Letzte Aktualisierung am 25. März 2026
Das besondere Kennzeichen der gemütlichen, traditionellen Blockhäuser sind die Holzbalken oder die Holzstämme, aus denen sie erbaut werden. Die unterschiedlichsten Arten unterscheiden sich in der Querschnittsform der Holzbalken und in der sogenannten Eckausbildung. Die heutigen Anforderungen der unterschiedlichen Haustypen richten sich nach den Wärmeschutz-Richtlinien.
Die Eigenschaften eines Blockhauses
Ein Blockhaus ist ein Holzhaus, hier besteht auch das Tragwerk aus Holz. Das Schwedenhaus und in manchen Fällen auch der Bungalow werden beispielsweise aus Holz gebaut. Bevor man sich also für den Bau eines Blockhauses entscheidet, sollte man sich zunächst informieren, ob diese Bauart in der Region auch zulässig ist. In bestimmten Gegenden wird dies komplett abgelehnt, da sie nicht der einheimischen Struktur entsprechen.
Wichtig ist, dass du vor dem Bau die Lage genauestens überprüfst, denn in einigen Gebieten sind intensivere Witterungseinflüsse zu erwarten. Sei dir darüber hinaus im Klaren, dass Häuser, die in Gegenden mit besonders starken Witterungseinflüssen gebaut werden, auch eine spezielle Versorgung brauchen. Dementsprechend solltest du bauliche Gegebenheiten entsprechend anpassen zum Beispiel mit einem großen Dachüberstand. Dies verringert Grünspan und Feuchtigkeit am Haus.
Wenn du mal ein Fertighaus in Form eines Blockhauses betrachtest, findest du zahlreiche Hölzer zur Auswahl. Der Unterschied liegt im Preis, aber auch in der Beschaffenheit des Hauses.
Aus folgenden Hölzern können Blockhäuser gebaut werden:
- Kiefer
- Fichte
- Douglasie
- Lärche
Aus dieser Auswahl ist das Douglasie-Holz das härteste, gefolgt von Lärche, Kiefer und schließlich Fichte. Grundsätzlich kann man sagen, dass, je härter das Holz ist, desto besser die Dämmung. Umso geringer sind entsprechend die Heizkosten. Auch arbeitet härteres Holz weniger, wohingegen du auch weniger Setzungsfugen benötigst. Natürlich gibt es auch einen Haken: das härteste Holz ist auch das teuerste. Oft entscheidet man sich deshalb für Kiefer.
Kleiner Tipp: Polarkiefer eignet sich gut für das Bauen eines Blockhauses, denn dies wächst langsamer als andere Kieferarten und besitzt eine höhere Dichte. Somit ist der Wartungsaufwand und die einhergehende Pflege, sowie Heizverluste wesentlich geringer.
Für wen eignet sich ein Blockhaus?
Egal ob du es nun als Einfamilienhaus nutzt oder als Mehrfamilienhaus, es gibt etliche Typen von Blockhäusern. Diese können in fast jeder Art und Weise verändert und umgestaltet werden, ganz nach deinen Vorlieben. Für jeden ist etwas dabei, ob ein eingeschossiger Bungalow für alters- und behindertengerechtes Bauen ohne Treppensteigen oder eine Reihe ganz moderne Häuser, wie eine Stadtvilla beispielsweise.
Wohnflächen können sich auf etwa zwischen 65 bis 300 m² erstrecken. Wenn du dir also ein Grundstück kaufen möchten, solltest du dir vorab im Klaren sein, wie groß dein eigenes Blockhaus werden soll. Professionelle Handwerker werden natürlich auf deine speziellen Kundenwünsche eingehen und dir eine kompetente Beratung geben.
Welche Heizungsart eignet sich für Blockhäuser?
Es gibt die unterschiedlichsten Heizungsarten wie Ölheizung oder Gasheizung. Weil Holz ein stetig nachwachsender Rohstoff ist, eignet sich die Holzheizung entsprechend auch für ein Blockhaus.
Man unterscheidet zwischen folgenden Holzheizungen:
- Palettkessel
- Hackschnitzelkessel
- Scheitholzkessel
Du kannst als Wärmequelle auch die herkömmliche Gasthermen oder eine moderne Pelletheizung in Erwägung ziehen. Die Gastherme ist allerdings eine der teuersten Optionen. Dennoch entscheiden sich viele für diese Variante, weil sie sehr effizient arbeitet.
Grundsätzlich muss in einem Blockhaus ungefähr zwei Grad weniger geheizt werden, als bei einem Stein- beziehungsweise Massivhaus beispielsweise. Hier bietet eine Fußbodenheizung einen besonders guten Vorteil, da diese mit niedrigen Temperaturen arbeitet. Achte darauf, dass Bodenbeläge, wie Landhausdielen zum Beispiel, nicht zu dick sein dürfen, damit die Fußbodenheizung schnell wirken kann und letztlich nicht zu träge ist.
Die Vor- und Nachteile eines Blockhauses
Ein Blockhaus hat mittlerweile enorm viele Liebhaber. Diese Bauart bringt viele Vorteile aber auch einige Nachteile mit sich. Andere Optionen für den Bau deiner eigenen vier Wände wären ein Massivhaus oder ein Fertighaus. Bevor du dich letztlich für den Bau eines Blockhauses entscheidest, lasse dich von einem Profi ausführlich beraten.
Vorteile des Blockhauses im Vergleich zum Steinhaus
- angenehmes Raumklima
- umweltfreundliche Bauweise
- niedriger Energieverbrauch
- Langlebigkeit
- gemütliche Wohnatmosphäre
- schneller Aufbau
- Wände benötigen nicht zwingend Tapezier- und Malerarbeiten
- Schimmelbefall seltener
Nachteile des Blockhauses im Vergleich zum Steinhaus
- geringere Wärmedämmung
- geringere Schalldämmung
- Holz – brennbarer Rohstoff
- anfälliger für Ungeziefer und Witterungseinflüsse – besondere Holzschutzmaßnahmen notwendig
- Holz arbeitet, deshalb können eventuelle Setzungsrisse entstehen (es ist also notwendig einen Experten für den Bau eines Blockhauses zu engagieren), es lohnt sich auch das Holz zu lasieren
- höherer Pflegeaufwand
Bildquelle: pixabay.com





