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Vor dem Bau eines Wintergartens sollten Sie sich mit den Hintergrunddetails und der Kostenschätzung befassen. So können Sie die speziellen Eigenschaften eines neuen Kalt- oder Warmwintergartens zu Ihrem Vorteil ausnutzen. Die vergrößerte Wohnfläche mit schönem Lichteinfall bietet sich als komfortabler Platz zum Entspannen an sowie als Überwinterungsgelegenheit für empfindliche Pflanzen.
- Kosten
- Kostenfaktoren
- Materialien und ihre Eigenschaften
- Laufende Kosten
- Fördermittel
- Kalt oder warm?
- Wohnwintergarten und Gebäudeenergiegesetz
- Lage des Wintergartens
- Verglasung
- Was kostet welcher Wintergartentyp?
- Welche Nebenkosten kommen dazu?
- Was kostet der Wintergarten im Betrieb?
- Häufige Fragen zu den Wintergartenkosten
Kosten
Wintergärten bestehen zu großen Teilen aus Glaselementen. Diese sollten den Anforderungen an Energieeffizienz, Einbruchsicherheit und Schallisolierung standhalten. Auch der Preis ist von der Glasqualität abhängig. Bei einer dreifachen Verglasung sind die Kosten für den Wintergarten deutlich höher als bei einer doppelten Verglasung. Auch die Größe, das verbaute Material und zusätzliche Bauteile wie Beschattungssysteme wirken sich auf den Gesamtpreis aus.
Günstige Wintergärten für Heimwerker kosten beispielsweise 5.000 €. Für Warmwintergärten vom Profi beginnen die Preise je nach Größe bei ca. 15.000 €. Bei einer Top-Qualität können die Kosten bis auf 40.000 € und höher steigen. Eine Premium-Ausstattung bietet dafür besonders viel Komfort.
Ein ungedämmter Kaltwintergarten kostet ungefähr 400 bis 800 € pro m². Gedämmte Wohnwintergärten mindestens 1.500 bis 2.000 € pro m².
Kostenfaktoren
- Welche Materialien werden verbaut?
- Welche Art von Sonnenschutz wird eingebaut?
- Soll eine Klimaanlage eingebaut werden?
- Soll eine Solaranlage auf den Wintergarten?
- Wie warm soll es im Winter werden?
Materialien und ihre Eigenschaften
- Kunststoff ist besonders günstig, pflegeleicht und in vielen Farben erhältlich.
- Holz ist etwas teurer und wenn man es außen verwendet, muss man mehr auf die richtige Pflege und Witterungsschutz achten.
- Aluminium ist teurer, aber auch sehr pflegeleicht und korrosionsfest.
- Edelstahl kostet am meisten. Es ist jedoch pflegeleicht, korrosionsfest und gut geeignet für eine Konstruktion ohne Wärmebrücken.
Auch eine Kombination verschiedener Materialien ist möglich. Aluminium und Edelstahl sollten sich dann jedoch nicht berühren, um Kontaktkorrosion zu vermeiden.
| Material | Kosten pro m² |
|---|---|
| Kunststoff | 300 – 650 |
| Holz | 625 – 915 € |
| Aluminium | 1.100 – 1.460 € |
| Edelstahl | 1.917 – 2.250 € |
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Laufende Kosten
Vor dem Kauf sollten Sie auch über die Betriebskosten nachdenken.
- Heizkosten/Stromkosten
- Reinigung
- Instandhaltung
- Bepflanzung
Die Reinigung des Wintergartens kostet in der Regel ungefähr 300 €. Die genauen Kosten hängen vor allem von der Fläche ab und wie gut die Flächen zu erreichen sind. Wie oft Sie reinigen oder reinigen lassen, bleibt Ihnen überlassen.
Die Heizkosten können Sie senken, indem Sie vor dem Bau auf die Dämmung achten. In manchen Fällen reicht es dann, einfach die Wärme aus dem anliegenden Raum hereinzulassen. Andere schließen noch einen weiteren Heizkörper an die bestehende Heizungsanlage an.
Fördermittel
Grundsätzlich gibt es keine staatlichen Fördermittel für den Wintergartenbau. Abhängig von den Voraussetzungen können Sie jedoch eine KfW-Förderung für die anstehenden Baumaßnahmen bekommen. Dies ist beispielsweise bei energieeffizienten Neubauten möglich. Hier findet der Bau des Wintergartens nicht einzeln statt, sondern er wird mit energetischen Neubaumaßnahmen kombiniert.
Auch für den Einbau von energiesparenden Fensterscheiben gibt es bei rechtzeitiger Beantragung eine Förderung. Außerdem können Sie von der KfW einen zinsgünstigen Kredit für energetische und altersgerechte Umbauten in Anspruch nehmen (Kredit 159).
