Verpasse nicht diese Infos!

Hier kannst du dich für unseren wöchentlichen Newsletter anmelden:

Mann repariert die Gasheizung

Gasheizung - Vor- und Nachteile im Überblick

Lesedauer 4 Minuten

Letzte Aktualisierung am 29. August 2019

Unter den verschiedenen Heizungsarten gehört die Gasheizung zu den eindeutigen Favoriten in deutschen Haushalten. Das liegt vor allem an der hohen Effizienz, die nicht nur das Konto schont, sondern auch die Umwelt. Zudem lassen sich moderne Gasheizsysteme leicht bedienen und sie arbeiten sehr sicher.

Wichtige Informationen zum Gasheizsystem

Wenn Sie Ihr Heizsystem auf Gas umstellen oder eine Neuinstallation geplant ist, sollten Sie der Eigentümer der betreffenden Immobilie sein. Zunächst ist dafür ein Gasanschluss erforderlich, den Sie beim zuständigen Versorger beantragen können.

Die Anwendungsbereiche der Gasheizgeräte sind vielfältig, da sie mit ihrer kompakten Bauform und den variabel auswählbaren Leistungsstufen eine individuelle Wärmeeinstellung ermöglichen. Sie können in einer Etagen- oder Zentralheizung zum Einsatz kommen und hier für die richtige Wärme sorgen. So eigenen sich Gasheizungen sowohl für Einfamilienhäuser als auch für Mehrfamilienhäuser.

Zurzeit heizen etwa zwei von drei Haushalten in Deutschland mit Erdgas. Die Umstellung vom Heizwertkessel auf einen modernen Brennwertkessel mit höherem Wirkungsgrad ist allerdings noch im Gange: Bisher sind in noch mehr als 55 % der Haushalte die weniger effizienten Heizkessel in Betrieb.

Vorteile der Gasheizung

Eine innovative Gasheizung funktioniert mit einer ausgereiften Technik und ist sehr betriebssicher. Zu den wichtigen Vorzügen gehört vor allem die hohe Energieausbeute, die gerade bei den Geräten mit Brennwerttechnik auffällt. Eine solche Brennwerttherme nutzt den Energiegehalt des Brennstoffes, also den Brennwert, optimal aus. Entsprechend hoch ist der Wirkungsgrad der Brennwerttechnik, die auch die Wärme der Abgase zum Heizen verwendet.

Ein weiterer Pluspunkt ist die umweltfreundliche Verbrennung von Erdgas. Ölheizungen produzieren deutlich mehr Schadstoffe, wie ein Blick auf den Kohlendioxidausstoß zeigt.Für die sichere Versorgung mit Wärme ist die professionell verlegte Erdgasleitung verantwortlich. Anders als bei einer Ölheizung ist also kein spezieller Transport nötig, sodass es kein Unfallrisiko beim Heizen mit Gas gibt. Außerdem gibt es große Vorräte an Erdgas, sodass die Quellen noch lange nicht versiegen werden.

Durch ihre kompakte und praktische Bauform lassen sich die Gasheizgeräte nach Belieben aufstellen oder aufhängen. Es gibt zwar ein paar Grundregeln, doch die Flexibilität dieser Geräte erlaubt beispielsweise einen Standort im Gäste-WC, in einem Schrank oder auf dem Dachboden.
Einfache Gasthermen sind besonders klein und auch eine Kombi-Gasheizung mit Warmwasserspeicher braucht nicht viel Platz. Sie müssen also nicht viel Stauraum für das Gasheizsystem einplanen.

Ein großer Schornstein ist für das Heizsystem mit Gas unnötig. Die einfache oder Kombi-Gasheizung mit Brennwert benötigt lediglich eine Abgasleitung mit kleinem Durchmesser. Diese ist aus beständigem Edelstahl, Kunststoff und manchmal auch aus Keramik gefertigt.

Auf einen Tank können Sie verzichten, denn die Gaszuleitung direkt ins Haus macht eine Lagerung des Brennstoffes unnötig. Die Nutzung von Flüssigkeit ist hier eine Ausnahme: Der hierfür erforderliche Tank kann im Garten seinen Platz finden.

Die Gasheizgeräte mit Brennwerttechnik dienen nicht nur als Basisgerät für die Heizung, sondern sie sind auch für die Warmwasserbereitung zuständig. Bei den Geräten mit Durchlaufprinzip ist das Risiko von Legionellenbefall besonders gering, denn hier wird das Wasser nicht gelagert, sondern erst dann erwärmt, wenn Sie es benötigen. Eine Kombination mit einer Solaranlage oder Wärmepumpe ist bei den modernen Gasheizsystemen kein Problem. Durch eine solche Ergänzung lässt sich der Energieverbrauch spürbar reduzieren, zudem stehen Ihnen in diesem Fall staatliche Förderungen zu.

Die Anschaffungskosten für ein Gasheizsystem sind recht niedrig, auch wenn Sie sich für ein neues Gerät mit Brennwerttechnik entscheiden.
Zudem können Sie Fördermittel und günstige Finanzierungen beantragen. Bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder bei der BAFA finden Sie alle Informationen zu den Zuschüssen und zu preiswerten Krediten.

Nachteile der Gasheizung

Bei den Nachteilen handelt es sich eher um Einschränkungen, die sich einerseits auf die Grundvoraussetzungen beziehen und andererseits auf die Zukunftsaussichten.

