Letzte Aktualisierung am 1. Dezember 2020
Eine willkommene Alternative zum klassischen, freistehenden Einfamilienhaus stellt das gemütliche Reihenhaus dar. Gerade in städtischen Ballungsgebieten ist der Wohnraum oft eher dünn gesät, sodass ein Reihenhaus meist die erschwingliche Variante eines Eigenheims darstellt. Wir stellen diesen Haustypen vor und zeigen die Vor- und Nachteile des Reihenhauses.
Was macht ein Reihenhaus aus?
Wer durch Deutschlands Städte fährt, wird häufig auf typische Reihenhäuser treffen – doch was genau macht so ein Reihenhaus eigentlich aus? Meist sind diese gemeinsam angelegt, sodass mehrere gleiche Häuser baulich verbunden und durch eine spezielle Trennwand in der Mitte voneinander getrennt sind. Die Eigenheime haben dabei stets ihren eigenen Eingang und bilden eine Reihe – entweder direkt nebeneinander oder leicht versetzt. Meist sind sie ein- oder zweistöckig angelegt. Das Dach teilen sie sich ebenfalls, hier wird man häufig das Satteldach als Dachform auf Reihenhäusern vorfinden.
Durch die bauliche Verbindung der jeweils eigenständigen Häuser, haben Reihenmittelhäuser meist nur Fenster auf der Front- und Rückseite. Für einen kleinen Garten ist meist auf der Rückseite ebenfalls gesorgt. Ein Reihenendhaus verfügt zusätzlich noch über Fenster an einer Seitenwand. Meist ist es aber die etwas teurere Variante eines Reihenhauses.
Sowie bei Fassade, Dachform und Grundriss, sind Reihenhäuser auch im Inneren oft gleich gestaltet. Aus funktionellen Gründen werden die Reihenhäuser, die nebeneinander liegen jedoch meist asymmetrisch angelegt, denn häufig teilen sie sich beispielsweise Wasserleitungen oder Heizungssysteme.
Reihenhaus – Vor- und Nachteile
Das Reihenhaus muss nicht nur eine Notlösung sein, weil man sich kein freistehendes Einfamilienhaus leisten kann oder kein passendes Baugrundstück verfügbar ist. Es hat seine ganz eigenen Vorteile. Auf einige Aspekte des Eigenheims muss man bei einem Reihenhaus allerdings trotzdem verzichten. Wir zeigen dir die Vor- und Nachteile des Reihenhauses.
Die Vorteile
Der größte Vorteil eines Reihenhauses ist meist der deutlich geringere Preis im Vergleich zu freistehenden Einfamilienhäusern oder Doppelhaushälften. Das liegt vor allem daran, dass lediglich ein kleineres Baugrundstück benötigt wird, das ist in Großstädten und Ballungsgebieten nicht nur günstiger sondern auch sehr viel leichter zu finden als ein entsprechend großes Grundstück für einen anderen Haustypen. Wenn du also ein Grundstück kaufst, kann es dementsprechend kleiner ausfallen. Die Flächennutzung kommt bei Reihenhäusern oft an die von Mehrfamilienhäusern heran, weshalb es sich besonders in urbanen Gebieten anbietet.
Ebenfalls günstiger fallen auch die Nebenkosten bei einem Reihenhaus aus. Durch die gemeinsamen Hauswände, heizen Reihenhäuser sich gegenseitig. Sie weisen also eine gute Heizenergiebilanz auf und gelten als energieeffiziente Häuser.
Zusätzlich steht man als Bauherr nicht komplett alleine vor dem Bauprojekt. In der Kostenkalkulation für den Hausbau muss man nicht für alles alleine aufkommen. Denn wer ein neues Reihenhaus bauen will, wird dies gemeinsam mit anderen Bauherren tun – möglicherweise den späteren Nachbarn, sofern die Bauherren das Haus auch selbst beziehen wollen. Man kann die Bauplanung gegebenenfalls also auch zusammen vornehmen, kann gemeinsam in die Elektroinstallation oder die Dämmung investieren. Außerdem bietet eine Reihenhaussiedlung die Möglichkeit leicht mit seinen Nachbarn in Kontakt zukommen. Offene und kontaktfreudige Menschen werden sich in einem Reihenhaus also besonders wohl fühlen.
Die Nachteile
Während die bauliche Verbindung und der direkte Kontakt zu den Nachbarhäusern zahlreiche Vorteile mit sich bringen, bürgen die Konstruktion eines Reihenhauses und die räumliche Nähe zu den angrenzenden Wohnhäusern natürlich auch einige Nachteile.
So ist man bei der Bauplanung deutlich eingeschränkter und kann sich nur mit wenig Individualität bei der Gestaltung einbringen, da Reihenhäuser in den meisten Fällen einheitlich geplant werden. Willst du also Gauben auf deinem Dach einbauen oder deine Hausfassade anders verputzen, als es vorgesehen ist, könntest du hier weniger Freiheiten haben als bei anderen Haustypen. Auch in Sachen Wohnfläche muss man hier zum Teil Abstriche machen.
Außerdem wohnt man buchstäblich Tür an Tür mit seinen Nachbarn, sodass man natürlich weniger Privatsphäre hat. Gleichzeitig bekommt man auch mehr mit von den Menschen, die nebenan leben. Eine gute Schalldämmung ist also absolut notwendig. Bei modernen Häusern, ist das aber in der Regel kein Problem.
Wäre ein Reihenhaus etwas für dich?
Ein Reihenhaus ist also nicht unbedingt für jeden etwas. Macht es für dich also Sinn, wenn du ein Reihenhaus baust oder ein Reihenhaus kaufen willst?
Ein Reihenhaus lohnt sich für dich, wenn du:
- Genug von der Wohnungssuche hast,
- kein Mieter mehr sein willst,
- weiterhin im urbanen Raum leben willst,
- kontaktfreudig bist und kein Problem damit hast, nah mit den Nachbarn zusammen zu leben.


Was muss man beim Reihenhaus kaufen beachten?
Wenn du kein neues Reihenhaus bauen willst oder momentan keine passenden Bauprojekte für neue Reihenhaussiedlungen ausgeschrieben sind, kannst du natürlich auch ein bereits bestehendes Reihenhaus kaufen. Das bietet eine ebenfalls finanziell realisierbare Alternative zu einem Neubau. Lass dich jedoch nicht von sehr günstigen Angeboten für ältere Reihenhäuser täuschen, denn hier muss oft in die Renovierung investiert werden. Dementsprechend wäre vielleicht eine nachträgliche Kerndämmung, eine neue Dacheindeckung oder eine neue Elektroinstallation nötig. Dadurch fällt der günstige Preis deutlich höher aus, als man vielleicht denkt.





