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Fassadenbegrünung für ein ländliches Wohngefühl

Fassadenbegrünung – Wände jetzt grün gestalten

Letzte Aktualisierung am 29. August 2019 von A. Mroos

Die Fassadenbegrünung ist – wie der Name schon verrät – eine mit grünen Pflanzen bestückte Fassade eines Gebäudes. Die Begrünung der Fassade sieht nicht nur hübsch und idyllisch aus, sie bietet auch Schutz für die individuelle äußere Fassadengestaltung eines Hauses sowie eine Verbesserung der Umwelt unter ökologischen Aspekten.

Gerade in Großstädten mangelt es an einigen Stellen an schönen Grünflächen. Eine Fassadenbegrünung könnte diese trüben, grauen Bereiche optisch aufwerten und verschönern. Worauf Sie achten sollten, bevor Sie sich für die Fassadenbegrünung entscheiden, können Sie in diesem Blogbeitrag lesen.

Vorteile der Fassadenbegrünung

Die Fassadenbegrünung bietet einige, vielfältige Vorteile, in dieser ein städtisches Bauklima, Bausubstanz und eine entsprechende Lebensqualität inbegriffen sind.

Begrünte Fassade eines Hauses
Mit Efeu begrünte Fassade eines Mehrfamilienhauses
  • Mikroklima verbessern: Dadurch, dass sich eine größere Pflanzenmasse bildet wird Kohlenstoffdioxid aus der Luft gebunden und entsprechend Sauerstoff gebildet. Außerdem wird Luftfeuchtigkeit erhöht und eine Temperatursenkung ermöglicht, weil das Wasser über die Blätter verdunstet. Gleichzeitig wird die Stadtluft durch Fassadenbegrünung enorm verbessert.
  • Wärmeschutz und Wärmedämmung: Durch die dichte Bepflanzung erhält die Fassade einen gewissen Wärmeschutz und vermindert an heißen Sommertagen das Aufheizen Ihrer Außenwände. Bei Efeu zum Beispiel kommt außerdem zusätzlich eine wärmedämmende Wirkung in der kalten Jahreszeit dazu.
  • Schalldämmung: Schallwellen werden durch die Begrünung geschluckt, wodurch ein Lärmschutz entsteht. Von bis zu zehn Dezibel ist eine Lärmminderung bei einer Fassadenbegrünung möglich.
  • Bauwerksschutz: UV-Strahlung, Schlagregen, Schmutzablagerungen – vor all dem schützt die begrünte Fassade. Wenn es sich um ein ältere Bausubstanz handelt, wird außerdem das Erdreich durch Wasserentzug der Pflanzen trocken gehalten. Wenn Sie die notwendige Pflege außer Acht lassen, können erhebliche Schäden an der Bausubstanz auftreten. Informieren Sie sich vorher, welche Pflanze für Sie also in Frage käme.
  • Optik: Die Großstadt kann manchmal sehr trüb und grau aussehen – die Fassadenbegrünung reduziert diesen Effekt, indem hierbei ein natürliches Lebensumfeld auf einfache Weise entsteht. Wenn Sie zusätzlich noch Blüten an Ihrer Fassade pflanzen, kann dieser Effekt noch verstärkt werden.

Nachteile der Fassadenbegrünung

Neben all den Vorteilen bringt die Begrünung der Fassade auch einige Nachteile mit sich. Wenn Sie sich vorab nicht richtig informieren, können die Pflanzen Ihr Haus sogar ernsthaft beschädigen. Bei der Wahl der richtigen Pflanze, sollten Sie vorab genau wissen, welche für Ihre Fassade in Frage käme, denn nicht jede Pflanze kommt für jede Oberfläche in Betracht. Für manche Pflanzen ist sogar ein sogenanntes Ranksystem erforderlich, das im unteren Abschnitt noch erläutert wird.

Außerdem ist bei einer begrünten Fassade auch Arbeit, die Sie investieren müssen. Sie muss natürlich die entsprechende Pflege bekommen. Je nach Pflanzenart und Form der Begrünung kann der Aufwand größer oder auch kleiner sein. Auch hier sollten Sie sich rechtzeitig informieren und im Zweifelsfall einen Fachmann zurate ziehen. Hierzu gibt es Garten- und Landschaftsbaubetriebe, die sich genau in diesem Bereich der Fassadenbegrünung spezialisiert haben.

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Was sind Ranksysteme?

