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Ein Haus verputzen zu lassen kostet 2026 je nach Putzart etwa 30 bis 60 €/m² inklusive Gerüst; für ein Einfamilienhaus mit 150 m² Fassadenfläche ergeben sich damit 4.500 bis 9.000 €. Kommt eine Dämmung hinzu, steigen die Kosten deutlich. Eine verputzte Außenfassade zählt zu den geläufigsten Methoden der Fassadengestaltung: Sie schützt das Mauerwerk vor Witterung und sorgt für ein stimmiges Erscheinungsbild. Die Arbeit gehört in die Hände eines erfahrenen Verputzers, damit keine Folgeschäden entstehen.
Haus verputzen – Kostenbeispiel
100 m² Fassade sollen mit Polyurethan-Hartschaum gedämmt und anschließend mit Kalkzement- und Silikatputz verputzt werden. In der Regel machen Arbeitskosten und das Dämmmaterial einen Großteil der Kosten aus. Trotzdem sollte man die Dämmung nicht vernachlässigen, denn eine moderne Fassadendämmung kann viele Heizkosten sparen. Für ältere Häuser gibt es beim Erneuern der Fassade sogar eine Dämmpflicht; eine Energieberatung kann sinnvoll sein.
| Posten | Kosten |
|---|---|
| PU-Hartschaum | 1.500 € |
| Kalkzement-Unterputz | 600 € |
| Silikatputz | 620 € |
| Arbeitskosten | 12.000 € |
| Gesamt | 14.720 € |
Im Beispiel stecken Gerüstmiete und Nebenkosten in den Arbeitskosten. Ohne Dämmung liegt reines Neuverputzen bei 30 bis 60 €/m² inklusive Gerüst. Was das Verputzen von Innenwänden kostet, zeigt der Ratgeber Wand verputzen Kosten.
Spart selber verputzen Kosten?
Mit der richtigen Expertise vielleicht ja, aber die meisten Menschen sollten die Arbeiten lieber den Profis überlassen. Man kann beim Verputzen wesentlich mehr falsch machen als beim Anstreichen von Wänden. Außerdem geht es gerade bei der Altbausanierung nicht nur um Ästhetik, sondern auch um die technischen Eigenschaften der Wand. Fehler können die Dämmung durch Wärmebrücken schlechter machen, zu feuchten Stellen oder Schimmel führen. Damit spart man definitiv kein Geld. Auch die Miete für ein Gerüst erhöht sich, weil Laien wahrscheinlich länger für die Arbeiten brauchen.
Gut zu wissen: Handwerksunternehmen erhalten für Putze und Werkzeuge oft Mengenrabatte. Sie erhalten also nicht nur die professionelle Ausführung, sondern profitieren auch von geringeren Materialkosten. Mehr Informationen zum Beruf finden Sie hier:
Stundenlohn des Verputzers

Der Stundenlohn eines professionellen Verputzers liegt 2026 üblicherweise zwischen 45 und 70 €. Er macht einen großen Teil der Handwerkerkosten aus und fällt regional sowie von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich aus.
Was ist Putz?
Putze sind verschiedene Mörtelmischungen, mit denen Wände beschichtet werden. Putz kann an Außenwänden und an Innenwänden aufgetragen werden. Bei Außenwänden dient er dazu, Beton- oder Ziegelmauern zu schützen oder schöner aussehen zu lassen. Bei Innenwänden werden dahinter auch gerne Elektroinstallationen verlegt. Auch Unebenheiten und Risse kann man damit ausbessern.
Welcher Putz eignet sich für die Fassade?
Für Fassaden kommen vor allem Kalkzementputz, Silikatputz und Kunstharzputz infrage. Besonders günstig ist der Gipsputz: Materialpreise beginnen bei rund 3 €/m². Er gehört allerdings in Innenräume, denn Regen und dauerhafte Feuchtigkeit verträgt er nicht.
