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Holzfassade – Kosten und wichtige Infos für die Verkleidung

Wenn es darum geht, einen Neubau zu verkleiden oder einem Einbau ein neues Gewand zu geben, bieten verschiedene Fassadentypen eine große Auswahl unterschiedlicher Vor- und Nachteile. Eine Holzfassade ist, wenn sie richtig ausgeführt wird, haltbar, günstig und optisch reizvoll. Dabei kann sie bei der richtigen Auswahl des Holzes nicht nur isolierend wirken, sondern auch nachhaltig sein. Hier erfahren Sie mehr darüber, welche Überlegungen bei der Fassadenverkleidung mit Holz eine Rolle spielen und mit welchen Kosten Sie rechen müssen. Die Kostenangaben sind hier nur allgemein, denn neben dem Material spielt auch der Arbeitsaufwand eine wichtige Rolle. Dieser ist stark von der Struktur des Gebäudes und dem gewünschten Muster abhängig. Im Zweifelsfall berät Sie gerne einer der zahlreichen Experten, die Sie auf blauarbeit.de in Ihrer Nähe finden.

Bild von U. J. Alexander – stock.adobe.com

Welche Holzart eignet sich für die Holzfassade?

Eine der wichtigsten Fragen, die Sie sich stellen müssen, wenn Sie Ihr Haus mit Holz verkleiden wollen, ist die passende Holzart. Hier gibt es eine große Auswahl unterschiedlicher Hölzer, die alle eigene Vor- und Nachteile mitbringen. Da die Fassade UV-Strahlung, Wind und Wetter und auch Straßenschmutz ausgesetzt ist, muss das eingesetzte Holz robust sein und Feuchtigkeit und Schimmel verlässlich abwehren. Auch die Nachhaltigkeit spielt eine Rolle, denn Tropenhölzer sind nicht nur teuer, sondern belasten die Umwelt auch durch die hohen Transportwege und die oft nicht nachhaltigen Abbaumethoden. Der Trend geht hier eindeutig zu heimischen Holzarten.

Lärche und Douglasie

Zwei Klassiker für die Holzfassade sind Holz von der Lärche und Douglasie. Durch ihren hohen Harzanteil sind diese Holzsorten gegenüber Witterung besonders beständig. Sie benötigt deshalb auch keinen Schutzanstrich. Die graue Patina, die sich im Laufe der Zeit bildet, liegt voll im Trend und wird häufig sogar durch Vorvergrauung bewusst herbeigeführt. Aus diesem Grund sparen Sie sich viel Pflegearbeit. Die anfängliche Farbgebung liegt, je nach Wuchs, zwischen Beige und Rotbraun. Nachteilig ist bei diesem Holz vor allem der Preis, denn Lärche und Douglasie gehören zu den teuersten heimischen Holzsorten.

Fichte, Tanne und Kiefer

Wenn Sie Ihre Fassade günstiger einkleiden wollen, greifen Sie vielleicht lieber zu Fichte, Tanne und Kiefer. Auch diese Nadelbäume verfügen über einen guten Witterungsschutz, sind dank ihres schnelleren Wuchses jedoch in der Anschaffung günstiger. Der Harzanteil ist jedoch geringer, weswegen Sie diese Holzsorten ausreichend hinterlüften und in regelmäßigen Abständen streichen müssen.

Eiche und Robinie

Eichenholz und Robinienholz ist hart, dauerhaft und stabil, allerdings weist es einen recht geringen Harzanteil auf. Aus diesem Grund müssen Sie Eichenholz häufig streichen. Zusätzlich gehört dieses Holz zu den teuersten Hölzern auf dem heimischen Markt. Der Einsatz für die Fassadendämmung lohnt sich deshalb nur in trockenen Regionen, bei denen die mechanische Abnutzung eine große Rolle spielt.

Weitere Kostenfaktoren

Neben dem gewählten Holz ist es vor allem das Verlegemuster, welches die Kosten des Projekts beeinflusst. Eine flächige Verlegung auf einer glatten Fassade benötigt deutlich weniger Zeit als ein verwinkeltes Gebäude mit vielen Erkern, Winkeln und Vorständen. Zusätzlich gibt es einige weitere Verlegemuster, die sich vor allem durch ihre Optik unterscheiden. So kann das Fassadenholz in Lamellenform verlegt werden, als Schindeln für interessante optische Impulse sorgen oder speziell abgerundet werden. Jede dieser Verlegungsarten sorgt für eine Preissteigerung bei dem Material und den Arbeitskosten. Auf der anderen Seite greifen viele Hausbesitzer, die ihre Fassade günstig mit Holz verkleiden wollen, auf die Plattenverkleidung aus Holz zurück. Hier werden große Holzplatten mit einer Kantenlänge von bis zu fünf Metern an die Fassade angebracht. Hier gibt es zahlreiche fertige Systemlösungen für viele Gebäudetypen, die flexibel angepasst werden können. Die geringeren Kosten und die schnellere Durchführung der Arbeiten werden dabei durch eine geringere Individualität und die insgesamt weniger robuste Ausführung der Holzplatten, die meistens aus geleimtem Massivholz oder Pressholz bestehen, ausgeglichen.

