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Ein Mann beim Haus verputzen.

Haus verputzen lassen – Kostenrechner für Außenputz

Letzte Aktualisierung am 4. Juni 2024 von Mika Lehmann

Titelbild von Stefan Körber – stock.adobe.com

Ein Haus zu verputzen zählt nach wie vor zu den geläufigsten Methoden der Fassadengestaltung. Eine verputzte Außenfassade schützt das Mauerwerk vor Witterung und sorgt für ein stimmiges Erscheinungsbild. Um Fehler beim Verputzen und Schäden an der Fassadenverkleidung zu vermeiden, sollte sich ein erfahrener Verputzer darum kümmern, das Haus zu verputzen. Wer sein Haus durch einen professionellen Fachbetrieb verputzen lassen will, muss natürlich mit gewissen Kosten rechnen. Um Folgeschäden durch falsch ausgeführte Arbeiten zu vermeiden und von einem langlebigen Außenputz zu profitieren, sollte man diese Kosten aber als langfristige Investition in das eigene Haus und nicht als reine Ausgaben ansehen.

Dieser Rechner nutzt Durchschnittswerte und hilft dir bei der ersten Kostenschätzung. Zusätzliche Kosten können zum Beispiel für besonders komplizierte Gestaltungstechniken, verschiedene Putzschienen oder mehrere Anfahrten entstehen.

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Haus verputzen – Kostenbeispiel

100 Quadratmeter Fassade sollen mit Polyurethan-Hartschaum gedämmt und anschließend mit Kalkzement- und Silikatputz verputzt werden. In der Regel machen Arbeitskosten und das Dämmmaterial einen Großteil der Kosten aus. Trotzdem sollte man die Dämmung nicht vernachlässigen, denn eine moderne Fassade kann viele Heizkosten sparen. Für ältere Häuser gibt es sogar eine Dämmpflicht, wenn man die Fassade erneuert und eine Energieberatung kann sinnvoll sein.

PostenKosten
PU-Hartschaum1.500 €
Kalkzement-Unterputz600 €
Silikatputz620 €
Arbeitskosten12.000 €
Gesamt14.720 €

Spart selber verputzen Kosten?

Mit der richtigen Expertise vielleicht ja, aber die meisten Menschen sollten die Arbeiten lieber den Profis überlassen. Man kann beim Verputzen wesentlich mehr falsch machen als beim Anstreichen von Wänden. Geschickte Hände und ein Auge für ordentliche Ausführung sind hier sehr wichtig. Außerdem geht es gerade bei der Altbausanierung nicht nur um Ästhetik, sondern auch um die technischen Eigenschaften der Wand. Fehler können die Dämmung durch Wärmebrücken schlechter machen, zu feuchten Stellen oder Schimmel führen. Damit spart man definitiv kein Geld. Auch die Miete für ein Gerüst erhöht sich, weil Laien wahrscheinlich länger für die Arbeiten brauchen.

Gut zu wissen: Handwerksunternehmen erhalten für Putze und Werkzeuge oft Mengenrabatte. Du erhältst also nicht nur die professionelle Ausführung, sondern profitierst auch von geringeren Materialkosten. Mehr Infos zum Beruf findest du hier:

Stundenlohn des Verputzers

Ein Verputzer beim Haus verputzen.
Stuckateur verputzt eine Außenwand mit Dämmung. Foto von Dagmara_K/stock.adobe.com

Ein großer Bestandteil der Kosten für die Handwerkerarbeiten entfällt auch auf den Stundenlohn des Verputzers bzw. Stuckateurs. Dieser lässt sich nicht pauschal auf alle Verputzer übertragen, denn der Stundenlohn fällt regional und von Betrieb zu Betrieb anders aus. Mit einem Stundenlohn von 40€ bis 80€ sollte man bei einem professionellen Verputzer allerdings rechnen.

Was ist Putz?

Putze sind verschiedene Mörtelmischungen, mit denen Wände beschichtet werden. Er kann an Außenwänden und an Innenwänden aufgetragen werden. Bei Außenwänden dient er dazu, Beton- oder Ziegelmauern zu schützen oder schöner aussehen zu lassen. Bei Innenwänden werden dahinter auch gerne Elektroinstallationen verlegt. Auch Unebenheiten und Risse kann man damit ausbessern.

Putz-Arten

Besonders günstig ist der Gipsputz. Man findet ihn schon für unter drei Euro pro Quadratmeter bei 10 mm Dicke der Putzschicht. In Innenräumen kann er auch alleine verwendet werden, für Außenwände dient er jedoch als Unterputz. Er ist zwar für Feuchträume geeignet, jedoch nicht Regen und lange Feuchtigkeit an Außenwänden.

