Letzte Aktualisierung am 23. März 2026
Rigipsplatten sind dünne Platten mit einer glatten Oberfläche, die eine hohe Stabilität aufweisen. Die Platten werden auch Gipskartonplatten genannt. Wie der Name andeutet, besteht ihr Kern aus Gips, während die Platte auf beiden Seiten von Karton aus festem Papier ummantelt ist. Im Handel findest du Rigipsplatten mit einer Stärke zwischen 9,5 bis 18 Millimeter und einer Länge zwischen zwei bis vier Metern. Gipskartonplatten gehören zu den Arbeitsstoffen, die im Trockenbau eingesetzt werden. In der Praxis eignen sich Rigipsplatten als
- nicht tragende Wände in Innenräumen
- Wandverkleidung
- Verkleidung für die Decke
- Untergrund für den Fußboden
Die Gipskartonplatten haben ein geringes Gewicht und lassen sich mit wenig Aufwand und technischem Einsatz recht unkompliziert verarbeiten. Bei der Verarbeitung kannst du den Rigips einfach auf die passende Größe zuschneiden.
Am Anfang steht die Planung
Nicht alle Gipskartonplatten eignen sich für jede Verwendung. Daher solltest du eine ausführliche Beratung einholen, bevor du mit der Umsetzung Ihres Vorhabens beginnst.
Denn es gibt
- spezielle Feuerschutzplatten aus Rigips mit einer geeigneten Feuerwiderstandsklasse
- Rigipsplatten mit Löchern und Schlitzen für die Schalldämmung
- imprägnierte Gipskartonplatten für den Einsatz in Feuchträumen
- Rigips zum Schutz vor elektromagnetischer Strahlung
- spezielle Platten für gebogene Wände oder gewölbte Decken
Hast du die passenden Rigipsplatten besorgt, dann benötigst du noch folgende Werkzeuge:
- Schneidemesser oder Cutter
- Wasserwaage
- Akkuschrauber
- Maßband
- Kantenhobel
- Gipshobel
- Schrauben für Holz oder für Metall
- Schraubvorsatz
Unterkonstruktion
Wenn Rigipsplatten nicht direkt auf die Wand geklebt werden, dann musst du im ersten Schritt eine passende Unterkonstruktion erstellen. Für stehende Wände, Verkleidungen oder abgehängte Decken eignet sich ein Unterbau aus Metallprofilen oder Holz. Abhängig vom Material der Konstruktion wählst du die Schrauben entsprechend aus. Beim Bauen der Lattenkonstruktion solltest du die Schallübertragung beachten. Vermeide daher Schallbrücken und das unmittelbare Aufliegen des Materials auf dem Untergrund.
Los geht´s
Solange du den Rigips auf einer ausreichenden Fläche nebeneinander legen kannst, schraubst du diesen einfach mit Schnellschrauben auf den Unterbau auf. Zwischen den einzelnen Gipskartonplatten entstehen beim Verlegen kleine Fugen, die du entweder mit einem Fugenband zukleben oder mit Spachtelmasse schließen kannst.
Fugen-Muster beachten
Lege die Platten nicht bündig aneinander. Die Fugen von vier verlegten Platten dürfen nie ein Kreuz ergeben. Vielmehr sollten die Stirnseiten von nebeneinander liegenden Platten um mindestens 40 Zentimeter voneinander versetzt liegen.
Schallschutz beachten
Verlege die Rigipsplatten nicht bündig mit Decken, Böden oder Wänden. Lass an den Rändern jeweils ein paar Millimeter Abstand. Denn die unmittelbare Auflage trägt den Schall weiter und würde so zu einer Verschlechterung des Schallschutzes führen.
Rigips zuschneiden
Im Zuge der Verlegearbeiten bleiben Flächen offen, die vom Standardmaß der Platten abweichen. Jetzt musst du den Rigips zuschneiden. Miss mit dem Maßband den Ausschnitt aus und ziehe auf der linken Seite des Rigips deinen Strich für das Maß. Mit dem Schneidemesser oder Cutter ziehst du einen durchgehenden geraden Schnitt über die Platte entlang der Schneidelinie. Danach brichst du die Platte über einer Kante ab, um anschließend die Kartonage auf der Unterseite sauber durchzuschneiden. Die Kante muss noch für das Verputzen mit dem Kantenhobel schräg angeschnitten werden.
Rundungen und Bögen schneiden
Wenn du nicht nur gerade Kanten verarbeitest, sondern auch Rundungen benötigst, dann benutze eine Säge. Für Rigips eignet sich eine Stichsäge oder aber auch eine einfache Handsäge. Aussparungen für Steckdosen oder Lichtschalter erfordern den Einsatz einer Lochkreissäge.
Schönheitsarbeiten
Da nicht zu erwarten ist, dass jede Kante oder Ausschnitt glatt gelingt, solltest du die Schnittkanten mit dem Hobel nachbearbeiten. Verschließe die Löcher der Schrauben und die Fugen mit Gips oder Spachtelmasse. Danach trägst du auch Spachtelmasse an den Stößen auf, um für saubere Abschlüsse zu sorgen. Die fertige Fläche der verlegten Platten kannst du jetzt nach Belieben weiter verarbeiten und diese mit Tapete, Wandfarbe oder Fliesen verkleiden.





