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Eine Klemmmarkise ist eine gute Alternative für Mieter.

Klemmmarkise – praktischer Sonnenschutz, gerade für Mieter

Im Unterschied zu fest verbauten Markisen sind Klemmmarkisen ideal für die Anbringung an Orten, die baulich nicht verändert werden dürfen. Anders als klassische Gelenk- oder Fallarmmarkisen kann sie ohne zu bohren befestigt werden. Hierbei kommen Teleskopstangen zum Einsatz, die zwischen Decke und Boden des Balkons oder der Terrasse eingeklemmt werden. Im Folgenden erhalten Sie umfangreiche Tipps rund um die Klemmmarkise, deren Aufbau, Anwendungsbereiche und Vor- und Nachteile.

Wie wird eine Klemmmarkise aufgebaut?

Bei der Montage einer Klemmmarkise kann auf Bohren, Schrauben und Dübeln verzichtet werden. Stattdessen befestigt man sie, indem man Spannstützen und Teleskopstangen zu Hilfe nimmt. Damit die Klemmmarkise gerade zwischen Boden und Wand eingeklemmt werden kann, ist es in den meisten Fällen erforderlich, diese zu zweit aufzubauen. Ein Handwerker leistet hier häufig wertvolle Dienste, denn gerade der Aufbau ist mitunter durchaus problematisch für Laien. Er unterstützt Sie als Aufbauhilfe. Entscheiden Sie sich für eine fest eingebaute Markise, ist die Unterstützung eines Profis ebenfalls für eine gerade Montage anzuraten.

Generell verursacht das Anbringen einer Klemmmarkise keinerlei Schäden am Mauerwerk. Wichtig ist allerdings, dass die Hauswand, an der die Klemmmarkise eingeklemmt werden soll, über einen Mauervorsprung von ca. 20 Zentimetern verfügt. Mithilfe einer zweiten Person – idealerweise eines Handwerkers – geht die Markisenmontage sehr schnell vonstatten.

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Die Funktionsweise einer Klemmmarkise

Der Aufbau einer Klemmmarkise am Balkon.
Dank ihres Aufbaus lässt sich eine Klemmmarkise ohne Bohren montieren

Klemmmarkisen werden in der Regel manuell gesteuert. Viele Modelle verfügen über eine Handkurbel, mit deren Hilfe man das Markisentuch aus- und einfährt. Das Markisentuch befindet sich auf einer Rolle. Eine rotierende Welle sorgt dafür, dass sich das Tuch aus- und aufrollt. Bei einigen Klemmmarkisen befinden sich Rolle und Welle in einer Kassette. Auf diese Weise wird der Markisenstoff vor Witterungseinflüssen geschützt, wenn die Markise gerade nicht benötigt wird.

Dreht man an der Handkurbel, wird ein Zahnrad in Bewegung gesetzt. An diesem Zahnrad liegt die Welle an, die über ein Schraubengewinde verfügt. Das Zahnrad- und Schraubengetriebe ergibt ein Schneckengetriebe; bewegt sich das Zahnrad, beginnt die Welle, zu rotieren. Dies ist möglich, weil die Welle über ein Gewinde verfügt.

Einige Klemmmarkisen kommen statt mit einer Kurbel mit einem kleinen Drehgriff daher. Die Welle wird dann mit einer Kette angesteuert, die sich im Gestell befindet. Dreht sich die Tuchwelle, wickelt sich der Markisenbezug ab. Damit die Klemmmarkise bei nahezu jedem Sonnenstand Schatten spendet, ist sie mit zwei Faltarmen ausgestattet. Diese sind an den seitlichen Teleskopstangen befestigt. Die Faltarme bewegen sich automatisch, wenn sich das Markisentuch bewegt. Auf diese Weise ist es möglich, den Neigungswinkel der Markise ganz einfach anzupassen. Einige Markisenmodelle kommen mit einem Elektromotor daher und lassen sich besonders komfortabel ein- und ausrollen.

Sehr gut geeignet ist eine solche Markise, um vor der hochstehenden Mittagssonne zu schützen. Hierfür richtet man das Sonnensegel horizontal aus. Steht die Sonne tiefer, sorgt die Schräglage dafür, dass man vor der Sonne geschützt wird.

Für welche Anwendungsbereiche lohnt sich eine Klemmmarkise?