Auch Kalkzementputz ist relativ günstig. Er eignet sich auch für Außenwände, die dem Wetter und Regen ausgesetzt sind. Er ist robust, diffusionsoffen und feuchteresistent.

Kalkputze können für Außenwände geeignet sein, sind es jedoch nicht immer. Man sollte also genau auf die Herstellerangaben achten. Sie bestehen aus Naturkalk und Quarzsand und können Wasser sehr gut aufnehmen. Ihr pH-Wert liegt über 11 und schützt damit sehr gut vor Schimmel.

Silikatputz ist eine etwas andere Putzart. Er besteht zum größten Teil aus mineralischem Silikat, enthält aber auch ungefähr fünf Prozent Kunstharzdispersion. Diese Kombination macht den Putz zwar diffusionsoffen, aber gleichzeitig auch witterungsbeständig. Außerdem ist er schwer entflammbar und der pH-Wert über 7 schützt vor Schimmel. Diese Eigenschaften machen ihn sehr beliebt als Außenputz in Kombination mit Wärmedämm-Verbundsystemen.

Lehmputz ist ökologischer als die anderen Putze, weil seine Herstellung wenig Energie verbraucht und die Materialien ohne starke Verarbeitung aus der Natur bezogen werden. Er ist außerdem sehr atmungsaktiv, was die Luftqualität von Wohnräumen verbessern kann. Als Strukturputz kann er auch in Innenräumen ohne Tapete sehr schön sein und mit Farbpigmenten individuell angepasst werden. Da er Wasser sehr gut aufnimmt, sollte er jedoch nicht in Nassräumen oder für Außenfassaden eingesetzt werden.

Bei der Entscheidung für den richtigen Putz lohnt es sich, die Profis zu fragen. Sie wissen genau, welche Eigenschaften der Außenputz für deine Fassade haben sollte.

Gestaltungstechniken

Nicht nur beim Material gibt es viele Optionen, auch bei der Ästhetik gibt es Unterschiede. Hier zeigen wir einige Techniken, die man auch miteinander kombinieren kann.

Buntsteinputz enthält Glimmer oder farbiges Natursteingranulat und kann dadurch sehr bunt und vielseitig aussehen. Er wird gerne an Fassadensockeln oder in Treppenhäusern genutzt. Man findet ihn auch unter dem Begriff Mosaikputz.

Rauputz hat eine relativ große Körnung von ungefähr vier Millimetern und ist damit gröber als Feinputz (bis zu drei mm). Durch diese Körnung und durch die Bearbeitung mit einem Reibebrett erhält er seine raue Struktur.

Kratzputz wird zwar gleichmäßig und glatt aufgetragen, aber nachträglich mit einem Nagelbrett oder Edelputzkratzer bearbeitet.

Strukturputz wird nach dem Auftragen mit Kellen oder anderen Werkzeugen bearbeitet und kann dadurch auch ausgefallenere Formen haben. Je nach Vorlieben kann er grob oder fein sein.

Oberputz und Unterputz

Manche Putzarten benötigen immer einen Unterputz, andere jedoch nicht. Besonders wichtig sind der Unterputz und mehrere Schichten bei Außenfassaden. Dort verwendet man in der Regel als Unterputz eine weichere Putzart und als Oberputz einen härteren schützenden Putz. Der weichere Unterputz soll Temperaturschwankungen und Bewegungen in der Wand ausgleichen und verhindert damit Risse. Außerdem gleicht er Unebenheiten in der Wand aus. Beim Oberputz liegt der Fokus nicht nur auf der Funktion, sondern auch die Ästhetik ist wichtig. Beispielsweise kann Lehmputz sehr hübsch in Innenräumen aussehen. Für manche Oberflächen ist auch eine Grundierung notwendig.

Wie lange dauert es, die Fassade zu verputzen?

Das vorher zu sagen ist schwierig, denn Fassaden können unterschiedlich groß sein und Projekte unterschiedlich kompliziert. In der Regel liegt die Fassadenfläche bei 100 bis 200 Quadratmetern. Mit Ober- und Unterputz kann das Verputzen dann schon ungefähr zwei bis vier Wochen dauern. Diese Faktoren solltest du dabei beachten:

  • Schäden und Alter der Fassade
  • Wetter während der Ausführung. Es sollte trocken, aber auch nicht zu heiß sein.
  • Zusätzliche Arbeiten wie Dämmung oder Anstrich
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