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Wasserhahn tropft – Ursachen und Reparatur

Ein tropfender Wasserhahn geht auf Dauer so richtig ins Geld, auch, wenn dies auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. Die kleinen Tropfen haben eine enorme Wirkung, denn der Wasserverbrauch kann sich um bis zu 1.800 Liter pro Jahr erhöhen. Auf die Stunde gerechnet verliert ein undichter Wasserhahn etwa einen halben Liter Trinkwasser. Zudem geht den meisten Menschen das beständige Tropfgeräusch so richtig auf die Nerven. Es lohnt sich somit, schnell zu handeln und kaputte Wasserhähne zu reparieren.

Tropfender Wasserhahn – Ursachen

In vielen Fällen liegt kein umfassender Defekt vor, sondern Kalk hat sich abgelagert und begünstigt das Tropfen. Bei Zweigriffarmaturen sind oftmals die Dichtungen an der Mischdüse ursächlich für den tropfenden Wasserhahn. Ist das Wasser relativ kalkhaltig, greift es das Dichtungsmaterial an und sorgt dafür, dass es porös wird. Infolgedessen fließt das Leitungswasser dann ungehindert an der Dichtung vorbei, weshalb der Wasserhahn tropft. Die Dichtungen von Einhebelmischern sind stabiler, denn sie bestehen zumeist aus Keramik und sind damit weniger anfällig für Kalk. Allerdings begünstigen Verschmutzungen das Tropfen des Wasserhahns.

Tropfende Wasserhähne reparieren – Tipps für die Soforthilfe

Möchten Sie die Ursache dafür, dass der Wasserhahn tropft, selbst beheben, sollten Sie vorher unbedingt das Wasser abstellen, um Wasserschäden zu vermeiden. Auf diese Weise sind Sie in der Lage, Kartuschen und Dichtungen sicher zu wechseln. Hierfür sperren Sie die Wasserzuleitung ab, indem Sie den Haupthahn zudrehen. Er befindet sich meist in Küche oder Bad beziehungsweise im Keller. Beachten Sie, dass Dusche und Badewanne zumeist keine gesonderten Ventile haben. In diesem Fall ist es sinnvoll, die Wasserversorgung für die gesamte Wohnung zeitweise zu unterbrechen. Auch hier sollte das Restwasser abgelassen werden, um Druck in den Leitungen zu vermeiden.

Um die Wasserhahndichtung auszutauschen, ist nur ein geringer Arbeitsaufwand erforderlich. Generell werden Gummidichtungen mit der Zeit spröde und risshaft. Bei einer Zweigriffarmatur sperren Sie zunächst das Wasser an den Eckventilen ab, die sich direkt unter dem Waschbecken befinden. Haben Sie die Ventile geschlossen, ist es empfehlenswert, kurz die Hähne für warmes und kaltes Wasser zu öffnen, um so den Druck aus der Leitung zu lassen. Danach schrauben Sie dann die Griffe ab oder ziehen sie einfach ab. Auf diese Weise legen Sie das Ventil frei. Im Folgenden benötigen Sie einen Maulschlüssel, um das Ventil zu lösen. Entnehmen Sie das komplette Bauteil, um zur porösen Dichtung zu gelangen. Es befindet sich in der Regel an der Unterseite des Ventils. Um die Dichtung zu entfernen, lösen Sie die Kontermutter, die die Position der Dichtung sichert. Haben Sie die Dichtung ersetzt, bauen Sie alle Bauteile in umgekehrter Reihenfolge wieder ein und öffnen die Wasserzufuhr.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, dass der tropfende Wasserhahn daher kommt, dass der Perlator verkalkt ist. Dieser sollte entkalkt werden, um das Tropfen zu beheben. Für das Entkalken ist es erforderlich, den Strahlregler abzuschrauben, der sich am Ende des Wasserhahns befindet. So gelangen Sie zum Luftsprudler, der mithilfe einer Überwurfmutter in der Armatur festgehalten wird. Schützen Sie den Perlator am besten mit einem Tuch, um ihn nicht mit den Backen der Zange zu zerkratzen. Ein weiterer guter Trick ist es, die Zangenbacken mit Malerkrepp abzupolstern. Schrauben Sie nun den Strahlregler ab und entkalken Sie den Perlator. Hierfür benötigen Sie lediglich ein Essigbad und eine Zahnbürste.

