Verpasse nicht diese Infos!

Hier kannst du dich für unseren wöchentlichen Newsletter anmelden:

Heizungspumpe austauschen.

Heizungspumpe austauschen - Vorteile und Kosten

Lesedauer 4 Minuten

In vielen deutschen Haushalten arbeiten ältere Heizungspumpen über Jahre hinweg und verbrauchen dabei mehr Strom als moderne Hocheffizienzpumpen. Ein Austausch wird häufig erst dann vorgenommen, wenn die Pumpe ausfällt. Dabei kann der Austausch einer alten, ungeregelten Umwälzpumpe eine vergleichsweise einfache Möglichkeit sein, den Stromverbrauch der Heizungsanlage zu reduzieren.

Wie hoch die Einsparung tatsächlich ausfällt, hängt vom Alter und der Leistung der vorhandenen Pumpe, der Betriebszeit und dem Heizsystem ab. Hier erfahren Sie, wann sich ein Austausch lohnt, welche Kosten entstehen und welche Förderung 2026 möglich ist. Außerdem erklären wir, was für Mieter gilt.

Wenn Sie Ihre Heizungspumpe austauschen lassen möchten, finden Sie auf blauarbeit.de Heizungsbauer in Ihrer Nähe. Fachbetriebe können neben dem Pumpentausch auch prüfen, ob weitere Maßnahmen wie ein hydraulischer Abgleich sinnvoll sind.

Vorteile des Tauschs der Heizungspumpe

Ältere Heizungspumpen arbeiten häufig ungeregelt. Sie laufen mit einer festen Leistung und passen ihren Stromverbrauch nicht an den tatsächlichen Wärmebedarf des Gebäudes an. Moderne Hocheffizienzpumpen können ihre Leistung dagegen automatisch an den Bedarf des Heizsystems anpassen.

Das kann den Stromverbrauch erheblich reduzieren. Eine ältere ungeregelte Pumpe kann je nach Leistung und Betriebsweise mehrere hundert Kilowattstunden Strom pro Jahr benötigen. Moderne Hocheffizienzpumpen kommen bei vergleichbaren Anwendungen häufig mit deutlich weniger Strom aus. Wie hoch die Ersparnis tatsächlich ausfällt, lässt sich deshalb nicht pauschal angeben.

Auch der Betriebszustand der Heizung spielt eine Rolle. Läuft die Pumpe während der gesamten Heizperiode mit hoher Leistung, ist das Einsparpotenzial größer als bei einer bereits relativ sparsamen oder nur zeitweise betriebenen Pumpe.

Ein weiterer Vorteil liegt in der bedarfsgerechten Regelung. Die Pumpe kann ihre Leistung reduzieren, wenn weniger Heizwasser umgewälzt werden muss. Das kann nicht nur Strom sparen, sondern auch zu einem ruhigeren und besser abgestimmten Heizbetrieb beitragen.

Gesetzliche Vorgaben

Für neu in Verkehr gebrachte Umwälzpumpen gelten bereits seit mehreren Jahren europäische Anforderungen an die Energieeffizienz. Seit 2013 dürfen bestimmte ältere, ungeregelte Pumpen nicht mehr neu verkauft werden. Bei einem heutigen Austausch wird deshalb normalerweise eine moderne Hocheffizienzpumpe eingesetzt.

Eine allgemeine gesetzliche Pflicht für Hauseigentümer, eine noch funktionierende alte Heizungspumpe allein aufgrund ihres Alters auszutauschen, besteht jedoch nicht. Ein Pumpentausch kann trotzdem sinnvoll sein, insbesondere wenn die vorhandene Pumpe sehr alt ist und dauerhaft mit hoher Leistung läuft.

Kosten für den Austausch

Die Kosten für den Austausch einer Heizungspumpe hängen unter anderem von der Pumpenleistung, dem Heizsystem und dem Aufwand für den Einbau ab. Für eine einfache Installation können Sie grob mit 300 bis 600 € inklusive Pumpe und Montage rechnen. Bei aufwendigeren Heizsystemen oder schwer zugänglichen Einbausituationen können die Kosten höher ausfallen.

Ein günstiger Zeitpunkt für den Austausch ist beispielsweise eine ohnehin anstehende Heizungswartung. Dann können sich Anfahrt und Arbeitsaufwand teilweise miteinander verbinden lassen.

Heizungspumpe austauschen: Kostenbeispiel

In einem Einfamilienhaus soll eine mehr als 20 Jahre alte Umwälzpumpe durch eine moderne Hocheffizienzpumpe ersetzt werden.

Angenommen, die alte Pumpe benötigt 500 kWh Strom pro Jahr und die neue Pumpe kommt mit 75 kWh aus. Bei einem angenommenen Strompreis von 30 Cent pro kWh ergibt sich folgende Rechnung:

Alte Pumpe: 500 kWh × 0,30 € = 150 € pro Jahr

Neue Pumpe: 75 kWh × 0,30 € = 22,50 € pro Jahr

Die rechnerische Ersparnis beträgt damit 127,50 € pro Jahr.

Bei angenommenen Gesamtkosten von 350 € würde sich der Austausch in diesem Beispiel nach weniger als drei Jahren amortisieren. Tatsächlich kann die Amortisationszeit kürzer oder länger ausfallen, weil Stromverbrauch, Strompreis, Pumpenleistung und Betriebsdauer von Gebäude zu Gebäude unterschiedlich sind.

Förderung für den Tausch der Heizungspumpe 2026

Der Austausch einer alten Heizungspumpe kann 2026 im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) als Maßnahme zur Heizungsoptimierung gefördert werden.