Auch Kalkzementputz ist relativ günstig. Er eignet sich auch für Außenwände, die dem Wetter und Regen ausgesetzt sind. Er ist robust, diffusionsoffen und feuchteresistent.
Kalkputze können für Außenwände geeignet sein, sind es jedoch nicht immer. Man sollte also genau auf die Herstellerangaben achten. Sie bestehen aus Naturkalk und Quarzsand und können Wasser sehr gut aufnehmen. Ihr pH-Wert liegt über 11 und schützt damit sehr gut vor Schimmel.
Silikatputz ist eine etwas andere Putzart. Er besteht zum größten Teil aus mineralischem Silikat, enthält aber auch rund 5 % Kunstharzdispersion. Diese Kombination macht den Putz zwar diffusionsoffen, aber gleichzeitig auch witterungsbeständig. Außerdem ist er schwer entflammbar, und sein pH-Wert über 7 schützt vor Schimmel. Diese Eigenschaften machen ihn sehr beliebt als Außenputz in Kombination mit Wärmedämmverbundsystemen. Ausführlich stellt ihn der Ratgeber Silikatputz vor.
Lehmputz ist ökologischer als die anderen Putze, weil seine Herstellung wenig Energie verbraucht und die Materialien ohne starke Verarbeitung aus der Natur bezogen werden. Er ist außerdem sehr atmungsaktiv, was die Luftqualität von Wohnräumen verbessern kann. Als Strukturputz kann er in Innenräumen sehr schön wirken und mit Farbpigmenten angepasst werden. Da er Wasser sehr gut aufnimmt, sollte er jedoch nicht in Nassräumen oder für Außenfassaden eingesetzt werden.
Bei der Entscheidung für den richtigen Putz lohnt es sich, die Profis zu fragen: Sie wissen, welche Eigenschaften der Außenputz für Ihre Fassade braucht.
Welche Außenputzarten gibt es?
Beim sichtbaren Oberputz entscheiden Struktur und Körnung über den Charakter der Fassade: Gängig sind Kratzputz, Reibeputz, Scheibenputz und dekorative Edelputze.
Buntsteinputz enthält Glimmer oder farbiges Natursteingranulat und kann dadurch sehr bunt und vielseitig aussehen. Er wird gerne an Fassadensockeln oder in Treppenhäusern genutzt. Man findet ihn auch unter dem Begriff Mosaikputz.
Rauputz hat eine relativ große Körnung von ungefähr 4 mm und ist damit gröber als Feinputz (bis zu 3 mm). Durch diese Körnung und durch die Bearbeitung mit einem Reibebrett erhält er seine raue Struktur.
Kratzputz wird zwar gleichmäßig und glatt aufgetragen, aber nachträglich mit einem Nagelbrett oder Edelputzkratzer bearbeitet.
Reibeputz und Scheibenputz erhalten ihre Struktur durch das Verreiben des Korns an der Oberfläche: Beim Scheibenputz entsteht ein gleichmäßiges Bild, der Reibeputz wirkt lebendiger. Edelputz bezeichnet werkgemischte mineralische Oberputze mit ausgesuchten Körnungen. Je größer die Körnung (üblich sind 1 bis 4 mm), desto rustikaler wirkt die Fläche und desto mehr Material wird benötigt.
Strukturputz wird nach dem Auftragen mit Kellen oder anderen Werkzeugen bearbeitet und kann dadurch auch ausgefallenere Formen haben. Je nach Vorlieben kann er grob oder fein sein. Einen vollständigen Überblick über alle Putze für innen und außen gibt der Ratgeber Putzarten.
Oberputz und Unterputz
Manche Putzarten benötigen immer einen Unterputz, andere jedoch nicht. Besonders wichtig sind der Unterputz und mehrere Schichten bei Außenfassaden. Dort verwendet man in der Regel als Unterputz eine weichere Putzart und als Oberputz einen härteren schützenden Putz. Der weichere Unterputz soll Temperaturschwankungen und Bewegungen in der Wand ausgleichen und verhindert damit Risse. Außerdem gleicht er Unebenheiten in der Wand aus. Beim Oberputz zählt neben der Funktion auch die Ästhetik; für manche Oberflächen ist zudem eine Grundierung notwendig.