Grundsätzlich sind Ranksysteme lediglich Drahtschnüre, die mit besonderen Halterungen in einem bestimmten Abstand von einer Wandfläche gespannt werden. Es sind also bei großen Wänden professionelle Ranksysteme auf jeden Fall gefragt. Dieses System muss so befestigt sein, dass sie die Last der Pflanzen problemlos tragen können. Sogenannte Selbstklimmer sind beispielsweise perfekt geeignet, da sich die Pflanzen hierbei selbstständig unter Kontrolle und in Form bringen lassen.

Richtige Pflege der Begrünung

Die richtige Pflege, wie Anwuchs- und Erhaltungspflege ist für die Fassadenbegrünung das A und O. Mindestens einmal im Jahr sollten Sie Ihre Pflanzen wie folgt pflegen:

  • Schneiden
  • Kontrolle nach Schädlingen oder Krankheiten
  • Verwendung von Düngelmitteln

Je nach Pflanzenart und Standort der Fassade ist unterschiedlich, wie die Pflege genau erfolgt. Manchmal sind auch mehrere Pflegemaßnahmen notwendig – auch das ist abhängig vom Wachstum und der damit verbundenen Höhe der Pflanze. Genau deshalb sollten Sie sich im vorneherein wissen, welche Pflanze für Ihre Außenfassade infrage kommt. Die optimale Zeit für eine Begrünung Ihrer Fassade sind die Monate März und April oder später im Oktober und November.

Welche Pflanzen eignen sich für Fassadenbegrünung?

  • Efeu
  • Spalierobst
  • Wein
  • Clematis

Efeu

Efeu ist ein sogenannter Selbstklimmer und ein Klassiker unter den Fassadengewächsen. Er wuchert extrem stark und ist dementsprechend sehr effizient. Allerdings ist auch hier Vorsicht geboten: Da sich die Haftfüße regelrecht im Untergrund verankern, kommt Efeu nicht für jeden beziehungsweise nicht für jede Außenwand infrage. Wenn Sie irgendwann Efeu entfernen möchten, können Sie diese nur von der Fassade herunterreißen, dabei können verputzte Flächen mit abgerissen und das Mauerwerk beschädigt werden.

Kleiner Tipp: Bei Efeu deshalb ein Ranksystem verwenden.Efeu ist eine bodengebundene Pflanze und gehört 40-50 cm tief in den Boden, der mit Kompost angereichert ist. Im Frühjahr sollten Sie eine Kompost-Düngung vornehmen. Wenn es lange sehr trocken war, empfiehlt es sich, nachzugießen. Auch der Beschnitt sollte im Frühjahr erfolgen.

Spalierobst

Beim Spalierobst befestigen Sie die Zweige von Obstbäumen an einem Spalier an der Außenfassade. Bei der Auswahl von Spalierobst achten Sie darauf, dass Sie für die Begrünung der Fassade nur spezielle Pflanzen nehmen. Lassen Sie sich vorab von professionellen Gärtnern für eine geeignete Sorte beraten. Grundsätzlich bildet das Spalierobst – wie bei jeder anderen Anbauform auch – unterschiedliche Früchte und muss entsprechend in regelmäßigen Abständen geschnitten werden.

Wein

Wilder Wein als Fassadenbegruenung
Wilder Wein im Herbst als Fassadenbegrünung

Wenn Sie sich für Wein entscheiden, gibt es exakt zwei Arten, die für Ihre Fassade geeignet sind:

  • Wilder Wein
  • Weinreben, die Früchte tragen

Wilder Wein ist – wie Efeu auch – ein Selbstklimmer. Im Herbst verliert dieser jedoch sein Laub, verändert aber dann die Farbe zu leuchtendem Rot. Alternativ können Sie sich für Weinreben entscheiden, die zu den rankenden Kletterpflanzen gehören. Diese benötigen eine Rankhilfe für den besseren Halt. Die Reben sollten Sie im Herbst fachgerecht beschneiden. Beide Arten benötigen einen sonnigen Platz.

Clematis

Clematis als Begrünung der Fassade
Blühende Clematis an einer Hausfassade

Viele entscheiden sich bei der Fassadenbegrünung auch für Clematis, weil diese schön blüht. Sie haben hier eine große Auswahl an Clematis-Arten, die sich in Blüte und Wachstum unterscheiden. Ein sonniges Plätzchen oder im Halbschatten – beides ist möglich. Clematis sind rankende Pflanzen und brauchen entsprechend Unterstützung für eine gute Haltbarkeit. Im Herbst wird es Zeit diese Pflanzenart vernünftig zu pflegen und zu schneiden.

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1 Kommentar zu „Fassadenbegrünung – Wände jetzt grün gestalten“

  1. Wunderschön… ich denke wir werden uns für die Weinvariante als Fassadenbegrünung entscheiden, da diese rankt und zudem auch Früchte trägt…

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