Zunächst brauchen Sie natürlich einen Gasanschluss, um ein Gasheizsystem installieren zu lassen. Wenn diese Voraussetzung noch nicht gegeben ist, kostet die Verlegung relativ viel Geld. Als mögliche Alternative können Sie sich für Flüssiggas entscheiden, doch auf lange Sicht kann sich auch der Neuanschluss lohnen.

Etwas ältere Geräte mit Heizkessel bieten keine optimale Effizienz, darum kann ein Austausch, beispielsweise im Zuge einer Altbausanierung, nötig sein. Bei einer solchen Erneuerung brauchen Sie die Heizkörper aber nicht auszuwechseln.

Die Entwicklung des Gaspreises lässt sich nicht vorhersagen. Er orientiert sich an den Ölpreisen und hat sich in den letzten Jahren nur geringfügig verändert. Falls die Preise ansteigen sollten, haben Sie als Verbraucher die Möglichkeit, den Gasanbieter zu wechseln, um die laufenden Kosten im Griff zu behalten.

Einige Verbraucher sehen Gas als eine gewisse Gefahr an, da es sich um einen fossilen Brennstoff handelt. Die Nachteile sind jedoch gering, verglichen mit anderen Brennstoffen. Auch die Abhängigkeit von Erdgaslieferungen aus dem Ausland wird teilweise als Nachteil betrachtet, vor allem aus politischer Sicht.

Was darf die Gasheizung kosten?

Um die Kosten für eine neue Gasbrennwertheizung einzuschätzen, reicht der Gerätepreis alleine nicht aus. Auch für die Installation selbst, für das Montagezubehör und die Heizkörper sind gewisse Kosten einzuplanen. Wenn Sie sich beispielsweise für ein Gerät entscheiden, das 2.000 € kostet, liegen bei der gesamten Gasheizung die Kosten bei 5.000 bis 8.000 €.

Zu den günstigen Modellen gehören die wandhängenden Heizungen, die eine integrierte Durchlauf-Warmwasserbereitung haben. Hier ist auch von Gasthermen die Rede.

Kombi-Gasthermen, bei denen die Warmwasserbereitung durch einen integrierten Speicher sichergestellt wird, sind mit einem Preis von mindestens 2.500 € etwas teurer.

Gasheizgeräte mit externem Warmwasserspeicher kosten ab 3.500 €. Bei allen Ausführungen richtet sich der Preis nach verfügbaren Extrafunktionen und dem Qualitätsstandard.

Einige Installateure konzentrieren sich auf spezielle Marken. Es lohnt sich, auf ihre Ratschläge zu hören, denn diese Firmen sind meistens nicht nur für die Installation zuständig, sondern auch für die Wartung und für fällige Reparaturen.

Wird die Gasheizung 2026 noch gefördert?

Nein – reine Gasheizungen sind seit August 2022 aus der Bundesförderung gestrichen. Zuschüsse gibt es nur noch für Hybrid-Konstellationen, bei denen der erneuerbare Anteil (etwa eine Wärmepumpe) gefördert wird, oder für “H2-ready”-Anlagen im Rahmen kommunaler Wasserstoff-Netzpläne. Wer auf Zuschüsse von 30 bis 70 % zugreifen will, kommt am Umstieg auf Wärmepumpe, Pelletheizung oder Fernwärme nicht vorbei.

Gasheizung erneuern: Wann lohnt der 1:1-Tausch noch?

Eine neue Gas-Brennwertheizung kostet 8.000 bis 14.000 € komplett und spart gegenüber alten Konstanttemperatur-Kesseln 15 bis 30 % Verbrauch. Der Tausch Gas gegen Gas bleibt erlaubt, solange die kommunale Wärmeplanung nichts anderes festlegt – er bindet Sie aber für 20 Jahre an steigende Gas- und CO2-Preise und läuft ohne jede Förderung. Sinnvoll ist er vor allem als Übergang: in Häusern, die in wenigen Jahren ans Fernwärmenetz gehen, oder wenn das Budget den Wärmepumpen-Umstieg aktuell nicht hergibt.

Häufige Fragen zur Gasheizung

Was kostet eine neue Gasheizung mit Einbau?

8.000 bis 14.000 € für die Gas-Brennwerttherme inklusive Montage, Abgasführung und hydraulischem Abgleich. Eine Gastherme als Etagenheizung liegt bei 4.000 bis 8.000 €. Dazu kommen jährlich 1.600 bis 2.200 € Betriebskosten im Einfamilienhaus – mit steigender CO2-Abgabe.

Wie lange darf ich meine Gasheizung noch betreiben?

Bestehende Anlagen dürfen weiterlaufen und repariert werden. Die 30-Jahre-Austauschpflicht gilt wie bisher nur für alte Konstanttemperatur-Kessel. Erst wenn die Heizung irreparabel ausfällt, greifen die GEG-Übergangsfristen von mehreren Jahren für den Umstieg auf 65 % erneuerbare Energien.

Gasheizung oder Wärmepumpe – was ist 2026 die bessere Wahl?

Nach Förderung kostet die Wärmepumpe im typischen Einfamilienhaus kaum mehr als eine neue Gasheizung, läuft aber für die Hälfte der Betriebskosten. Die Gasheizung gewinnt nur noch in Sonderfällen: unsanierte Gebäude mit sehr hohen Vorlauftemperaturen oder als kurzfristige Überbrückung bis zum Fernwärme-Anschluss.

Bildquellen: Tomasz Zajda/stock.adobe.com

Handwerker-Vermittlung

Kostenlose Angebote in 48 Stunden.

Anfrage stellen
2 Mio+Anfragen
150 k+Handwerker
48 hØ Reaktion
20Jahre Erfahrung
Nach oben scrollen