Hört das Tropfen wider Erwarten auch dann nicht auf, wenn Sie die Dichtung ausgetauscht haben, kann es sein, dass die Kartusche kaputt ist, die sich in der Waschtischarmatur befindet. Bei einer Kartusche handelt es sich um ein klassisches Verschleißteil, das Sie sehr leicht auswechseln können. Die meisten Markenhersteller stellen Ersatzteile für Armaturen bis zu 30 Jahre lang zur Verfügung. Zudem erhalten Sie das Ersatzteil im Sanitärfachhandel. Die Kosten belaufen sich auf zehn bis 30 Euro. Ist das Wasser abgestellt, öffnen Sie den Wasserhahn. Lösen Sie die Schraube am beweglichen Teil des Einhebelmischers. Oft versteckt sie sich auch hinter der blau-roten Kappe. Dann entnehmen Sie die Mischkartusche. Befindet sich auf dieser eine Abdeckung, benötigen Sie eine Rohrzange, um diese zu lockern. Haben Sie die alte Kartusche entnommen, setzen Sie die neue ein. Abschließend bauen Sie die Armatur wieder zusammen.

Wasserhähne reparieren lassen vom Profi – Konditionen und Kosten

Reparieren Sie Ihren tropfenden Wasserhahn selbst, müssen Sie sich um die Kosten keine Gedanken machen. Die benötigten Ersatzteile sind zumeist kostengünstig und relativ leicht zu beschaffen. Beauftragen Sie einen Fachmann, sind die Kosten höher. Allerdings können Sie hierbei davon ausgehen, dass alle Arbeiten fachgerecht erledigt werden, und das oftmals binnen kurzer Zeit. Zudem besteht die Möglichkeit, die Kosten über den Vermieter abdecken zu lassen, je nachdem, welche Klauseln in Ihrem Mietvertrag enthalten sind. In einigen Fällen ist eine Reparatur durch den Profi unumgänglich und absolut ratsam. Wer darin geübt ist, Kleinreparaturen in der Wohnung oder im Haus selber zu erledigen, wird mit dem Entkalken des Perlators oder dem Tausch der Dichtung und der Kartusche kaum Schwierigkeiten haben. Tropft der Wasserhahn aber aus anderen Gründen, etwa, weil ein umfassender Defekt vorliegt, ist der Fachmann der optimale Ansprechpartner.

Bei Problemen mit dem Ventil ist es empfehlenswert, einen Sanitärfachbetrieb zu beauftragen. Ist der Ventilsitz korrodiert oder gebrochen, sind umfangreichere Arbeitsschritte erforderlich. In diesem Fällen fräst der Klempner den Ventilsitz aus, um das Ventil zu reparieren. In Mietwohnungen ist es besonders wichtig, in solchen Fällen einen Sanitärfachmann zu beauftragen. Folgeschäden durch unsachgemäßes Arbeiten können zu Schwierigkeiten mit dem Vermieter führen. Ein Sanitärprofi begutachtet vorab den Schaden und erstellt anschließend ein kostenloses und unverbindliches Angebot für die Reparatur. Das Angebot können Sie Ihrem Vermieter vorlegen, der oftmals die Kosten anteilig oder komplett übernimmt. Beschädigungen, die während der Mietzeit durch Verschleiß verursacht wurden, gehen in der Regel zu Lasten des Vermieters. Haben Sie den Schaden selbst verursacht, müssen Sie die Reparaturkosten tragen. Beachten Sie zudem, dass einige Mietverträge Kleinreparaturklauseln enthalten. Hier ist geregelt, in welchem Rahmen die Maßnahmen vom Mieter übernommen werden müssen. Für die einzelnen Reparaturen ist häufig eine Kostengrenze angeführt. Generell gilt ein Betrag zwischen 75 und 100 Euro als zuträglich. Darüber hinaus muss die Klausel eine Jahresbegrenzung für Kleinreparaturen beinhalten. In der Regel beträgt diese maximal 150 bis 200 Euro pro Jahr bzw. sechs Prozent der Jahresbruttomiete.

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Bild: bilanol / stock.adobe.com

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