Ein Fachmann für Wintergartenbau informiert Sie über die Fördermöglichkeiten und erklärt Ihnen die richtige Vorgehensweise und Reihenfolge. So können Sie Geld sparen und/oder einen günstigen Förderkredit aufnehmen, wenn Sie Haus und Wintergarten modernisieren möchten.
Kalt oder warm?
Typischerweise sind Wintergärten in Deutschland nach Süden oder Südwesten ausgerichtet. So ist eine gute Sonneneinstrahlung gewährleistet. Bei einer Erweiterung des Wohnhauses durch einen Wintergarten entsteht eine Art Wärmepuffer. Allerdings geht durch die Glasflächen Wärmeenergie verloren. Darum ist für den Wintergartenbau eine fachkundige Planung erforderlich, um den Energieverlust gering zu halten und den Glashauseffekt zu nutzen. Es gibt zwei Hauptvarianten bei den Wintergärten:
- Der Kaltwintergarten hat keine Heizung und ist deshalb relativ preiswert. Er bleibt im Winter zwischen 0 und 12 Grad Celsius und bietet sich als ideales Überwinterungsquartier für Gartenpflanzen im Topf an. Bei einer günstigen Konstruktion kann es zu Kondenswasser kommen, wodurch sich die Gefahr von Schimmelbildung erhöht.
- Der Warmwintergarten, auch als Wohnwintergarten bekannt, ermöglicht eine ganzjährige Nutzung als Wohnraum. Für eine gute Wärmedämmung hat dieser Wintergarten zumeist eine Mehrfachverglasung.
Wohnwintergarten und Gebäudeenergiegesetz
Welche energetischen Anforderungen muss ein Wintergarten erfüllen? Wenn der neue Wintergarten eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt muss man sich keine Gedanken machen:
- Keine Beheizung oder leichte Beheizung auf weniger als 12 Grad
- Weniger als vier Monate im Jahr beheizt
- Nutzfläche von weniger als 15 m²
Auch bei ganzjähriger Beheizung auf 19 Grad sind die Anforderungen nicht streng, wenn die Nutzfläche unter 50 m² bleibt und der Wintergarten über das bestehende Heizungssystem versorgt wird. Bei über 50 m² oder einer neuen Heizung handelt es sich um einen Neubau, der gut gedämmt sein muss. Unabhängig vom GEG empfehlen wir eine gute Dämmung aber sowieso, wenn der Wintergarten beheizt werden soll.
Folgende Dämmwerte sind nötig, um die GEG-Anforderungen zu erfüllen:
Zieltemperatur ≥ 19 °C
| Glasdach | 2 W/(m2·K) |
| Dachflächenfenster | 1,4 W/(m2·K) |
| Fassade | 1,5 W/(m2·K) |
| Fenster & Fenstertür | 1,3 W/(m2·K) |
| Außentür | 1,8 W/(m2·K) |
Zieltemperatur 12 bis < 19 °C
| Glasdach | 2,7 W/(m2·K) |
| Dachflächenfenster | 1,4 W/(m2·K) |
| Fassade | 1,9 W/(m2·K) |
| Fenster & Fenstertür | 1,9 W/(m2·K) |
| Außentür | 1,8 W/(m2·K) |
Im GEG gibt es eigentlich keine Vorgaben für Wintergärten, das Wort kommt überhaupt nicht vor. Es gibt jedoch Vorgaben für ihre Bauteile. Die Seitenwände sind in diesem Fall eine Vorhangfassade.
Lage des Wintergartens
Je nach Lage des Wintergartens strahlt die Sonne ganz anders ein. Sie sollten am besten schon vor dem Bau des Hauses wissen, was Sie im Wintergarten machen möchten und welche Richtung dafür ideal ist.
- Süden: Hohe Sonneneinstrahlung und viel Wärme für kalte Tage. Eine Photovoltaikanlage eignet sich für das Dach, wenn der Wintergarten im Sommer zu heiß wird. Sonst ist eine Markise empfehlenswert.
- Osten: Eignet sich besonders gut für das Frühstück bei Sonnenaufgang und Pflanzen, die direktes Sonnenlicht nicht vertragen.
- Westen: Ähnlich wie die Ostseite, aber mehr Sonnenlicht am Nachmittag und Abend.
- Norden: Wenig Sonneneinfall und heizt sich im Sommer nicht so stark auf. Mit Dreifachverglasung ist es trotzdem im Winter angenehm warm.
