diesen leistungsfähigen Produkten solltest du wenigstens 50 Euro pro Quadratmeter einplanen, wobei die erwähnten Kosten fürs Zubehör noch hinzukommen.

Arbeitskosten beim Abdichten der Terrasse

Um das Abdichten deiner Terrasse kümmern sich im Regelfall ein bis zwei Fachkräfte, für die du circa 30 bis 40 Euro pro Quadratmeter einplanen solltest. Bedenke, dass es auch zu Vorarbeiten kommen kann, beispielsweise zur fachgerechten Entfernung des alten Bodenbelags, ohne die unterliegende Konstruktion zu beschädigen. Hierfür und die Vorbereitung der Abdichtung sind Kosten zwischen 30 und 50 Euro pro Quadratmeter üblich.

Beispiele: Gesamtkosten der Abdichtung

Bei einer kompakten Terrasse mit 20 Quadratmetern Größe solltest du beim Abdichten Kosten zwischen 1.500 und 2.500 Euro einplanen. Dies teilt sich bei einfachen Dichtmaterialien ungefähr hälftig auf Material und Zubehör sowie auf die Arbeitskosten auf.

Bei einer flüssigen Premium-Abdichtung solltest du 2.500 bis über 3.000 Euro als Kosten einplanen. In einem ähnlichen Bereich würden die Gesamtkosten für eine größere Terrasse zwischen 40 und 50 Quadratmetern mit einfachen Dichtmaterialien liegen. Wie so häufig im Handwerk gilt auch hier: Verschiedene Handwerksbetriebe kalkulieren unterschiedlich, so dass sich ein Vergleich und das Einholen mehrerer Kostenvoranschläge für dich lohnt. Die entsprechenden Ansprechpartner in deiner Nähe wirst du über unsere Webseite besonders einfach finden können.

Materialien für die Abdichtung

Wie bereits angesprochen, kannst du zwischen verschiedenen Materialien zur Abdichtung mit unterschiedlichen Vorteilen wählen. Die drei gängigsten Varianten, die natürlich auch die Kosten der Abdichtung beeinflussen, sind:

Bitumen: Das Verlegen von Bitumenbahnen zählt zu den preiswertesten Möglichkeiten, um deine Terrasse abzudichten. Das aus dem Straßen- und Dachbau bekannte Material ist sehr effektiv, entspricht jedoch als Beiprodukt der Erdölindustrie nicht den Vorstellungen nachhaltig orientierter Eigentümer.

Kunststoff: Mit EPDM-Folien wählst du eine hochwertigere Alternative aus Kunststoff aus, die ebenfalls in Bahnenform verarbeitet wird. Als synthetischer Kautschuk ist dieses Material biologisch abbaubar und deshalb auch für deine nachhaltigeren Bauprojekte geeignet.

Flüssigabdichtung: Flüssige Lösungen bestehen oft aus mineralischen Mörteln mit Kunststoffzusätzen. Durch diese Additive lassen sich physikalische und chemische Eigenschaften wie Elastizität und Belastbarkeit beeinflussen. Gleiches gilt für Polymerharze, die einen zusätzlichen Schutz vor Wasser und UV-Strahlung bieten.

Kosten und Qualität hängen bei den verschiedenen Dichtmaterialien eng miteinander zusammen. Plane deshalb in Ruhe, ob du dich allein aus Kostengründen für Bitumen entscheiden möchtest oder ein ökologisch abbaubarer Kunststoff mit einem etwas höheren Wert besser zu deinen Wünschen und Überzeugungen passt. Auch hierbei kann dich ein Fachbetrieb natürlich beraten.

Wie läuft die Abdichtung genau ab?

Nach einer Reinigung und fachgerechten Vorbereitung des Untergrundes wird eine Grundierung bzw. ein Haftvermittler aufgetragen. Diese sollen sicherstellen, dass das später aufgetragene Dichtmaterial optimal auf der Fläche verbleibt, wodurch die Wirkung verbessert wird. Die Grundierung muss vollständig aushärten, bis im Falle von Flüssigkunststoff mehrere Schichten mit einem Armierungsvlies als Trennung aufgetragen werden.

Bei Bitumen oder Kunststoff kommt es stattdessen zu einem Voranstrich für die bessere Haftung, wonach das Material bahnenweise verarbeitet wird. Selbstklebende Bahnen lassen sich kalt verlegen, alternativ werden Bitumenbahnen mit einem Gasbrenner erhitzt und verschmelzen. Die Nähte der Bahnen werden hier abschließend behandelt und abgedichtet.

Tipps zum Sparen beim Terrasse abdichten

Eigenleistung ist die wichtigste Sparmaßnahme, die jedoch nicht zulasten der Qualität gehen sollte. Hier kannst du vor allem in der Vorbereitung einige Arbeitsstunden selbst investieren, z. B. beim Entfernen des alten Belags oder der Reinigung des Untergrundes. Das Abdichten selbst sollte durch einen Branchenprofi erfolgen.

Neben den genannten Materialien können Dichtschlämme oder eine Imprägnierung für eine grundlegende Abdichtung sorgen. Diese kosten zwar weniger, werden sich langfristig jedoch nicht als so wirkungsvoll wie Kunststoff oder Bitumenbahnen erweisen.

Um bei den Arbeitskosten zu sparen, lohnt sich der Vergleich verschiedener Fachbetriebe. Achte hierbei trotz allem auf Qualität und Erfahrung, damit die Arbeit auch wirklich durch einen qualifizierten Handwerksbetrieb erbracht wird.

Unser Fazit

Für wenige Tausend Euro kannst du dafür sorgen, dass du einige Jahre oder Jahrzehnte mehr Freude an deiner abgedichteten Terrasse haben wirst. Mit einer klugen Materialwahl und dem richtigen Handwerksunternehmen an deiner Seite gehst du keine Kompromisse ein.

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