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Für jedes Badezimmer gibt es die passenden Toilettenarten

Toilettenarten im Überblick: Vor- und Nachteile

Letzte Aktualisierung am 18. Mai 2021 von A. Mroos

Sie bauen, renovieren oder planen eine Badsanierung und benötigen eine neue Toilette, wissen aber nicht welches Modell, das richtige für Sie ist? Kein Wunder, denn heutzutage gibt es viele verschiedene WC-Ausführungen und WC-Formen zu kaufen. Dabei stehen Sie als Käufer vor Qual der Wahl. Brauche ich einen Flach- oder Tiefspüler? Will ich ein Stand- oder Hängemodell? Fragen über Fragen, mit denen Sie konfrontiert werden. Um Sie bei der Wahl der Toilettenart zu unterstützen, zeigen wir Ihnen nachfolgend, welche verschiedenen Toilettenarten es gibt und welche Vor- und Nachteile diese Arten jeweils besitzen.

Tiefspüler oder Flachspüler?

Die geläufigen Toiletten lassen sich unter anderem in Anbetracht ihres Spülmechanismus in Tiefspüler oder Flachspüler unterscheiden:

Flachspüler

Flachspüler: Bei Flachspülern handelt es sich um eine Toilettenart, die über ein eingebautes Auffangbecken im Inneren des WCs verfügen. Dieses Auffangbecken fungiert als eine Art Zwischenstufe, die dafür verantwortlich ist, dass die Exkremente nicht direkt ins Wasser fallen, sondern auf dieser liegen bleiben. Demnach wird durch die  Zwischenstufe verhindert, dass Siphonwasser ans Gesäß spritzt. Hinzu kommt, dass mithilfe der Zwischenstufe der Stuhl besser überwacht werden kann. Dies ist vor allem dann von Bedeutung, wenn der Stuhl aufgrund von gesundheitlichen Gründen beobachtet werden muss. Hierbei stellt sich der Flachspüler als ein wahrer Alltagshelfer heraus.

Nachteilig ist hierbei, dass die Exkremente erst mit Betätigung des Spülvorgangs von der Zwischenstufe in die Kanalisation gespült werden. Dies bringt einen erhöhten Reinigungsaufwand mit sich und sorgt zudem für eine etwas stärkere Geruchsbildung. Demnach ergeben sich für den Flachspüler zusammengefasst folgende Vor- und Nachteile:

Vorteile Nachteile
Beobachtung des Stuhls möglich
Stärkere Geruchsbildung
Keine Spritzgefahr
Höherer Reinigungsaufwand
Hoher Wasserverbrauch

Tiefspüler

Der Tiefspüler hingegen verfügt über kein zusätzliches Auffangbecken. Dies hat zur Folge, dass bei dieser Toilettenart die Exkremente direkt in den wassergefüllten Abfluss fallen. Nachteil hierbei ist, dass durch den direkten Fall ins Siphonwasser oftmals Spritzer entstehen können, die bis an das Gesäß spritzen. Allerdings wird durch den direkten Fall der Exkremente ins Siphonwasser die Geruchsbildung deutlich eingeschränkt. Auch die Reinigung des WCs gestaltet sich hierbei deutlich leichter und der Wasserverbrauch ist ebenfalls deutlich geringer als vergleichsweise beim Flachspüler. Somit besitzt der Tiefspüler folgende Vor- und Nachteile:

Vorteile

Nachteile

Geringer Reinigungsaufwand

Spritzgefahr

Geringe Geruchsbildung

 

Geringer Wasserverbrauch

 

Dank dieser zahlreichen Vorteile, welche die Nachteile deutlich überwiegen, stellt der Tiefspüler unter den beiden Spülmechanismen in deutschen Haushalten das meist angewandte WC dar.

Standmodell oder Hängemodell?

Neben den Spülmechanismen lassen sich die geläufigen Toilettenarten zudem in Anbetracht ihrer Bauart in Standmodelle und Hängemodelle unterscheiden:

Standmodell

Ein Stand-WC wird direkt auf dem Fußboden befestigt

Das Standmodell wird direkt auf dem Fußboden befestigt und ist deshalb auch unter dem Begriff des bodenstehenden WCs oder des Stand-WCs geläufig. Dabei setzt diese Art von WC einen Bodenablauf voraus. Denn nur in Ausnahmefällen wird das Abwasser hierbei über die Rückwand und somit über den Sockel des Standbeins abgeleitet. Aufgrund der Bodenmontage gestaltet sich bei dieser Toilettenart die Reinigung um das Klo als etwas schwieriger. Auch das Erscheinungsbild ist hierbei etwas klobiger und besitzt keine Möglichkeit zur individuellen Bestimmung der Sitzflächen. Hinzu kommt, dass diese Toilettenart oftmals über einen zusätzlichen Aufputzspülkasten, wobei es sich um einen sichtbaren Spülkasten handelt, verfügt.

