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Hier dient eine Falttreppe als Treppe zum Dachboden.

Treppe zum Dachboden: Normen, Möglichkeiten & Kosten

Bild: poplasen / stock.adobe.com

Sie wollen Ihren Dachboden ausbauen? Dann stellen die Wahl sowie der Einbau einer Treppe einen wichtigen Bestandteil Ihres Ausbaus dar. Zwar werden Treppen normalerweise bereits im Zuge des Hausbaus eingesetzt, doch auch ein nachträglicher Einbau ist überhaupt kein Problem. Hierbei wird lediglich ein Deckendurchbruch benötigt. Sollten Sie bereits über eine Treppe zum Dachboden verfügen und über eine Modernisierung, Sanierung oder Erneuerung nachdenken, ist auch dies kein Problem und kann mit fachmännischen Handgriffen im Handumdrehen umgesetzt werden. Jedoch gibt es sowohl beim Neubau sowie bei der Renovierung einer Treppe zum Dachboden einiges zu beachten.

Welche Vorschriften (Normen) gelten für Treppen zum Dachgeschoss?

Für den Einbau und die Installation einer Treppe zum Dachgeschoss existieren wichtige Vorschriften und Richtlinien, an die Sie sich halten müssen. Denn gerade zu schmale oder zu steil geplante Treppen stellen für Sie ein Sicherheitsrisiko dar und können im Alltag beim Auf- und Ablaufen sowie beim Transport von sperrigen Gegenständen schnell zu einer gefährlichen Stolpergefahr werden.

Um diese Gefahr zu minimieren, schreiben die Richtlinien die richtige Treppensteigung vor. Welche Steigung die richtige ist, können Sie aus dem Verhältnis zwischen der Breite und der Höhe der Stufe bestimmen. Eine sehr gut begehbare Treppe mit geringem Sicherheitsrisiko besitzt beispielsweise eine Stufenhöhe von 17 cm sowie eine Stufenbreite von 29 cm. Unabhängig dieser Maße können Sie davon ausgehen, dass je flacher Sie Ihre Treppe planen, desto leichter ist diese am Ende auch für Sie begehbar. Neben der richtigen Steigung trägt auch ein Treppengeländer zur weiteren Sicherheit bei. Dabei sollte der Handlauf eine Höhe zwischen 90 und 110 cm aufweisen und an jeder Stelle über die gleiche Höhe verfügen.

Welche Möglichkeiten stehen Ihnen in Sachen Treppe zum Dachboden zur Verfügung?

Treppen zum Dachboden gibt es in den verschiedensten Formen und Materialien. Demnach stellt sich Ihnen im Zuge eines Dachbodenausbaus oder einer Treppenerneuerung schnell die Frage, welche dieser vielen Treppenarten die geeignete Treppe für Ihren Dachboden ist. In Anbetracht der Treppenform kann dabei grundsätzlich festgehalten werden, dass diese insbesondere von Ihrer konkreten Nutzungsabsicht Ihres Dachbodens sowie Ihren persönlichen Bedürfnissen abhängig ist.

Unbewohnter Dachboden

Sollten Sie Ihren Dachboden ausschließlich als Stauraum oder Abstellfläche nutzen, so sind Dachbodentreppen eine gute Wahl. Dachbodentreppen erhalten Sie in den unterschiedlichsten Ausführungen, beispielsweise als Falttreppe, als Scherentreppe oder als Einschubtreppe, welche sich dank angebrachter Scharniere leicht ineinanderschieben und hinter der Treppenluke verstauen lassen.

Wohnräume im Dachboden

Sollten Sie Ihren Dachboden jedoch mit Zimmern ausbauen und zum Wohnen nutzen, so bietet sich der Rückgriff auf eine feststehende Treppe für den Dachboden an. Da vielen jedoch nur wenig Platz zur Verfügung steht, ist die Raumspartreppe eine äußerst beliebte und vor allem auch platzsparende fest installierte Treppenvariante. Sollte Ihnen etwas mehr Platz zur Verfügung stehen, können Sie auch auf etwas raumeinnehmendere Modelle wie eine Spindeltreppe, eine viertelgewendelte Treppe, eine Wendeltreppe oder eine Podesttreppe zurückgreifen. Welche dieser Treppenformen bei Ihnen eingebaut werden kann, hängt insbesondere von den vorhandenen Türöffnungen sowie der Größe und der Form Ihrer Deckenaussparung ab. Demnach entscheiden die örtlichen Gegebenheiten sowie das vorhandene Platzangebot über die jeweils mögliche Treppenform.