Verglasung
Mit dem Glas von Wintergärten ist es ähnlich wie bei normalen Fenstern: Dreifachverglasung dämmt am besten. Je niedriger der Wärmedurchgangskoeffizient, desto weniger müssen Sie heizen und desto weniger heiß wird es im Sommer. Es gibt jedoch noch zwei Möglichkeiten, die man bei der Planung kennen sollte:
Selbstreinigendes Glas wird von außen mit Titandioxid beschichtet. Es reagiert mit UV-Strahlen und Sauerstoff und zersetzt so organischen Schmutz. Der wird dann beim nächsten Regen leichter abgewaschen.
Sonnenschutzglas macht den Wintergarten permanent etwas kühler. Ihre Pflanzen bekommen dadurch zwar weniger Licht ab, aber Sie schützen auch Ihre Haut. Im Sommer wird es angenehmer, aber im Winter müssen Sie mehr heizen. Es gibt hier keine klare Empfehlung, der Einsatz ist abhängig von Ihren Wünschen. In der Regel sollten Sie auch eine Möglichkeit haben, den Wintergarten von oben zu verschatten, mit Markise oder Rollladen.
Was kostet welcher Wintergartentyp?
| Typ | Kosten je m² | Bei 20 m² | Details |
|---|---|---|---|
| Terrassenüberdachung | 150 bis 600 € | 3.000 bis 12.000 € | der Vergleich beider Lösungen |
| Kaltwintergarten | 400 bis 1.200 € | 8.000 bis 24.000 € | Kaltwintergarten Kosten |
| Bausatz in Eigenmontage | 250 bis 900 € | 5.000 bis 18.000 € | Eigenleistung und Bausatzpreise |
| Wohnwintergarten beheizt | 1.500 bis 3.500 € | 30.000 bis 70.000 € | Wohnwintergarten Kosten |
| Glasanbau als Wohnraum | 2.000 bis 4.500 € | 40.000 bis 90.000 € | Glasanbau Kosten |
Zwischen der einfachsten und der aufwendigsten Variante liegt der Faktor dreißig. Entscheidend ist nicht die Größe, sondern die Frage, ob der Raum beheizt und ganzjährig als Wohnraum genutzt werden soll.
Welche Nebenkosten kommen dazu?
| Position | Kosten | Details |
|---|---|---|
| Fundament | 40 bis 420 € je m² | Fundament richtig planen |
| Statik | 800 bis 2.500 € | Pflicht bei jedem Bauantrag |
| Planung und Bauantrag | 1.500 bis 4.000 € | Genehmigung und Vorschriften |
| Beschattung | 120 bis 500 € je m² Glas | außenliegend deutlich wirksamer |
| Lüftungsflügel im Dach | 600 bis 2.200 € je Stück | Lüftung gegen Kondenswasser |
| Heizung | 800 bis 6.000 € | Heizsysteme im Wintergarten |
Beschattung und Lüftung machen zusammen 15 bis 25 % der Gesamtkosten aus und werden im ersten Entwurf oft weggelassen. Ohne beides ist ein Südwintergarten im Sommer allerdings nicht nutzbar.
Was kostet der Wintergarten im Betrieb?
| Position im Jahr | Kaltwintergarten | Wohnwintergarten |
|---|---|---|
| Heizung | 0 bis 150 € | 400 bis 1.200 € |
| Reinigung | 0 bis 500 € | 0 bis 600 € |
| Wartung Beschattung und Lüftung | 100 bis 300 € | 100 bis 300 € |
| Rücklage Instandhaltung | 150 bis 350 € | 250 bis 500 € |
| Summe | 250 bis 1.300 € | 750 bis 2.600 € |
Bei einem Holzwintergarten kommen alle fünf bis zehn Jahre 800 bis 2.500 € für den Anstrich dazu. Der Materialvergleich über die Nutzungsdauer steht in Holz, Aluminium oder Kunststoff.
Häufige Fragen zu den Wintergartenkosten
Was kostet es, einen Wintergarten bauen zu lassen?
Bei 20 m² zwischen 8.000 € für einen einfachen Kaltwintergarten und 90.000 € für einen vollwertigen Glasanbau. Der Unterschied liegt in Verglasung, Fundament und Heizung.
Lässt sich beim Fundament sparen?
Nur beim unbeheizten Bau, wo ein Streifenfundament genügt. Beim beheizten Wintergarten ist eine gedämmte Bodenplatte Pflicht, sonst geht Wärme direkt ins Erdreich.
Gibt es Förderung?
Für den Anbau selbst nicht. Steuerlich lassen sich 20 % der Arbeitskosten nach § 35a EStG geltend machen, maximal 1.200 € im Jahr.
Wie lange dauert der Bau?
Sechs bis zwölf Monate von der Anfrage bis zur Nutzung, davon zwei bis sechs Monate für Planung und Genehmigung. Die Montage selbst dauert ein bis drei Wochen.