Vorteil dieser Toilettenart liegt vor allem in ihrer einfachen Montage. Demzufolge ergeben sich für das Standmodell folgende Vor- und Nachteile:

Vorteile

Nachteile

Einfache Montage

Schwere Reinigung um das WC

 

Klobiges Erscheinungsbild

 

Keine individuelle Sitzflächenbestimmung möglich

 

Aufputzspülkasten

 

Bodenablauf notwendig

Hängemodell

Ein Hänge-WC wird an der Wand montiert

Das Hängemodell ist bodenfrei und wird an der Wand montiert. Daher ist diese Toilettenart auch unter den Bezeichnungen wandhängendes WC oder Wand-WC geläufig. Dank seiner Montage an der Wand lässt sich das WC deutlich leichter reinigen. Im Gegensatz zum Standmodell wird beim Hängemodell auf einen Unterputzspülkasten zurückgegriffen, der nicht sichtbar in der Wand installiert wird. Allerdings gestaltet sich die Montage hierbei meist als etwas aufwendiger, als es vergleichsweise beim Standmodell der Fall ist. Jedoch besteht dabei die Möglichkeit, die Höhe der Toilette variabel zu bestimmen. Außerdem stehen Ihnen beim Hängemodell verschiedene Sitzflächen zur Auswahl zur Verfügung. Hinzu kommt, dass das WC weniger Platz einnimmt und vor allem aus optischer Sicht ein elegantes Erscheinungsbild vermittelt.

Eine ganz besondere Art des Hängemodells stellt das Urinal dar. Hierbei handelt es sich um eine Toilette, die vor allem in Männerhaushalten ein beliebtes Must-have ist. Bei dieser Toilettenart müssen Sie sich weder hinsetzen noch eine Toilettenbrille hochklappen. Folgende Vor- und Nachteile ergeben sich somit für das Hängemodell:

Vorteile

Nachteile

Leichte Reinigung um das WC

Aufwendige Montage

Unterputzspülkasten

 

Höhe ist variabel bestimmbar

 

Verschiedene Sitzflächen verfügbar

 

Elegantes Erscheinungsbild

 

Platzsparend

 

Worauf sollten Sie achten, wenn Sie die Toilettenarten auswählen?

Für welche dieser verschiedenen Toilettenarten Sie sich schlussendlich entscheiden, ist unter anderem von dem vorhandenen Platz sowie weiteren Gegebenheiten bei Ihnen vor Ort abhängig. Steht Ihnen für die Toilette nur wenig Platz zur Verfügung, bietet sich die Anbringung eines Hängemodells an. Denn vor allem die Standmodelle nehmen aufgrund ihres eher klobigen Designs deutlich mehr Platz ein, als vergleichsweise ein Hängemodell. Einen weiteren bedeutsamen Aspekt bei der Wahl der Toilettenart stellt der vorhandene Abfluss dar. Ist bei Ihnen ein senkrechter Bodenablauf vorhanden, so sollten Sie auf ein Standmodell zurückgreifen. Ein Hängemodell benötigt hingegen einen waagrechten Ablauf in der Wand. Hinzu kommt, dass Sie für die Montage eines Hängemodells eine Wand sowie eine Befestigung benötigen, welche der Belastung eines sitzenden Menschen standhalten.

Neben diesen grundlegenden bautechnischen Aspekten kommt es bei der Auswahl der Toilettenart aber vor allem auch auf Ihre persönlichen Bedürfnisse sowie auf Ihre individuellen Designwünsche an. Denn grundsätzlich ist die Wahl der Toilettenart schlussendlich auch eine Frage Ihrer persönlichen Vorliebe sowie Ihrer ganz individuellen Situation und den daraus erwachsenden Anforderungen an eine Toilette. Gerne stehen Ihnen Experten und Expertinnen aus dem Sanitärfachbereich bei der Auswahl der für Sie richtigen Toilettenart beratend und unterstützend zur Seite. Darüber hinaus kümmern sich die Fachbetriebe auch um eine fachmännische Montage Ihrer Toilette.

Welche Innovationen gibt es bei Toiletten?

Auch Toiletten zeichnen sich durch stetige Innovationen aus. Die bekanntesten Neuheiten unter den Toiletten sind dabei vor allem das spülrandlose WC sowie das Dusch-WC:

  • Spülrandloses WC: Das spülrandlose WC überzeugt insbesondere durch seinen fehlenden Spülrand. Dies ermöglicht nicht nur eine erleichterte und einfachere Pflege des WCs, sondern sorgt darüber hinaus auch für eine perfekte Hygiene. Denn aufgrund des fehlenden Spülrands verfügt die Toilette in ihrem Inneren nicht mehr über schwer zugängliche, schwer erreichbare und verborgene Stellen. Folglich haben es sowohl der Schmutz als auch die Keime schwer, sich im Inneren der Toilettenschüssel festzusetzen. Darüber hinaus bestechen die modernen spülrandlosen Toiletten durch ihr perfektes Spülergebnis. Denn aufgrund der eingebauten Flächenspülung wird eine gleichmäßige Spülung ermöglicht, ohne dabei über den Rand hinaus zu spritzen. Des Weiteren benötigen diese modernen WCs deutlich weniger Wasser als vergleichsweise bei herkömmlichen Toiletten der Fall ist.
  • Dusch-WC: Ein Gefühl von Luxus und Erfrischung, das versprechen die neuen Dusch-WCs, die auch unter dem Begriff Washlet bekannt sind. Diese WC-Art kombiniert eine herkömmliche Toilette mit einem Bidet und ermöglicht so eine hygienische Intimreinigung. Diese erfolgt mithilfe eines Wasserstrahls, sodass Feuchttücher und Toilettenpapier hierbei ausgedient haben. Dank dieser Innovation sind Dusch-WCs vor allem auch für bewegungseingeschränkte Personen, die sich dank der Wasserstrahltechnologie keinerlei Gedanken um die Intimreinigung mehr machen müssen, von Vorteil.

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Bildquellen:
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