Materialien für die Treppe zum Dachboden

Haben Sie sich für eine Treppenform entschieden, stellt sich noch die Frage nach dem Material. Diese kann beispielsweise durch eine bereits vorhandene Treppe im Haus vorbestimmt sein. Ist dies nicht der Fall, so ist die Art der Treppe frei wählbar. Dabei empfiehlt es sich grundsätzlich, auf eine Ganzholztreppe zurückzugreifen. Hierbei handelt es sich um die einfachste Variante, da diese Treppe im Gegensatz zur Stahlholztreppe nicht noch vor Ort zusammengeschweißt werden muss. Außerdem kann die Holztreppe dank vielseitiger Gestaltungsmöglichkeiten individuell auf Ihre Inneneinrichtung abgestimmt werden und trägt zudem zu einem angenehmen und natürlichen Raumklima bei. Es besteht auch die Möglichkeit, verschiedene Materialarten miteinander zu kombinieren. So können Sie beispielsweise auch auf eine abwechslungsreiche, zeitlose und moderne Kombination aus Edelstahl und Massivholz zurückgreifen oder Ihrer Treppe mit Stufen in Granitoptik einen einzigartigen Akzent verleihen. Demnach sind Ihnen bei der Wahl des Materials der Treppe keine Grenzen gesetzt.

Muss die Treppe gedämmt werden?

Der Dämmung kommt im Rahmen des Einbaus einer Treppe zum Dachboden eine besonders wichtige Bedeutung zu. Denn eine eingebaute Bodentreppe, die beispielsweise über eine undichte Dämmung verfügt, kann Ihnen bereits bis zu 70 % der eigentlichen Dämmwirkung einbüßen. Somit handelt es sich bei Treppen zum Dachboden, die unzureichend gedämmt sind, um ein wirkliches Wärmeschlupfloch, über das wertvolle Energie abweicht. Und genau dieser Energieverlust macht sich am Ende bei Ihrer Stromrechnung oftmals teuer bemerkbar.

Daher ist es umso bedeutsamer, eine Treppe zum Dachboden gut zu dämmen und auf einen luftdichten Einbau zu achten. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie eine Treppe zum Dachboden erneuern, modernisieren oder nachträglich einbauen wollen. Aufgrund dieser großen Bedeutung ist es empfehlenswert, bei der Dämmung sowie beim Einbau oder der Modernisierung einer Treppe nicht zu improvisieren und stattdessen auf die Fachkompetenz eines/r Expert*in zurückzugreifen. Denn eine fachgerechte Ausführung sowie ein fachgerechter Einbau einer Treppe sind genauso bedeutsam, wie die Qualität der Treppe an sich.

Mit welchen Kosten ist bei Treppen zum Dachboden etwa zu rechnen?

Wenn eine Treppe zum Dachboden neu erschlossen werden muss und bislang keine Treppe vorhanden ist, müssen Sie mit Kosten zwischen 1.000 und 5.000 Euro rechnen. Diese Summe umfasst nicht nur die Treppe und deren Einbau, sondern auch die Kosten und Arbeitsstunden, welche für den Ausbau eines passenden Treppenlochs benötigt werden. Sollten Sie ausschließlich eine Treppe benötigen, so gestalten sich die Kosten etwas günstiger. Einfache Treppen erhalten Sie bereits ab 100 Euro. Jedoch steigen die Preise für die Treppen in Abhängigkeit des jeweiligen Materials sowie der jeweiligen Treppenbauart schnell an. Planen Sie daher für eine Treppe zum Dachboden etwa 1.000-5.000 Euro ein, um nicht nur eine schöne Treppe, sondern auch einen fachkundigen Einbau zu erhalten. Denn grundsätzlich empfiehlt es sich, beim Einbau von Treppen stets auf die Expertise eines/r Expert*in zurückzugreifen.

 

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