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Stundenlohn des Malers berechnen

Maler Stundenlohn – Preise und Kosten im Überblick

Letzte Aktualisierung am 23. November 2021 von Max Lehmann

Wie teuer sind welche Malerarbeiten? Welchen Stundenlohn erhalten Maler? Wie setzt sich der Stundenlohn eines Malers zusammen und welcher tarifliche Mindestlohn gilt? Um diese Fragen beantworten zu können, müssen Sie die Preiskalkulation der Maler zunächst genauer unter die Lupe nehmen. Denn es gibt einige Zusatzkosten, die viele nicht mit einplanen und entsprechend ins Schleudern geraten.

Wonach wird genau abgerechnet? Geht es um Stundensatz oder Quadratmeterpreis, Farbanstrich oder Tapetenart? Spielen Anfahrtskosten eine wesentliche Rolle, die unbedingt eingeplant werden sollte? Es gibt genug Möglichkeiten, wonach das Gehalt des Malers berechnet werden kann.

Was das Streichen Ihrer Wände kostet

Wenn Sie eine Renovierung in den eigenen vier Wänden vornehmen möchten, spielen Malerarbeiten auch hier eine große Rolle. Wie teuer ist es beispielsweise, wenn Sie eine 50 oder 100 Quadratmeter Wohnung streichen? Zunächst muss der Maler, den Sie beauftragen, genau wissen wie groß die zu streichende Wand- oder Deckenfläche in Ihrer Wohnung ist. Der professionelle Maler berechnet im Regelfall für seinen Maler Stundenlohn jeden gestrichenen Quadratmeter für das Wände streichen.

Wenn Sie beispielsweise eine 50 Quadratmeter Wohnung streichen lassen möchten, haben Sie logischerweise auch eine 50 Quadratmeter Deckenfläche. Damit Sie die Kosten der Wandfläche besser einkalkulieren können, müssen Sie die Deckenhöhe und die Platzierung von Türen und Fenstern an den Wänden berücksichtigen.

Wie ermitteln Sie die zu streichende Fläche?

Damit Sie den Maler Stundenlohn besser abschätzen können, brauchen Sie einen entsprechenden Überblick über die Quadratmeterzahl, die Sie streichen möchten. Dazu sollten Sie folgendes ausmessen: 

  • Länge der Wände
  • Raumhöhe
  • Länge und Breite der Räume (Deckenfläche ermitteln) 
  • Fläche der Türen 
  • Fläche der Fenster 

Die Wandfläche ermitteln Sie, indem Sie die die Länge der Wände mit der Raumhöhe multiplizieren und anschließend die Fläche der Türen und Fenster von der berechneten Summe davon abziehen. Wenn Sie auch die Decke streichen wollen, addieren Sie die Fläche dazu. 

Neben der Quadratmeterzahl, die Sie nun ermittelt haben, sollten Sie dennoch folgendes mit einplanen: 

  • Farbwahl und Material
  • eventuelle Grundierung
  • Anzahl der Anstriche
  • Ausbesserungs- und Verputzarbeiten

Wie teuer ist ein Quadratmeter?

Für einen gestrichenen Quadratmeter berechnet Ihnen ein professioneller Maler je nach Region etwa fünf Euro inklusive Mehrwertsteuer. Enthalten ist in der Regel neben dem einfachen, weißen Anstrich ohne extra Ausbesserungsarbeiten noch Folgendes:

  • Kosten für das Streichen
  • Farbe 
  • Material zum Abkleben 
  • Anfahrt 

Wenn mehrere Anstriche oder weitere Ausbesserungsarbeiten nötig sind, müssen Sie natürlich mit weiteren Kosten rechnen. Hier können bereits auch 15 Euro pro Quadratmeter anfallen. Stundensätze sind bei den gelernten Malern und Lackierern eher weniger üblich, weil Sie letztlich mit diesem Preis pro Quadratmeter ausschließlich die eigentliche Leistung bezahlen und nicht die Kosten für die Arbeitszeit.

Der abgerechnete Maler-Stundenlohn beträgt ungefähr 30 bis 60 Euro, wobei Farbkosten inbegriffen sind. Das mag auf den ersten Blick nach einem hohen Betrag klingen, aber der Großteil davon kommt beim Handwerker gar nicht an. Der Stundenlohn eines Malers setzt sich nämlich zusammen aus Lohnzusatzkosten, Gemeinkosten und dem eigentlichen Handwerker-Stundenlohn. Davon nehmen die Lohnzusatzkosten – Sozialversicherungsbeiträge, Lohn für Krankheitstage oder für Urlaubstage – den größten Teil ein.