Daneben werden viele Holzfassaden mit einer Außendämmung verbunden. Auch diese kann die Kosten des Projekts deutlich erhöhen. Hier kommt es vor allem auf die bereits bestehende Dämmung und die gewünschte Dämmwirkung an. Außerdem spielt auch das gewählte Dämmmaterial eine Rolle. Die hier investierten Geldmittel werden jedoch in vielen Fällen durch die höhere Energieeffizienz in einigen Jahren amortisiert.

Kosten für die Holzfassade

Die Kosten für eine Holzfassade teilen sich, wie bei den meisten Projekten, in die Materialkosten und die Arbeitskosten auf. Neben Aspekten der gewählten Holzart, Verlegungsmustern, dem Aufbau des Hauses und dem Vorhandensein einer Wärmedämmung ist es vor allem die Größe der verkleideten Hauswand, die hier eine Rolle spielt. Die hier angeführten Preise sind aus diesem Grund auf den Quadratmeter gerechnet und ohne eine Wärmedämmung. Sollten Sie sich für eine Wärmedämmung entscheiden, können sich die Preise für eine Holzfassade um 50 bis 200 Euro pro Quadratmeter Fläche erhöhen.

Materialkosten

Die Lattung, auf der die Fassade aufliegt, besteht aus günstigen, aber stabilen Hölzern und hat einen geringen Anteil an den Kosten. Der größte Kostenaspekt sind die Fassadenbretter oder -schindeln selbst. Je nach Holzart können Sie hier mit Kosten von 10 bis 120 Euro pro Quadratmeter rechnen. Günstige Hölzer wie Fichte oder Kiefer sind dabei deutlich preiswerter als Eiche oder Lärche. Auch durch bestimmte Schnittmuster oder Oberflächenbehandlungen wie eine Vorvergrauung können hier zusätzliche Kosten entstehen.

Arbeitskosten

Der übliche Lohn für Zimmerleute, welche die Fassadendämmung installieren und alle Vorbereitungsarbeiten durchführen, liegt bei 40 bis 50 Euro pro Stunde. Die genaue Dauer der Arbeiten schwankt dabei deutlich und kann zwischen einer halben Stunde pro Quadratmeter bei einfacher, vertikaler oder horizontaler Lattung und zwei bis drei Stunden bei zahlreichen Winkeln, komplexem Verlegemuster oder ungünstigen Arbeitsbedingungen liegen. Dabei kommt es auf eine exakte Verlegung an, nicht nur um das gute Aussehen der zukünftigen Holzfassade sicherzustellen, sondern auch, um eine ausreichende Hinterlüftung zu ermöglichen.

Checkliste für den Plan der Holzfassade

Wenn Sie sich bei Ihrem Haus für eine Holzfassade entscheiden, sollten Sie folgende Schritte unbedingt beachten:

  • Überprüfen Sie, ob zusätzliche Fassadenarbeiten wie Elektroarbeiten oder eine Außendämmung anstehen. Eine Holzfassade hat eine Lebensdauer von etwa 30 Jahren. Aus diesem Grund bietet es sich vor Beginn der Arbeiten an, wichtige Sanierungsarbeiten durchzuführen.
  • Wählen Sie eine passende Holzsorte und eventuelle Oberflächenbehandlungen. Beachten Sie dabei nicht nur die Optik, sondern auch Aspekte wie Nachhaltigkeit, pflegeleichtes Material und die Entsorgung. Stark imprägnierte und behandelte Hölzer können praktische Eigenschaften zu günstigen Preisen bieten, sind jedoch in ihrer Entsorgung teuer.
  • Wählen Sie eine passende Verlegungsart. Hier können Sie sich nach der Gestaltung Ihres Gebäudes, ortsüblichen Traditionen und der bei Ihnen üblichen Witterung orientieren. So empfiehlt sich in Regionen mit feuchtem Wetter eine horizontale Verlegung, da vertikale Bretter an der Unterseite faulen können.
  • Kontaktieren Sie einen Fachbetrieb auf blauarbeit.de. Dieser berät Sie gerne zu allen Aspekten im Bereich Holzfassaden und führt sie schnell, hochwertig und günstig durch.
  • Planen Sie die Wartung der Fassade. Viele Holzsorten müssen mit einer Lasur behandelt werden, um Ausgrauen zu verhindern und das Holz zu schützen. Ein Anstrich etwa alle fünf Jahre ist hier notwendig. In vielen Fällen unterstützt Sie hier auch der Fachbetrieb, der nicht nur über die notwendige Erfahrung, sondern auch über alles notwendige Gerät wie Hebebühnen verfügt. Durch einen Wartungsvertrag können Sie oft bares Geld sparen und vergessen nie diese wichtigen Arbeiten. 

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