Der aktuelle Fördersatz beträgt 15 % der förderfähigen Kosten. Unter den Voraussetzungen für einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) kann ein zusätzlicher iSFP-Bonus von 5 % möglich sein. Damit sind insgesamt bis zu 20 % Zuschuss möglich. Der Pumpentausch wird dabei ausdrücklich als förderfähige Maßnahme zur Heizungsoptimierung genannt.

Gefördert werden unter anderem der Ersatz bestehender Heizungs-Umwälzpumpen und Warmwasser-Zirkulationspumpen durch hocheffiziente Pumpen. Für die förderfähigen Pumpen gelten technische Anforderungen, unter anderem hinsichtlich des Energieeffizienzindex.

Für die Heizungsoptimierung gelten außerdem bestimmte Voraussetzungen. Die Heizungsanlage muss grundsätzlich älter als zwei Jahre sein. Bei Heizungsanlagen mit fossilen Brennstoffen darf die Anlage nicht älter als 20 Jahre sein.

Wichtig ist außerdem der Zeitpunkt des Antrags: Der Förderantrag muss vor Abschluss des Vertrags gestellt werden. Mit der Maßnahme sollte daher nicht begonnen beziehungsweise der Auftrag nicht verbindlich vergeben werden, bevor die Fördervoraussetzungen und der Antrag geklärt sind.

Beispiel: Pumpentausch mit Förderung

Kostet der Austausch der Heizungspumpe beispielsweise 500 €, ergibt sich bei einem Fördersatz von 15 % ein Zuschuss von 75 €.

Bei einem Fördersatz von 20 % wären es 100 €.

Die förderfähigen Kosten und die konkreten Voraussetzungen sollten Sie vor der Beauftragung prüfen, da nicht jede einzelne Position eines Angebots automatisch förderfähig sein muss.

Hydraulischer Abgleich und Heizungspumpe kombinieren

Ein Pumpentausch kann mit weiteren Maßnahmen zur Heizungsoptimierung verbunden werden. Dazu gehört insbesondere der hydraulische Abgleich. Dabei wird die Wärmeverteilung im Heizsystem so eingestellt, dass die einzelnen Heizkörper beziehungsweise Heizflächen bedarfsgerecht mit Heizwasser versorgt werden.

Auch der hydraulische Abgleich kann im Rahmen der BEG als Maßnahme zur Heizungsoptimierung gefördert werden. Der Fördersatz liegt ebenfalls bei 15 %, bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen kann der iSFP-Bonus hinzukommen.

Ein Pumpentausch allein ersetzt jedoch keinen hydraulischen Abgleich. Ob beide Maßnahmen sinnvoll sind, sollte ein Fachbetrieb anhand des vorhandenen Heizsystems prüfen.

Informationen für Mieter

Bei einer fest installierten Heizungspumpe gehört der Austausch grundsätzlich zur Heizungsanlage des Gebäudes. Deshalb ist normalerweise der Vermieter beziehungsweise Eigentümer für die Instandhaltung und Modernisierung zuständig.

Mieter sollten eine alte oder auffällig laufende Heizungspumpe daher nicht eigenständig austauschen lassen, sondern den Vermieter ansprechen. Das gilt insbesondere dann, wenn die Pumpe Bestandteil einer zentralen Heizungsanlage ist.

Ein Austausch einer alten Pumpe gegen eine effizientere Hocheffizienzpumpe kann eine energetische Modernisierungsmaßnahme darstellen. Ob und in welchem Umfang Kosten auf die Miete umgelegt werden können, hängt jedoch von den konkreten Umständen und den mietrechtlichen Voraussetzungen ab. Die frühere pauschale Aussage, dass einfach 8 % der Pumpenkosten auf die Miete umgelegt werden können, ist deshalb zu undifferenziert.

Fazit: Wann lohnt sich ein Heizungspumpentausch?

Ein Austausch lohnt sich besonders bei alten, ungeregelten Heizungspumpen mit hohem Stromverbrauch. Moderne Hocheffizienzpumpen benötigen wesentlich weniger elektrische Energie und können ihre Leistung an den tatsächlichen Bedarf anpassen.

Mit Kosten von häufig einigen hundert Euro ist der Pumpentausch vergleichsweise überschaubar. Zusätzlich kann 2026 eine BEG-Förderung von 15 %, bei entsprechenden Voraussetzungen mit iSFP-Bonus bis zu 20 %, möglich sein.

Vor dem Auftrag sollten Sie deshalb prüfen lassen, wie viel Strom die vorhandene Pumpe tatsächlich verbraucht und ob weitere Maßnahmen wie ein hydraulischer Abgleich sinnvoll sind. So lässt sich besser beurteilen, wie schnell sich die Investition in Ihrem Heizsystem rechnet.

Foto: Дарина Федосенко / stock.adobe.com

Die Blauarbeit Redaktion schreibt über Handwerk, Bau, Sanierung und Kosten. Unser Vorteil: Wir sitzen an der Quelle. Blauarbeit vermittelt seit 2004 Handwerksaufträge in ganz Deutschland, über 2 Millionen waren es bisher. Aus diesen echten Projekten wissen wir, was eine Badsanierung, ein neuer Dachstuhl oder eine Wärmepumpe wirklich kostet. Dieses Praxiswissen steckt in jedem unserer Ratgeber, geprüft gegen amtliche Quellen.

So entstehen unsere Ratgeber

Handwerker-Vermittlung

Kostenlose Angebote in 48 Stunden.

Anfrage stellen
2 Mio+Anfragen
150 k+Handwerker
48 hØ Reaktion
20Jahre Erfahrung
Nach oben scrollen