Wohnt man in einer Mietwohnung, ist eine Klemmmarkise besonders vorteilhaft. Hier ist die Installation einer festen Markise am Baukörper meist nicht erwünscht. Bei Gemeinschaftseigentum ist dies ebenfalls der Fall, beispielsweise, wenn sich die Eigentumswohnung in einem Mehrfamilienhaus befindet. Eine Klemmmarkise stellt hier eine hervorragende Alternative dar. Sie kann einfach angebracht werden, ohne, dass die Außenfassade beschädigt wird. Beim Auszug nimmt man sie einfach mit. Mit einer solchen Markise ist man in der Lage, den Balkon und die Terrasse auch in der Mittagshitze zu nutzen. Und dabei optimal vor Sonne geschützt zu sein. Die Klemmmarkise spendet deutlich mehr Schatten als ein gewöhnlicher Sonnenschirm. Außerdem ist eine Klemmmarkise praktisch, um als Balkon-Sichtschutz vor neugierigen Blicken zu schützen.

Auch, wenn die Klemmmarkise keine direkte bauliche Veränderung am Gebäude darstellt, ist es dennoch von Vorteil, vorab mit dem Vermieter oder der Hauseigentümergemeinschaft zu sprechen. Eine Markise kann das Erscheinungsbild eines Hauses beeinflussen – was nicht immer allen Parteien gefällt. Eine Zustimmung des Vermieters oder der Eigentümergemeinschaft schützt vor bösen Überraschungen!

Bevor man eine Klemmmarkise kauft, sollte man sich mit den örtlichen Gegebenheiten vertraut machen. Manchmal reicht eine Standardbreite nicht aus und es ist erforderlich, eine Klemmmarkise auf Maß fertigen zu lassen.

Vor- und Nachteile von Klemmmarkisen

Dank des verstellbaren Neigungswinkels der Klemmmarkise schützt diese optimal vor Sonne und Hitze. Sie erlaubt eine perfekte Anpassung an den Sonnenstand. Man erhält Klemmmarkisen in unterschiedlichen Breiten und Designs, sodass man sie entsprechend dem eigenen Geschmack auswählen kann. Wie bereits erläutert ist die Montage sehr einfach – vorausgesetzt, eine weitere Person oder ein Handwerker hilft dabei. Vermieter dürfen Klemmmarkisen nicht pauschal verbieten. Allerdings darf er verlangen, dass sie unauffällig gestaltet ist und sich farblich einfügt.

Die leichte Bedienung ist ein weiterer Vorteil. Der Wartungs- und Pflegeaufwand einer Klemmmarkise ist gering, da sie über einen simplen Aufbau verfügt – der deutlich weniger komplex ist als bei fest verbauten Markisen. Die Demontage ist kinderleicht und kann auch ohne Unterstützung von Laien bewerkstelligt werden. Einen leichten Regenschauer halten Klemmmarkisen ebenfalls stand, sollten aber bei Starkregen aufgerollt werden.

Ein Nachteil ist die hohe Windanfälligkeit von Klemmmarkisen. Ist das Sonnensegel ausgefahren, sind Klemmmarkisen sehr windanfällig. Auch dann, wenn es aufgewickelt ist, kann es sein, dass der Wind die Stabilität beeinflusst. Beim Kauf sollte man auf stabile Teleskopstangen achten und diese am besten von einem Profi einstellen lassen. Mit der Unterstützung eines Handwerkers verhindern Sie, dass der Wind die Markise mitreißt.

Um eine Klemmmarkise sicher zu montieren, ist es außerdem wichtig, dass sie in der Breite perfekt passt. Viele Hersteller bieten nur Einheitsgrößen an. Zudem ist es unerlässlich, dass der Balkon- oder der Terrassenboden eben sind. So lassen sich die Stangen optimal einklemmen. 

Welche Arten von Klemmmarkisen gibt es?

Generell gibt es zwei Arten von Klemmmarkisen – die Fallarmklemmmarkise und die Senkrechtklemmmarkise. Bei der Fallarmklemmmarkise handelt es sich um die gängigste Variante. Sie ist ideal für Balkone und Terrassen geeignet und spendet dort ausreichend Schatten. Das Markisentuch fährt zu diesem Zwecke waagerecht aus. Mithilfe der Fallarme kann man dann den Neigungswinkel entsprechend dem Sonnenstand verändern. Bei den meisten Modellen ist ein Neigungswinkel bis maximal 90 Grad möglich.

Die Senkrechtklemmmarkise hingegen bietet einen senkrechten Blendschutz und kommt deshalb häufig an Fenstern zum Einsatz, an denen eine sehr starke Sonneneinstrahlung herrscht. Die Senkrechtmarkise verhindert, dass sich der Innenraum nicht zu stark aufheizt. Zudem wird diese Markisenart auch an Balkon-, Terrassen- und Wintergartentüren verwendet. 

Bild: Patrick Daxenbichler / stock.adobe.com

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