Außenputz ausbessern: Was kosten kleine Reparaturen?
Kleine Putzschäden lassen sich meist für wenige hundert € beheben, eine Komplettsanierung ist selten nötig. Abgeplatzte Stellen, Haarrisse oder Löcher entstehen durch Frost, Setzungen oder Stöße. Der Handwerker klopft lose Stellen ab, füllt die Fehlstelle mit Reparaturmörtel und passt die Struktur an die Fassade an. Abgerechnet wird meist nach Stundensatz, also 45 bis 70 € zuzüglich Material. Größere oder wiederkehrende Risse deuten auf Bewegungen im Mauerwerk hin und sollten vorab fachlich beurteilt werden.
Armierungsgewebe gegen neue Risse
Damit ausgebesserte oder rissgefährdete Flächen dauerhaft halten, betten Verputzer ein Armierungsgewebe aus Glasfaser in den Unterputz ein. Es verteilt Spannungen und verhindert neue Risse; bei Wärmedämmverbundsystemen gehört es zum Standardaufbau. Als Richtwert für Gewebe samt Einbettung gelten etwa 5 bis 10 €/m².
Wie lange dauert es, die Fassade zu verputzen?
Das vorher zu sagen ist schwierig, denn Fassaden können unterschiedlich groß sein und Projekte unterschiedlich kompliziert. In der Regel liegt die Fassadenfläche bei 100 bis 200 m². Mit Ober- und Unterputz kann das Verputzen dann schon ungefähr zwei bis vier Wochen dauern. Diese Faktoren sollten Sie dabei beachten:
- Schäden und Alter der Fassade
- Wetter während der Ausführung. Es sollte trocken, aber auch nicht zu heiß sein.
- Zusätzliche Arbeiten wie Dämmung oder Anstrich
Wichtige Fragen zu den Kosten beim Verputzen
Was kostet es, 150 m² Fassade verputzen zu lassen?
Ohne Dämmung kostet das Verputzen von 150 m² Fassade etwa 4.500 bis 9.000 € inklusive Gerüst. Mit einem Wärmedämmverbundsystem steigen die Kosten deutlich, wie das Kostenbeispiel oben zeigt. Stundenlohn und Zustand des Altputzes beeinflussen den Endpreis erheblich; holen Sie deshalb am besten mehrere Angebote ein.
Wie lange hält ein Außenputz?
Ein fachgerecht ausgeführter Außenputz hält je nach Putzart und Witterung etwa 30 bis 50 Jahre. Mineralische Putze gelten als besonders langlebig, brauchen aber gelegentlich einen neuen Anstrich. Kleine Risse sollten Sie früh ausbessern lassen, damit keine Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringt.
Kann man alten Außenputz einfach überputzen?
Ja, wenn der Altputz tragfähig ist, fest sitzt und keine Hohlstellen hat. Der Fachbetrieb prüft das mit Klopf- und Kratzproben. Lose Stellen werden abgeschlagen und ausgeglichen, stark saugende Flächen grundiert. Bröckelt der Altputz großflächig, ist das vollständige Abschlagen die dauerhaft günstigere Lösung.
Muss ich beim Verputzen gleich dämmen?
Nicht immer, aber das Gebäudeenergiegesetz kann eine Dämmpflicht auslösen, wenn mehr als 10 % der Fassadenfläche erneuert werden; Ausnahmen und Details klärt eine Energieberatung. Ob sich die Investition lohnt, hängt vom Zustand des Hauses ab; einen Überblick über Preise und Einsparungen gibt der Ratgeber Fassadendämmung.






