Letzte Aktualisierung am 12. März 2026
Holzatmosphäre zum günstigen Preis – Laminatfußboden
Laminat ist nicht nur preiswert, pflegeleicht und äußerst resistent gegen Abnutzung, es lässt sich auch recht einfach selber verlegen. Da Laminat in unzähligen verschiedenen Farben und Mustern verfügbar ist, imitiert es nicht nur die Holzstruktur von Fichte oder Buche, sondern auch hochwertige Hölzer wie Mahagoni oder Kirschbaum. Auf diese Weise kannst du dich zum günstigen Preis ein exklusives Ambiente ins Wohnzimmer holen oder die Terrasse in deinem Garten neu gestalten. Wir zeigen dir, welche Verlegerichtung passt und wie man Laminat selber verlegt!
Laminat verlegen geht nur mit guter Vorbereitung
Eine gründliche Vorbereitung der Arbeit hilft bei der fehlerfreien Laminatverlegung und erhöht die Haltbarkeit. Bevor du dein Laminat verlegst, solltest du folgende Vorkehrungen treffen:
- lagere das Laminat zwei Tage lang bevor du es verlegst
- das Raumklima bei der Verlegung sollte bei 20 Grad Celsius liegen
- der Unterboden muss sauber, trocken und eben sein. Eventuell musst du den Boden entsprechend vorbereiten
- nicht auf Teppich verlegen
Halte das wichtigste Werkzeug bereit, um deinen Laminatboden auszulegen:
- Kreissäge, Stichsäge oder Handsäge
- Meterstab, Bleistift, Winkel
- Abstandkeile
Neben den Paneelen verarbeitest du zudem
- Sockelleisten
- Profile für die Abschlüsse und Übergänge
- Dampfbremsfolie
- Rippenpappe oder Schaumstoff für die Trittschalldämmung
Erster Schritt zum neuen Laminatboden – der Untergrund
Laminatböden verlegt man oft schwimmend. Dabei klebt man das Laminat nicht auf den Unterboden, sondern verlegt es ohne Befestigung. Der Boden wird vor dem Auslegen gesäubert und vollständig ausgeglichen. Kommt der Laminatboden auf Estrich, musst du eine Folie als Dampfbremse auslegen. Diese führst du jeweils einige Zentimeter an den Wänden hoch und bildest so eine Wanne. Danach rollst du die Trittschalldämmung aus.
Laminat-Verlegerichtung lässt Räume unterschiedlich wirken
Eine richtige Verlegerichtung gibt es nicht. Wenn der Raum aber optisch größer und länger wirken soll, lohnt sich eine Verlegung der Laminat-Paneele parallel zur primären Lichtquelle, also für gewöhnlich zum Fenster. Verlegt man das Laminat quer zur primären Lichtquelle, hebt das die Struktur des Bodens hervor. Die empfohlene Verlegerichtung hängt immer vom Aussehen des Bodens ab – ganz egal ob Laminat, Parkett oder Vinylboden. Um eine gute Entscheidung zu treffen lohnt sich eine Absprache mit dem Bodenleger deiner Wahl. Die Unterschiede der verschiedenen Verlegerichtungen kann man am besten auf Fotos sehen, deswegen haben wir hier einige Beispiele für dich:

Verlegerichtung parallel zur langen Raumseite und Hauptlichtquelle

Verlegerichtung quer zur langen Raumseite und Hauptlichtquelle

Diagonale Laminat-Verlegerichtung
Laminatverlegung von der ersten bis zur letzten Reihe
Die erste Reihe
Die Paneelen eines Laminatbodens sind mit Nut und Federn ausgestattet, durch die sie ineinander gesteckt werden. Verlege die ersten Laminat-Paneele entlang einer Wand, indem du jedes Paneel mit dem nächsten zusammensteckst. Wandvorsprünge zeichnest du mit einem Winkel auf eine Paneele auf, um diese auszusägen. Achte beim Auslegen darauf, mindestens zehn Millimeter Abstand zur Mauer zu halten. Denn die so entstehende Dehnungsfuge sorgt dafür, dass sich der verlegte Boden bei Temperaturschwankungen ausdehnen kann und nicht wölbt. Das letzte Brett in der ersten Reihe musst du zuschneiden, bevor du es einbauen kannst.
Die zweite Reihe
Die zweite Reihe beginnst du mit dem Reststück des Zuschnitts. Der Versatz der Stirnseiten aneinander liegender Paneelen sollte mindestens 40 Zentimeter betragen. Nach dem Verlegen der zweiten Reihe steckst du Abstandskeile in die Dehnungsfuge zur Wand, um den Abstand zu sichern. Danach fährst du fort, Reihe für Reihe zu verlegen.
Die letzte Reihe
Für die letzte Reihe musst du die Paneelen längs zuschneiden. Auch hier gilt es, die Dehnungsfuge mit einzuberechnen.
Problemzonen Türzargen und Übergänge
Damit der Laminatboden auch unterhalb der Türzarge gleichmäßig ausgelegt werden kann, musst du mit einer Feinsäge die Türzarge etwas kürzen. Hierfür legst du eine Paneele neben die Zarge auf den Boden und sägst auf Höhe ihrer Oberkante die Türzarge weg. Jetzt kannst du das Laminat einfach unter der Zarge weiter führen.
Wenn du dein Laminat zwischen zwei Räumen verlegst, brauchst du ein Übergangsprofil aus Metall oder Holz. Das Profil legst du einfach über die Lücke zwischen den beiden Laminatflächen.
Nach der Laminatverlegung – die Fußleisten
Wenn der Laminatboden vollständig ausgelegt ist, passt du die Fußleisten ein. Die Leisten werden entweder mit Nägeln an der Wand befestigt oder mit einem Heißkleber festgeklebt. An den Ecken der Wände müssen die Leisten in Gehrung geschnitten werden, um einen sauberen Abschluss zu bilden. Mit der letzten Leiste ist dein Laminatboden verlegt und du kannst dein neues Raumerlebnis genießen. Ganz gleich ob Renovierung oder Neubau, Laminat kann jederzeit eine moderne Wohnatmosphäre schaffen. Keine Zeit? Alternativ kann auch ein Bodenleger beim Laminat verlegen Abhilfe schaffen.
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Danke für die guten Tipps! Gibt es auch eine Anleitung für die Sockelleisten und am besten auch noch wie man ein Netzwerkkabel dahinter verlegt…? Das wäre toll!