Für den Brutto-Stundenlohn eines angestellten Malers lohnt sich ein Blick in den aktuellen Tarifvertrag. Malergesellen verdienen mindestens 13,80 bis 17,51 Euro, je nach Jahren im Beruf. Vorarbeiter mindestens 19,72 Euro. Auch für ungelernte Arbeiter es einen niedrigeren Mindestlohn von 11,40 Euro.

Selbst Hand anlegen günstiger?

Um ungefähr ausrechnen zu können, ob es vielleicht günstiger wäre, selber die Malerarbeiten zu übernehmen, können Sie den Quadratmeterpreis von 5 Euro zunächst als Grundlage nehmen. Gute Farbe sind ab 5 Euro aufwärts pro Liter in etwa erhältlich. Achten Sie beim Kauf von der gewünschten Farbe auf Qualitätssiegel und Umweltverträglichkeit (Blauer Engel). Beachten Sie außerdem, dass Sie gegebenenfalls mehrmals streichen müssen, in der Regel zwei bis dreimal. Eine ungefähre Orientierung, wie viel Fläche Sie mit einem Farbeimer streichen können, bietet die Verpackung. Hinzu kommen Kosten für entsprechende Pinsel, Rollen und Abdeckmaterial. Bedenken Sie auch, dass Sie als Laie viel mehr Zeit in Anspruch nehmen müssen. 

Häufig müssen Malerarbeiten schnell erledigt werden, wenn beispielsweise ein Auszug plötzlich ansteht oder man die Arbeiten auch einfach schnell hinter sich bringen möchte, ist es sinnvoll einen professionellen Maler zu engagieren. Wenn Sie vielleicht auch spezielle Wünsche für Ihre Wände haben, sei es ein bestimmtes Muster an einer bestimmten Stelle oder Sie möchten sich an den Küchentrends orientieren, ist auch hier der Fachmann Ihr richtiger Ansprechpartner. Ob Sie nun Ihre Wände mit tollen Naturfarben streichen, sich für eine Fototapete oder eine Vliestapete entscheiden – der Profi in Sachen Malerarbeiten ist Ihr Fachmann.

Bildquelle: visivasnc/stock.adobe.com

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5 Kommentare zu „Maler Stundenlohn – Preise und Kosten im Überblick“

  1. Julia Schwarzmann

    Wir müssen unsere 3 Zimmer Wohnung neu streichen und wir haben uns gefragt, ob wir es allein schaffen würden. An den Kosten für Pinsel und Rollen hatten wir nicht gedacht. Außerdem würden wir diese Materialien nur einmal verwenden, das wäre echt eine Verschwendung. Vielleicht lieber sich an einen Malereibetrieb zu wenden.

  2. Ich werde für die Malerarbeiten in unserem Haus einen Handwerker engagieren. Ich denke, dass vor allem bei der Innenmalerei auf hohe Qualität setzen sollte. Wie Sie bereits anführen, sollte man vorab die zu streichende Fläche überschlagen. Vielen Dank für Ihren Beitrag!

  3. Danke für diesen Beitrag. Jetzt ist mir klar wie viel das Beantragen einer Malerei ungefähr kosten wird. Wir ziehen bald in eine neue Wohnung, aber die Wände müssen noch gestrichen werden. Pro Quadratmeter zahlt man also durchaus fünf Euro.

  4. Gut zu wissen, dass man neben der Quadratmeterzahl die Farbwahl und Material und die Anzahl der Anstriche einplanen soll. Daran hatte ich noch nicht gedacht. Ich möchte meine Wohnung streichen lassen und informiere mich daher über das Thema. Danke für den Beitrag, sehr hilfreich!

  5. Nico Alberts

    Danke für diesen informativen Beitrag darüber, mit welchen Kosten ich bei Malerarbeiten rechnen muss. Gut zu wissen ist auch, dass ich auch die Fläche von Türen und Fenstern bei der Quadratmeterzahl beachten muss. Bisher habe ich es immer allein gemacht, aber manchmal ist es mit einem Maler eben doch praktischer.

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